„Die Menschen sind unglücklich, weil sie nicht wissen, dass sie glücklich sind.“
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Die Menschen sind glücklich, weil sie nicht wissen, dass sie unglücklich sind.
Skizzenbuch und permanenter Ausstellungsraum von Klaus Harth
„Die Menschen sind unglücklich, weil sie nicht wissen, dass sie glücklich sind.“
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Die Menschen sind glücklich, weil sie nicht wissen, dass sie unglücklich sind.
„Wie klein ist doch alles, was ‚auf den Punkt‘ gebracht wurde.“





wahlweise: lax caput was euch kaputt max
bzw.: lax caput was euch caput max
ettencetteren


im moment weiß ich kaum noch, wie ich bei all dem chaos, das um mich herum zu managen ist, irgendwie ein ganzes bleiben soll. am freitag bin ich in der arztpraxis sauwütend geworden, aus verzweiflung, dem gefühl des ausgeliefertseins und hilflosigkeit. die ärzte sind doch die profis, denkt man. die machen das doch täglich und wissen, wie das system funktioniert. gedankenlosigkeit, routine und ein bisschen mir-doch-egal sind aber die dinge, die mir grade so begegnen. und wenn man sich mit anderen unterhält, hört man immer wieder vergleichbare dinge. wie auch immer: durch zufall in die hände gespielt, lese ich zum erstenmal in meinem leben „im westen nichts neues“. dagegen ist das, was ich grade denke, aushalten zu müssen, natürlich ein witz.
aber trotzdem wahr.





ein traumrest von heute nacht: es gab eine ausstellung, wo topflappenähnlich-gehäkeltes aussagekräftig an den wänden hing, mit der aufforderung, sich den gedanken zu merken, dass dinge, sobald sie an der wand hängen, zu anderen dingen werden. ist natürlich der klassischer Duchamps, klar. aber noch nie war mir das so klar, wie in dieser traumsequenz. und dass die meisten ja einfach ihre bilder in ausstellungen hängen, ohne sich darüber klar zu sein, dass sie, wenn sie dort hängen, etwas anderes werden, als sie zuhause im atelier waren. und daran schließt sich die frage: sind es gute bilder, wenn sie bleiben, was sie zuhause waren, oder sind es nur dann gute bilder, wenn sie etwas anderes werden? was mich grade dran erinnert, dass ich bei einer ausstellung im treppenhaus des kunsthistorischen instituts mal eine sequenz von fotokopien aufgehängt habe, wo nix drauf war als die wörter G U T E B I L D E R G U T E B I L D E R G U T E B I L D E R etc. das war 1994 oder so. und dass ich das so schlecht gemacht habe, dass sie nach meiner abreise nach ultraschneller bildmontage (ich war noch im thermalbad in wiesbaden verabredet, dessen eintritt ich mir eigentlich gar nicht leisten konnte) sofort wieder von der wand fielen und von freunden, die noch bei der montage ihrer bilder waren, aufgehängt wurden, und zwar so, dass sie stabil an der wand blieben, was sie mir tage darauf erzählten, während ich zu lange im wiesbadener bleiwasser blieb und nachts kotzte und kotzte und deshalb jahrelang keinen spargel mehr aß, weil ich dachte, es käme davon.




Ist Plump jetzt der kleine böse Bruder von Plakativ? Das schwarze Schaf der Familie? Mit Plakativ kann man noch einen netten Nachmittag verbringen, mit Plump nicht unbedingt. Ich lade Euch alle ein zum Plump-Pudding. Sind die beiden überhaupt verwandt? Manche meinen dies, manche jenes. Plump betritt das Zimmer, setzt sich auf den Stuhl und betrachtet die leere Wand. Plakativ lächelt Dich an, als gäbe es was zu sehn. Ich sehne mich stattdessen und wende mich ab. Frieden und Fritten. Mein linkes Ohr hört immer schlechter.