1986

1986 schwamm ich hier im weiher ganz alleine während irgendwo in der welt deutschland gegen mexiko im endspiel spielte und mich das einen rotz interessierte und die gerade linie am rand des wassers und ich war total zufrieden und glück

was oft fehlt ist einfach mal ein bisschen muße, ein bisschen einfach nur auf den blöden weiher starren, und dann kein selfie machen, oder doch ein selfie machen, was natürlich blöd ist, denn man sitzt ja mit dem rücken zum ufer, vom weiher also nix zu sehn außer ich selbst mal wieder

Cori und myself moderieren life. Und ein sehens- und hörenswertes Programm. Easy, Mensch Meier, Wannie und Leo und der gemischte Saarbrücker Damenchor. Und Eis gibt’s auch. Treffpunkt um 14 Uhr am am Landwehrplatz. Keine Laufdemo wegen der Hitze, nur ein kleiner demonstrativer Umzug vom Landwehrplatz zum Tblisser Platz, wo schattenspendende Bäume auf uns warten.

Und nicht vergessen: Pedition zu unterschreiben!!

Buchtipp

Ich werde ja nicht müde, es zu empfehlen:

„Das Lied des Propheten“ von Paul Lynch. DAS Buch zu unserer Zeit. DAS Buch, das zeigt, wie schnell es passieren kann. Hier. Bei uns. Wo sonst.

41

Jetzt stellen wir uns  mal vor, 41% unserer Mitbürger kämen auf die Idee, dass sie es ab sofort cool fänden, kleine süße Kampfhunde zu besitzen und mit ihnen unangeleint durch die Gassen und Flure zu flanieren. Fänden wir gut, oder? Sind ja immerhin 41% und dann haben die auch das Recht dazu. Ist ja fast eine Mehrheit. Bleiben wir also lieber zuhause oder hoffen, auf dem Weg zum Einkaufsladen ohne Biss davonzukommen. Die Mehrheit hat das Recht, uns unsere Rechte abzuerkennen. So einfach geht das nicht, oder doch?

Es gibt Leute, die argumentieren, es wäre unrecht, die AfD verbieten zu wollen, weil sie ja inzwischen von 41% gewählt würde. Das wäre antidemokratisch.

Wie haben wir als Kinder gerufen?: Leute fresst Scheiße, Millionen Fliegen können sich nicht irren .

Eben auf dem Spaziergang dachte ich: Eigentlich sollte man das Parteiprogramm der AfD publizieren. Damit keiner sagen kann: das habe ich so nicht gewusst.

Selbst Alice Weidel sagt zum klassischen Familienbild der AfD und ihren Parteigenossen (absichtlich nicht gegendert): Die können da reinschreiben, was sie wollen, mein Lebensmodell ist ein anderes.

Hitler hat sich auch als Bohemien gesehen.

tagessätze

erschreckender gedanke: wenn man alice-weidel-portraits machen will, um sie aus sich rauszukotzen, dann heißt das im umkehrschluss auch, dass sie in einem drin ist – sie sind alle in einem drin, sie okkupieren uns alle