STILLE.

Die letzten Tage der Kunststoffe-Woche waren derart anstrenend, dass die täglichen Werkstattberichte dem Kraftverbrauch zum Opfer gefallen sind. Gerade haben wir uns nochmals den BLOW UP-Film im Kino 8 1/2 angesehen, die Räume sind geräumt und wir haben heute morgen eine schöne Lesung aufgeführt. Zum erstenmal absolut frei improvisiert, wie eine öffentliche Generalprobe. Jetzt wollte ich mich hinsetzen und die letzten Tage hier Revue passieren lassen, als mich die Nachricht erreicht, dass Peter Weber am Freitag überraschend verstorben ist. Das verbietet erst einmal alles Weitere.

kunststoffe werkbericht vierter tag

Immer wieder schade ist es, wenn gute Dinge nicht wahrgenommen werden. Zum Andersen-Vortrag von Prof. Dr. Heinz Günnewig kamen gerade mal etwas über eine handvoll Besucher. Zu einem energischen und mitreißenden und gleichwohl informativen wie unterhaltsamen Vortrag. An einer Stelle gab es sogar Szenenapplaus einer begeisterten Zuschauerin! Immerhin wurde daraufhin wenigstens ein Buch verkauft. Und ich selbst werde mir wohl auch eines leisten. Ich brauche ein Ladengeschäft! Wenn Leute kommen, und man denen etwas zeigen kann, an dem man selbst Vergnügen hat, dann macht das unendlich viel Spaß!
Heute waren allerdings nicht soviele Interessenten da. Eine Frau, von Julia Baur auf die Ausstellung hingewiesen, kommt rein und ruft: das ist doch Ute Thiel! Woher kennen Sie Ute Thiel?
Um 21 Uhr dann die Lesung von Bernadette Guesnard-Meisser, unterstützt von Bernhard Lins und mir. Nicht geprobt, zum erstenmal habe sich alle drei zusammen gesehen, quasi eine öffentlicheGeneralprobe: Aber selten war ein Auftritt so locker und unaufgeregt und hat soviel Spaß gemacht! Und anschließend noch eine kleine Küchenfete und Musik machen mit einem Profi! Yesjawoll!
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kleinesomelette

KUNSTSTOFFE VIERTER TAG

NEUNZEHN UHR (NICHT ZWANIG UHR)
Prof. Dr. Heinz Günnewig: Vortrag zu Hans-Christian Andersen.

“Der berühmteste Märchendichter bisheriger Zeiten hat durch sein schillerndes, öffentliches, Anerkennung, Glück und Liebe suchendes Leben und die einmalige Kunst seiner Märchen nicht wenige Zeitgenossen in Atem gehalten und posthum als Arbeitgeber einige, die sich mit all seinen Nachlässen befassten, zu höchsten Anstrengungen und Erquickungen geführt.“
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daran anschließend:
Bernadette Guesnard-Meisser: Lesung in deutscher und französischer Sprache.
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Saarbrücken als Stadt der Treppen und Übergänge,
deutsche und französische Eigenheiten im
Vergleich, französische und deutsche
Literaten, all dies kommt hier zur Sprache.

kunststoffe dritter tag werkbericht

Der Tag mit der größten Interessensbekundung bisher. Ein weiteres LUBOK-Buch verkauft, was mich besonders freut, weil ich die einfach so klasse finde. Zwei handgemachte Taschen von Gaby Marner-Büdel fanden ihre Liebhaberinnen. Viele Postkarten. Die Grußkarten von Julia Baur. Zur Lesung der Püttlinger Literatengruppe kamen ausreichend viele Menschen. Die lange Flommersfeld-Nacht war zwar nicht sooo lang, fand aber in äußerst angenehmer Runde statt. Und bei dieser Gelegenheit haben wir einige alte schöne Stücke wiederentdeckt. (Die Coverversion von: „Weine nicht, wenn der Regen kommt“, beispielsweise). Und wie ich heute morgen erfahre, gibt es mittlerweile auch Anmeldungen für den Fotokurs! (Gestern in der Ausstellung auch noch jemand…): „In the end everything is ok. If it’s not ok, it is not the end.“ (S.F.) Danke auch an Tarek Fathy.
flommersfeldnacht
literaten

KUNSTSTOFFE DRITTER TAG

20 Uhr: Es liest: Die PÜTTLINGER LITERATENGRUPPE.
Margret Roeckner, Georg FOX, Eva Dörr-Vieregge und Vera Hewener.

22 Uhr: LANGE FLOMMERSFELD-NACHT.
Hörstücke, Texte und Filme mit Musik von Stephan Flommersfeld.
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Bild: Stephan Flommersfeld (bei den Abgebildeten handelt es sich NICHT um die Püttlinger Literatengruppe!!)

kunststoffe zweiter tag – werkbericht

heutealles-2
Ich entdecke ein Faible für die Schauwerbegestaltung. HEUTE ALLES. Das erste Buch aus dem LUBOK-Verlag verkauft! Und einen spannenden Vortrag von Alwin gehört. Und drei Karten von Julia Baur haben ebenfalls Verbreitung gefunden. Zwischen halb sechs und halb sieben Spaziergang durch Saarbrücken. Ganz alte Strecke über Charlottenstraße. Anno 1986 und so.

KUNSTSTOFFE der zweite Tag

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Dienstag, den 1. Dezember 2009, Beginn: 20 UHR:
KUNSTSTOFFE. ALWIN ALLES: Fotos zu Blow up.
3,- EUR Eintritt

Alwin Alles hat an Originalschauplätzen des Antonioni-Films Blow Up fotografiert.
Wie verändern sich Orte? Wie nehme ich diese wahr?
Welche Rolle für die Wahrnehmung dieser Orte spielt dabei die Kamera,
beziehungsweise die Wahrnehmung des zugrunde liegenden Films, der selbst
bereits (u.a.) das Verhältnis von Abbild und Wirklichkeit thematisiert hat.
Das Kino 8 1/2 ermöglicht, sich diesen Film zum Vergleich in den
darauffolgenden Tagen im Original anzusehen.
Machen Sie Sich selbst ein Bild!

kunststoffe erster tag werkbericht

Anreise 10 Uhr 20. Mit frischem Brot der Bäckerei Riefer aus Wemmetsweiler. Mit selbstgebackenem Kuchen. Ölen. Holunderlikören. Die Arbeiten hängen an den Wänden um 16Uhr20. Die Fotos laufen doch nicht automatisch in Endlosschleife…Erste frische Luft gegen 18 Uhr. Alwin Alles schreibt in der lichten Schulstunde auf die an die „Schüler“ ausgeteilten Zettel auf die Frage „Was ist Kunst“ den Satz: ALLES IST KUNST, was mich sehr zum Lachen brachte. Zurück gegen Mitternacht. Zwei verkaufte Postkarten und 16 Euro aus dem aufgestellten Spendentopf („Künstlersozialkasse“).img_4489

KUNSTSTOFFE. Der erste Tag.

Montag, den 30. November 2009, 20 UHR:
KUNSTSTOFFE. NAUWIESER NEUNZEHN, Nauwieser Straße 19, Saarbrücken.
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Eine lichte Schulstunde über Robert Gernhardt, gehalten von Manu Kleer. Ergänzt durch mundgeblasenes Kupferrohr (K. H.), Ausschnitte aus den „Hermann Dialogen“ („Hermanns-Erzählungen“ wär eigentlich der bessere Titel…) und ähnliche Geräusche. Energizing durch erprobtes pädagogisches
Personal. Life Gesang der Lehrerin zusammen mit Silvia Weißkircher.
Der Eintritt ist frei. Kuchen. Wein. Eine freiwillige Künstlerspende in der Höhe von 3,- EUR wird empfohlen.

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Tusche, Öl, Wachskreiden auf Holz, 14,5x39cm, 29.11.09

im wesen nichts neues

An den im Radio immer öfter auftauchenden Ausdruck „Außenminister Westerwelle“ muss ich mich erst noch ein wenig gewöhnen. Trotz allem hat dies vom Rhythmus her fast schon dichterische Qualitäten.
Außenminister Westerwelle.
Außenwestministerwelle.
Ein Geschäft ist ein Geschäft ist ein Geschäft ist ein Geschäft.

notizen

notizen
„Der Streit um die Kunst von Geisteskranken geht nicht mehr so sehr darum, ob ihre Werke Kunst sein können, sondern eher darum, ob ihre Verfasser krank sein dürfen.“ (Helmut Gollner, „Über Ernst Herbeck“ in Ernst Herbeck „Die Vergangenheit ist klar vorbei“, Wien, 2002)

Veranstaltungshinweise

1. Stadtgalerie SB -> Kennzeichen SB -> Künstlergespräch -> Mittwoch, 18.11., 18 Uhr (leider ohne Dirk).

2. Bardenbach Ortsmitte, 90-Tage-Galerie, -> LUMPEN KLUMPEN UND BLÜTEN
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mit einer kurzen Lesung zur Eröffnung. Bardenbach liegt unterhalb Waderns, neben Büschfeld (so ungefähr…)