Anbetung der Leitplanke

gestern komme ich  mit dem Rad aus dem Wald, dort hinten am Stennweiler Sportsplatz, als vor mir ein junger Mann seine Vorbereitung zum Waldlauf trifft: Dehnübungen bis tiefst runter an den Boden, direkt vor der Leitplanke, Beinwechesel und gebeugt, und ich denke spontan: Die Anbetung der Leitplanke! Ein tiefer Ausdruck unserer Zeit. Und radel weiter und vergesse es wieder und gestern abend dann aus dem Gedächtnis zwei Notizen dazu. Dies ist die zweite, wo er noch einen Stein auf den Rücken bekommen hat, von wegen“sich beschweren“…

gestern in Pirmasens

Einen Tag lang Gesichter zeichnen zusammen mit dem Liquid Penguin Ensemble und Susanne Kocks und Christoph Rammacher in Pirmasens promoting the Großregion. Gestern haben wir uns die Aufgabe geteilt und der erste Zeichner war für die „Grunderfassung“ des Gesichtes zuständig („Amt für Grunderfassung“), die nächste Station für die weitere Ausgestaltung der Zeichnung („Amt für weitere Details“) und dann noch zwei weitere Augen als „Amt für noch mehr Details und Mundretusche“. Das war sehr entspannt und lustvoll und wir haben zwischen 250 und 300 Menschen gezeichnet in knapp  6 Stunden reiner Zeichenzeit. Unglaublich aber wahr. Die Zeichnung oben übrigens stammt nicht aus dieser Aktion, sie ist zwischendurch in meiner „Freizeit“ entstanden und zeigt eine junge Musikerin des Blasorchesters, die ihre Konzertreise über den Rheinland-Pfalz-Tag bei uns am Stand begonnen hatten…Nungut.

sich beschweren geht immer


Mir gefällt schon immer dieses schöne deutsche Wort: sich beschweren. Als legte man die Gedanken, den persönlich geprobten Aufstand, was auch immer, auf sich drauf und fühlte sich dann endlich nicht mehr so leicht wie voher, beschwert halt, und da man das alles wunderbar alleinst regeln kann: sich beschweren!