
Skizzenbuch und permanenter Ausstellungsraum von Klaus Harth



wenig geschrei um alles






Bei diesem Portrait-Versuch gab es mehrere Zustände, die immer wieder ergänzt und überarbeitet wurden. Die untere Variante stammt vom 11.2.26, die obere zeigt die Übermalungen vom 12.2.26



ich mißtraue dem funkeln der sterne seit wir damals alle eingeschlossen waren kommen sie mir hinterlistig vor und nicht mehr lustig und ich füttere den mond stattdessen der mich beißen wird oder sogar fressen wer weiß aber aus dem mißtrauen gegenüber den sternen wird das vertrauen in den mond der mich beißen wird oder sogar fressen und eigentlich weiß ich das genau aber gleiches recht für alle auch für die die micht entrechten und engrechten und da hinten war ein stern für den sich niemand interessiert hat aber ich es geht ungerecht zu und gleiches recht für alle ihr starrt nur alle auf die zähne des mondes es wird aber nicht so schlimm werden denn die gefahr ist anderswo nämlich in der hinterlist der sterne die schwach funkelnd schon lange nicht mehr die wahrheit sagen was ist also gegen den mond zu sagen gegen seine zähne dank seiner gravitätischen kraft könnten sich neue hoffnungsvolle und alternative sternbilder bilden sie wachsen am himmel sie wachsen am abend und am morgend sind sie auch noch da (ich weiß nicht was ihr wollt) mit neuen horrorskopischen tatsachen bekommen alle diejenigen futter denen das futter zusteht nur diejenigen nicht die gar nicht hierher gehören und wer sagt das das sagen ich und der mond und am schluss nur noch der mond ganz allein allein mit seinen zähnen.













Manchmal, und gar nicht mal so selten, passiert es mir, dass ich zu einem bestimmten Anlass, einem bestimmten Projekt und Auftrag eine Technik benutze, benutzen muss, die ich ansonsten gar nicht so sehr anwende. Hier ist das auch wieder der Fall. Es ist noch gar nicht klar, ob diese Zeichnungen für dieses geplante Buchprojekt verwendet werden, ob es dem Verleger so gefällt, wie wir uns das denken. Es hat sich aber ergeben, dass die Arbeit mit Tinte (die man mir überraschenderweise zu Weihnachten geschenkt hat) besser passt als Tusche oder Graphit oder was auch sonst immer wieder in Frage hätte kommen können. Die Verwischungen der noch nassen (und nicht gänzlich schwarzen) Tinte erzielt Effekte, die ich ansonsten eher ablehnen würde, die mir hier, sowohl formal als auch inhaltlich zu passen scheinen. Und das ist, auch in diesen glücklosen Zeiten, dann doch ein Glück.



