was macht der nur den ganzen Tag

Mai 8th, 2021

Heute 200 und noch 1 paar Gequetschte Automatenfotos für die Ausstellung im Theodor-Zink-Museum fertig gerahmt. Spannend fand ich, und das hat sich irgendwann so ergeben, dass oben immer das Foto desselben Monats nur 10 Jahre fürher zu sehen ist. Wenn man etwas lange genug macht, dann hat man irgendwann etwas zu ernten. Oder: Wann schlägt Quantität in Qualität um. Und geht das vielleicht auch umgekehrt? Aber das wäre ein anderes Thema. Konsequenz ist auf alle Fälle etwas für Anfänger 🙂

Gestern war auch ein schöner Arbeitstag. Mit dem E-Bike-Rad unter strenger Beachtung der Regel: Gummi gehört immer auf die Fahrbahnoberfläche nach Saarbrücken geradelt (von hier aus so ca. 23 km), dann um 15Uhr40 eine kleine Leseperformance im Rahmen des rÜBERBLICK-Austausches mit den freien Bühnen Mecklenburg-Vorpommerns im Innenhof vom Nauwieser 19. Einen Text aus meinem „Radiozeichner“, wo ich Zeichnungen, die ich interessant fand oder finde verbalisiere und vertone. Toneinspielung hat Julien Blondel per Smartphone übernommen. War sehr schön. Ich habe zwei Arbeiten von Rikuo Ueda beschrieben, die ich vor Jahren mal in der Kunststatio St. Peter in Köln gesehen habe,und das hat sehr schön in die Stimmung des Innenhofes vom Nauwieser 19 gepasst. Anschließend wieder auf´s Rad und retour. Kaum einer hat´s gemerkt und es hat trotzdem stattgefunden und sein Spuren hinterlassen. Manchmal gefällt mir genau das.

hand (103×78,5cm)

Mai 8th, 2021

Norma

Mai 5th, 2021

Heute auf Facebook wieder ein Post eines in Neunkirchen stadtbekannten Gastronomen mit durchaus gastronomischen Verdiensten. Seine gedanklichen Verdienste schätze ich aber nicht so hoch ein… Er hat seine Fangemeinde und die begreift sich, so wie er, als die standhaften und normal denkenden Menschen mit normalen Gedanken. Vor nichts habe ich mein ganzes Leben mehr Angst als vor den normal denkenden Menschen oder denen, die sich dafür halten, bzw. ihre Gedanken als Norm setzen. Eine Neunkircher Wahlhelferin bei der letzten Bundestagswahl hat mir mal erschüttert von den falsch oder merkwürdig ausgefüllten Wahlzetteln berichtet. Einer habe sogar Erststimme SPD und Zweitstimme AfD angekreuzt. Nun, ich hätte da durchaus jemand in Verdacht…

Mai 5th, 2021

falsche richtung

Mai 3rd, 2021

den humor verlieren

Mai 3rd, 2021

beitrag zu einem QNTERBUCH (GROSSES KINO)

Mai 3rd, 2021

auf vielfachen wunsch…

Mai 3rd, 2021

…habe ich noch eine kleine Staubzeichnung gemacht mit einem Fingerzeig, wo es dann denn zur Ausstellung geht…ashes to ashes…

was macht der nur den ganzen Tag?

Mai 2nd, 2021

11 Großbriefe mit Erinnerungen für Kollegen der Freien Szene Saar in Mecklenburg-Vorpommern-Ding.

INFORMIEREN-DEFORMIEREN

Mai 2nd, 2021

ein tag in freier denkbahn

Mai 1st, 2021

1.5.21 info aus zweiter hand: jan böhmermann hat recherchiert oder recherchieren lassen: kinder bekommen wichtige medikamente nicht verschrieben, weil die ärzte lieber homöopathie verschreiben und dadurch ihr kontingent bereits ausgeschöpft usw. usf.: stimmt, genauso erlebe ich das auch immer, ich sitze beim arzt und will endlich mal wieder einen stärkere betablocker verschrieben haben, der schickt mich aber mit irgendsoeiner scheiß-homöopathie nachhause, an der er sich eine goldene nase verdient— häh?? leute, was ist los??? wo ist das problem??? das problem ist doch nicht, dass sich 75 Mio Deutsche mit billigster Homöopathie volldröhnen, sondern dass es kaum jemand gibt, der nicht Betablocker, Blutdruckmittel oder mindestens Makumar schluckt. Die Leute sterben im Alter an Medikamentenvergiftung. Das ist die Wahrheit. Ich gehe nicht oft zum Arzt, aber in 57 Jahren Lebensgeschichte hat mir noch nie, in Worten: noch NIE, ein Arzt ein homöopatisches Mittel angeboten, never, einen Blutdrucksenker aber fast immer. Und Betablocker hab ich mit 19 mal geschluckt. Tapfer, brav und unkritisch. Fast zwei Jahre lang, bis ich dann Zivi im Krakenhaus war und etwas kritischer.

ein tag in freier wildbahn

Mai 1st, 2021

Michael Fetzer, Veronika Olma and me durften gestern die Schaufenster des Radiogeschäftes STEINER in Kaiserslautern bespielen. Ein Haus, seit Jahren leerstehend, kurz vorm Abriss, drinnen Schuttberge wie auf der Baustelle der Pyramiden. Ohne präzise Absprache ergeben die Fenster einen schönen bildnerischen Rhythmus, changieren zzwischen Wille und Unfall, zwischen sensibler Form und Dreck, zwischen hingerotzt und präzisem Denken. So wie ich das gerne mag. Das war fein und hat Spaß gemacht. Mein Fenster heißt: INFORMIEREN – DEFORMIEREN und zeigt einige Sätze aus der Reihe meiner tagessätze. Fast wie eine Wandzeitnung während der chinesischen Kulturrevolution. Ein kleines Glück zwischendurch. Und wäre bei wohlgegelten Kulturentscheidern kaum durchgegangen. Wie schön, dass man sowas trotzdem machen darf. Danke an das Team vom Theodor-Zink-Museum. 🙂

non c´è più – – –

April 30th, 2021

Die Performance am 7.5.21 im Eingangsbereich des Saarländischen Künstlerinnenhauses ist abgesagt. Aus weltweit bekannten Gründen, die mir aber kein Geld in die Kassen spülen.

2 Antworten an Armin Rohr

April 29th, 2021
  1. rosa ist eigentlich auch nur ein buntes grau  (der gedanke stammt aus meinen Tagessätzen)
  2. „Kitsch ist die Verneinung der Scheiße.“ (dieser gedanke stammt aus „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ und hat mich schon immer unglaublich überzeugt)

Und natürlich ist es nicht per se kitschig, Blumenbilder zu malen, oder sonstwas, kann es aber durchaus sein, je nachdem, wie man es malt. Und, der Beweis steht noch ein wenig aus, müsste es auch möglich sein, einen Sonnenuntergang so zu malen, dass er nicht kitschig und abgedroschen wirkt. Leistikow konnte das, wenn ich mich recht erinnere. Ja, doch. Alte Nationalgalerie. Grunewaldsee. Zeitgenossen sind mir in dieser Disziplin nicht bekannt.

Die Kommentarfunktion war für mich nicht anwählbar, deshalb auf diesem Weg.

gesprächsnotiz

April 29th, 2021

seit heute bin ich übrgens erstgeimpft, nur so by the way…

April 28th, 2021

Pressemitteilung des Netzwerk Freie Szene e.V.

Stellungnahme zur Novellierung des Infektionsschutzgesetzes

Nach monatelangen Schließungen, in denen es keine substanziellen Perspektiven für die Künste gab, schreibt die Novellierung des Infektionsschutzgesetzes diesen Zustand für unbestimmte Zeit weiter fest. Trotz umfangreicher Hygienemaßnahmen, die unter großem Aufwand umgesetzt wurden und überdies ganz offensichtlich fruchten – dies wurde anhand verschiedener Modell- und Pilotprojekte wie beispielsweise in Berlin, in Tübingen oder auch im Saarland bewiesen, fehlt den Kunst- und Kulturschaffenden jegliche Perspektive und Planbarkeit. Daher ist die Novellierung des Infektionsschutzgesetzes aus kultureller Sicht eine Katastrophe. Nach wie vor wurde keine einzige Ansteckung in einem Theatersaal o.Ä. nachgewiesen.  Die Politik betont zwar immer wieder, wie wichtig die Kultur für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sei, doch ist dies nicht mehr als ein Lippenbekenntnis. Immerhin ist die Freiheit der Kunst im Grundgesetz, Artikel 5, Absatz 3, festgeschrieben. Doch während man aufgrund der Religionsfreiheit Sonderregelungen für diese erlässt, wird die Kultur – das macht das neue Infektionsschutzgesetz überdeutlich – unter fernerliefen gehandelt. Der lapidare Hinweis auf finanziellen Ausgleich für ausfallende Kulturveranstaltungen ist entlarvend: Keine Rede mehr von der gesamtgesellschaftlichen Bedeutung der Kultur, keine Rede von der Freiheit der Kunst, keine Rede von ihrer Rolle für unsere Gesellschaft, von ihrer Lebendigkeit, vom Erleben von Gemeinschaft trotz Distanz-Gebot, keine Rede von ihrer Rolle für die Demokratie.

Wir Kulturschaffenden sind weder Coronaleugner noch Querdenker. Dass Kultur und Infektionsschutz sich nicht widersprechen, das haben wir im letzten Jahr bewiesen.  Die Hygienekonzepte, die der Kulturbereich ausgearbeitet hat, sind sicherer als in jedem anderen Bereich des öffentlichen Lebens. Selbstverständlich wünschen auch wir uns, dass die Infektionszahlen zurückgehen, selbstverständlich solidarisieren wir uns mit besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen und selbstverständlich plädieren auch wir dafür, dass Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie einheitlich umgesetzt werden. Doch protestieren wir lautstark gegen undifferenzierte Maßnahmen, deren Wirkung höchst fragwürdig ist. Wir protestieren dagegen, dass Konsum und wirtschaftliche Interessen offensichtlich noch immer über die Interessen des Gemeinwohls gestellt werden. Wir protestieren dagegen, dass die Kultur auf Bundesebene immer noch gleichgesetzt wird mit bloßem Freizeitvergnügen, und nicht, wie es beispielsweise im Saarland der Fall ist, als außerschulische Bildungsstätte anerkannt wird. Und wir protestieren dagegen, dass die überaus erfolgreiche Umsetzung von Hygieneregeln einfach ignoriert wird.

Wir fordern, dass Kultur als das anerkannt wird, was es ist: Bildung – des Geistes, des Herzens, der Persönlichkeit, der Gesellschaft und ihres Zusammenhaltes.

Wir fordern die Ermöglichung von Kultur mit strengen Hygienevorschriften. Sollten die Inzidenzwerte in den nächsten Wochen und Monaten nicht signifikant sinken, so wird dieser Sommer ein verlorener Sommer – für die Kultur und die Menschen. Schließlich geht es hier um gesellschaftliche Teilhabe – insbesondere die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen und älteren Menschen.

Wir fordern die Möglichkeit von Modellprojekten und die konsequente wissenschaftliche Auswertung der bisherigen Projekte, um auf dieser Basis auch in naher Zukunft, in der das Coronavirus unser Leben nach wie vor bestimmen wird, Perspektiven zu schaffen.

Und vor allem fordern wir, dass die Politik von ihren Bekenntnissen zu Kunst und Kultur endlich zum Handeln übergeht. Sonst sehen wir schwarz für die kulturelle Zukunft dieses Landes.

letzte Woche

April 28th, 2021

memorys are made of these – aus der Reihe: was macht der nur den ganzen Tag?

April 27th, 2021

zum Beispiel ein Memory-Spiel für die Freie Szene Saar. Als Beitrag für das Austauschprojekt mit Mecklenburg-Vorpommern. Was jetzt nur als Rumpf- und Netzprogramm stattfinden kann. Von jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer gibt es vier Fotos: Hand  – Kopf – Ort und Tätigkeit. Meine wären dann z.B. folgende.

 

Und hier sind dann 20 sortierte Päckchen als Memory-Spiele. Uff.

erklärblatt – seit langem mal wieder

April 25th, 2021

handschuh

April 25th, 2021