licht und schatten während eines telefonats mit daniela

erklärblatt


nachtbürste

vorbereitung auf licht und schatten

Schmerzkunst
heute mittag im Radio: ein CDU-Jungpolitiker verteidigt die „Stadtbild“-Aussage von Friedrich Merz. Man müsse die Dinge doch ansprechen, meint er, nachdem er vorher ausgeführt hat, dass doch überall in den Städten mit Drogen gedealt würde und überall Gewalt herrsche. Die Leute sähen das doch, man müsse das doch ansprechen, die Beobachtungen und Befürchtungen der Menschen ernst nehmen. Und wenn man das tue, die Probleme also anspräche, dann sei das kein Rassismus.
Man fragt sich langsam wirklich, wie ungebildet denn diejenigen sind, die sich da in die Parlamente mogeln. Ist keiner in der Lage, die Begriffe auseinanderzuhalten? Nein, wenn man die Probleme anspricht, ist das nicht per se rassistisch. Die Art und Weise aber, wie man das tut, wie man Revanchismen bedient, wie man Dinge vereinfacht und verkürzt, Menschen in gemeinsame Töpfe wirft, in die sie nicht gehören, überall dort, wo Menschen subsummiert und populistisch gegeneinander ausgespielt werden: Dort ist Rassismus. So einfach ist das.
Und das ist das, was Friedrich Merz immer wieder gerne tut.
Wenn die Probleme wirklich angesprochen würden, dann wären wir doch froh. Revanchismen und Rassismen bedienen und als Ansprechen der Probleme verkaufen: Söder, Merz etc. ppp. Wenn ich es gut mit Euch meine, dann will ich Euch keine böse Absicht unterstellen. Aber eigentlich wäre es dann nur noch umso schlimmer. Denn sie wissen nicht, was sie tun? Fast ist es zu befürchten.
faltblatt


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aus: menschen ohne parkplatz


DIE WELT IST DAS, WAS DICH ZU FALL BRINGT.
s.t.

bd


Bei der Comic-Adaption der letzten Lebensmonate von Stephan Zweig von Guillaume Sorel (Zeichnungen) und Laurent Seksik hat mich am meisten interessiert, wie jetzt Lotte Zweig wirklich ausgesehen hat. Letztens habe ich mir ja den Film von Maria Schrader wieder angeschaut (hierzu gab es dann ja ein paar Skizzen zum Epilog, den ich von der Bildanlage einfach einen genialen Wurf finde), und hier spielt dann Aenne Schwarz Lotte Zweig. Aber ich habe noch nie nachverfolgt, was ich mir wirklich für ein Bild von ihr machen könnte. Hab ich dann also jetzt im Ansatz nachgeholt. Das Vierer-Blatt zeigt Aenne Schwarz rechts oben und die Interpretation von G. Sorel links unten. Ansonsten zwei Interpretationen von mir nach gefundenen Fotos. Bei der Comic- Version finde ich interessant, dass sie sie „schmissiger“ gemacht haben, die Frisur dramatischer. Aber die Kopfform verändert. Die Lippen für meinen Eindruck in den meisten Zeichnungen zu voll. Kopfform verändert heißt: Ich sehe hier eher einen grundovalen Kopf. Bei Sorel wird das zur Stirn hin sehr breit und zum Kinn hin sehr spitz – mir erscheint der Kopf oben und unten gleichmäßig runder. Nungut. Trotzdem kommt es in vielen Panels dann doch eine gewisse Nähe.
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dieses Blatt gehört zu den letzte Woche entstandenen Portrait_Studien vom Comic-Zeichnerinnen. Hier: Tiffany Cooper, von der ich mir das Büchlein über Karl Lagerfeld mit nachhause genommen habe. Lustig. Nett. Mehr? Keine Ahnung. Etwas glatter in der Gesamtanlage als Birgit Weyhe, na klar, form follows function. Aber durchaus vergnüglich. Interessant, dass die ersten Fotos, die ich von Tifany Cooper finde ein ganz anderes Gesicht zeigen, als ich es mir nach den Selbst-Stilisierungen im Comic vorgestellt hätte. Kantiger. Die meisten zeigen sie aber auch mit dunklem Haar. Im Comic zeichnet sie sich blond. Und man findet dann auch ganz ganz wenige blonde Varianten. Und das kommt dann auch schon ein wenig näher. Interessanterweise blickt mich in meiner großen gezeichneten Version jemand Bekanntes an. Im Foto geht es mir nicht ganz so.
gegend (licht und dunkel)

aus: menschen ohne parkplatz

Licht
