HEUTE VERNISSAGE
„Bilder gegen den Krieg“
Benefiz-Ausstellung für die Ukraine
mit Arbeiten von
Julia Baur I Ruth Bellon I Annette Bolz I Brandstifter I Jörn Budesheim I Luc Demissy I Kurt Emser I Michael Erhardt I Stephan Flommersfeld I lsa Gawron I Volker Schmidt-Gliaugir I Karin Haase I Christine Hach I Klaus Harth I Patrick Hartz I Monika Hau I Albert Herbig I Cordue von Heymann I Leslie Huppert I Petra Jung I Alexander Karle I Anna Kiefer I Kai G. Klein I Natalie Koralic I Wilhelm Kronfeld I Beate Leibinger I Annette Marx I Meret Preiß I Catrin Raber I Jürgen Rinck I Armin Rohr I Annelie Scherschel I Volker Schütz I Sylvia Sehnert I Martin Steinert I Ralf Thorn
www.instagram.com/bildergegendenkrieg www.salietabacchi-sb.de
www.facebook/salietabacchisb Öffnungszeiten: montags und mittwochs 16.00 – 18.00 Uhr und nach Vereinbarung
Galerie [SALI E TABACCHI] Feldmannstraße 1441 66719 Saarbrücken I www.salietabacchi-sb.de AUSSTELLUNG 21.05. – 15.06.2022

von mir kann man dort folgende Arbeiten erwerben:

Veranstaltungstipp

Sehr geehrte Besucher*innen der Galerie RosenRot, nach dreijähriger Pause habe ich mich entschlossen, meine Tätigkeit als Galeristin wieder aufzunehmen.
Zur Eröffnung der 85. Ausstellung am 07.04.2022 von 16°° – 21°°
(Corona geschuldet, damit sich die Besucher besser verteilen können ), lade ich Sie und Ihre Freunde ein. Die Ausstellungseröffnung findet unter den dann gültigen Corona-Regeln (Ba-Wü) statt.

Die Künstler zeigen Arbeiten, die in der Corona-Zeit entstanden sind.
Sophie Casado Klaus Harth
Alexander Horn Armin Liebscher
Petra Losse-Brust Christiane Schauder
Sonja Scherer Silvia Willkens

Ausstellungsdauer: 07.04.2022 – 04.06.2022
Öffnungszeiten: Donnerstag + Freitag 15°° – 18°°
Samstag 10°° – 14°°
Ausstellungsort: Galerie RosenRot, Neckarstrasse 3
1.Obergeschoss. – Seiteneingang
68259 Mannheim-Feudenheim
Telefon: 0151 59478651
E-Mail : M.We-Strobel@web.de
Ich freue mich sehr auf Ihr Kommen.
Bleiben Sie gesund !
Herzliche Grüße,

Veranstaltungstippp

DER GRUFTWÄCHTER

PREMIERE Freitag 25. März 19:30 Uhr
Samstag 26. März 19:30 Uhr
Mittwoch 30. März 19:30 Uhr
Donnerstag 31. März 19:30 Uhr

Rezitation, Regie: Ralf Peter
Komposition: Daniel Osorio
Grafik: Klaus Harth
Video-Technik: Michael Loch

Karten: 15,- Euro / 10,- Euro

THEATER IM VIERTEL, SAARBRÜCKEN

MAN KANN DIE KARTEN AUCH KLASSISCH TELEFONISCH VORBESTELLEN UND AN DER ABENDKASSE ABHOLEN!!!

umbenennung

ich plädiere für eine umbenamung des russischen putains: vladimir heißt ja friedrich. wir wissen das. und wir wissen seit herrn stowasser, dass sto in slawischen sprachen die hundert ist und vladimir der friedensreiche. das passt ja nun grad gar nicht. und seit vorgestern, wo man keine greuelpropaganda über die russische armee verbreiten darf, ohne dass man für 15 jahre im russischen knast versackt, tolstois roman krieg und frieden nicht mehr so heißen darf, weil es auch das wort krieg nicht mehr gibt, wäre es an der zeit, den machthaber umzutaufen in vladikrieg putain. äh, putin. klingt aber für französische ohren wohl ganz ähnlich. vladivojna. vladikrieg. ich finde, das klingt gut und den umständen entsprechend.

ach und übrigens. ich hab da noch ne theorie. weil ja keiner versteht, was der ganze scheiß soll, den vladikrieg hier abzieht. was will er eigentlich erreichen, sprich, eigentlich erreicht er doch, wie auch immer das in der ukraine jetzt ausgeht, das gegenteil von allem, was man sich so vorstellen könnte. aber wenn alles ganz anders ist? wir erinnern uns vielleicht an den unter depressionen leidenden piloten vor ein paar jahren, der in seinem unaushaltbaren leid einfach ein komplettes flugzeug an eine gebirgswand in den französischen alpen setzte und mehrere hundert menschen mit in den tod riss? psychologen haben ein wort für ein solch mitreissendes verhaltensmuster. ich habe vladikrieg da schwer im verdacht. die wette gilt. ein bisschen aufgedunsen wirkt er ja. vielleicht weiß er von seinem nahen ende und denkt: wenn schon, dann bitte alle. wers überlebt, darf mir dann berichten.

2021 war ein volles Jahr. Voll wie dieses Buch. Nach „HAI Q“, dem Jahrbuch für 2020 gibt es jetzt, etwas verspätet, auch „Finger weg (perdre la main)“. Möglicherweise direkt bei mir. Oder im Bücherhandel: ISBN 9 783755778264. Kostet etwas mehr als im letzten Jahr, der allgemeinen Papierverteuerung geschuldet, würde ich mal vermuten. 17,50 €. Falls es jemand möchte:Mail an klaus_harth@web.de oder per Post an Klaus Harth, Steinstraße 13, 66589 Merchweiler.

Blödes Plakat

Es liegt am Plakat. Und am Titel der Ausstellung. Die städtische Galerie Neunkirchen, die mich ja nur selten mit Ausstellungen zu beglücken vermag, hat derzeit eine Sonderschau von Fritz Arnold. Einem Autodidakten des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Und aus Neunkirchen! Das ist absolut sehenswert und war der eigentliche Grund, warum ich letztens den Schlenker zur Oberstadt hin machte. („…geh doch in die Oberstadt…“, aber in Neunkirchen nennen die das wirklich so). Parallel dazu läuft eine Ausstellung von Stefanie Gerhardt. Und tatsächlich findet sich dort das ein oder andere Stück spannender Malerei. Z.B. ein sehr kleines längliches Querformat. Präzise gemalt und doch unscharf. Nächtliche Szene, Wald, ein Baum im Vordergrund. Dahinter kauern, sehr klein, einige Menschen hinter einer kleinen Erhebung. Sofort schaltet mein Betrachterhirn auf Gethsemane. Aber das isses natürlich nicht. Das schwingt nur mit und das braucht es auch nicht. Ein sehr faszinierendes kleines Werk. Auch festgekrallt in meinem Hirn: der schlafende Schwan: Ein großes Bild, schwarzer Grund, darauf in weiß eine irgendwie ovale Form in Weiß. Diese wird strukturiert und als Schwan kenntlich gemacht nur durch die Struktur der in Ölfarbe gesetzten Pinselstriche. Sowas habe ich vor vielen Jahren auch mal probiert, Selbstbild auf weißem Grund. Aber bei Weitem nicht so überzeugend wie dieser schlafende Schwan, der seinen Hals an den Körper schmiegt. Sehr schön vor allem die oft auch sehr kleinen Bilder. „Mein erstes Kieselbild“ und „Mein zweites Kieselbild“. Hab ich die Titel richtig im Kopf? Das ist sehr fein beobachtet und auch gemacht. Dankenswerterweise wird diesen sehr kleinen Bildern (15×15, vielleicht 20×20 ?) an der Wand auch sehr viel Raum gelassen. Sie sind so präsent, dass sie auch eine große Fläche dominieren können. Gemalt ist das überwiegend Öl auf Alu. Manchmal sind die Titel gut (Kieselbilder, lapidarer Titel und eine unglaublich unlapidare Malerei, die sich daraus entfaltet), einmal allerdings hätte man sich gewünscht, man könne den Titel sofort wieder vergessen, weil er das Bild in seiner Aussage schmälert: Ein etwas farblich soft gehaltener Hase, der einen frontal anblickt, muss man nicht „mystical rabbit“ nennen. „Mystischer Hase“ klänge im Deutschen schon autsch. Wenn man es ins Englische überträgt, wird es dadurch not really besser. Warum die Schaukel (auch auf Englisch) „Swing“ heißen muss? Ein Titel voll von Überfluss. Ohne einen Titel, noch nicht mal „ohne Titel“, einfach nur das schaukelnde Kind in der Ausstellung: das wäre wirklich cool gewesen.  Ein Bild mit Nachtschwärmern (Motten um ein Licht, bzw. kleine sensible Pinselhiebe um einen hellen Kreis) ist auch ein sehr augenfangender Hingucker. Manches andere etwas spekulativ oder durchaus schonmal so oder ähnlich an anderer Stelle gesehen. Bei der ersten kleinen Landschaft musste ich z.B. an Susann Gassen aus Mainz denken. Ach doch: der Kalligraph. Sehr realitsisch auf sehr viel weißen Untergrund gesetzt: ein asiatischer Maler, der am Boden hockend eine Kalligraphie pinselt. Das überzeugt dann doch durch seine Klar- und verdichtete Einfachheit. Und kommt dadurch an asiatische Bildideen mit europäischen Mitteln doch sehr gut heran. Warum hatte ich aber keine Lust, mir diese Ausstellung überhaupt anzuschauen?? Nicht nur wegen der ein oder anderen Enttäuschung in letzter Zeit, wo für mein Empfinden zu oft zu sehr auf das schnelle Weggucken geschielt war: Wer allzusehr auf das Publikum schielt, kann natürlich nicht mehr ganz so klar hinsehen. Nunja. Wie kann ich eine Ausstellung nur: „kopfüber himmelwärts“ nennen und auch noch mit dem Bild eines vor einem Sternenhimmel schaukelnden Kindes illustrieren? Das Bild entstammt natürlich wirklich der Ausstellung. Ist aber im Original sehr klein (20×20?) und in dieser Größe sehr intensiv, fein gearbeitet und von daher weit weg von irgendwelchem Seelenkitsch. Auf Plakatgröße hochgepimpt und zusammen mit diesem Titel kringeln sich einem ja eigentlich eher die Zehennägel. Man sieht nur mit den Zehen gut. Solche Titel kann nur Wim Wenders! Das hinter die Ohren schreiben. Bitte! Ich hätte da ja tatsächlich was verpasst, wenn ich mich an Presse, Plakat und Website orientiert hätte.

Glücksmoment 2

„#poesie“, herausgegeben von Nora Gomringer und Martin Beyer. Ulla Hahn neben Thomas Brasch neben Peter Fox neben Lydia Daher neben Hildegard Knef neben Hassan Yahya neben Heinz Erhard neben Durs Grünbein. Nix für Puristen. Aber es macht Lust und Mut, die eigenen Schreibversuche weiterzutreiben. Und das ist ja auch schon was. 🙂

Glücksmoment 1

Am Wochenende nicht nur zu Besuch bei Ute Thiel und Torsten Vagt. Nach Mainz gefahren, nicht zuletzt, um die Ausstellung des aktuellen Mainzer Stadtdruckers anzuschauen, worüber ich einen Vorbericht im SWR gesehen hatte. Tobias Gellscheid. Jaleute: Wenn Ihr Zeit habt und Mainz nicht zu weit weg liegt: dann schaut Euch das an. Natürlich fasziniert diese Technik. Aber das alleine wäre ja nicht genug: Perfektionismus ist ja kein Selbstzweck und schon gar keine künstlerische Aussage. Aber hier ist jemand zugange, der sich über seine Technik Gedanken macht, sie sinnvoll einsetzt und kontrastiert mit dem, was er in der Welt beobachtet und über sie zu sagen hat. Und über den Umgang mit seiner Technik seine Bilder findet. Fünf Euro Eintritt, die sich lohnen. (Gutenberg-Bibeln kann man sich bei der Gelegenheit dann auch noch gleich mal wieder anschauen…)

LINK

Stephan Flommersfeld hat einen schönen kleinen Film gemacht zu einem leider in den Unbilden persönlicher Verletzheiten letztendlich doch überraschend gescheiterten Projekts. Die Blätter existieren, der Film existiert. Wir werden vergehen. Watt willste mehr?
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was es immer bedeuten mag

Gestern in der Mediathek den ZDF-Film über die Wannsee-Konferenz angeschaut. Ich habe noch keine Meinung zu dem Film, ob ich ihn jetzt gelungen fand oder nicht. Was mir aber aufgefallen ist: Es fällt der Begriff „entsorgen“. Schlimm genug. Aber hat man tatsächlich 1942 dieses Wort benutzt? Entsorgen als – nee, eben nicht „Synonym“, sondern als beschönigendes Ersatz-Wort für Wegwerfen kommt in meiner Erinnerung erst in den späten 80ern auf. Mein Berufschullehrer hat sich darüber aufgeregt. Natürlich war ich 1942 noch nicht geboren. Wer kann mir sagen, ob das Wort schon 1942 in Gebrauch gewesen sein könnte? Zur Präzision eines solchen Films gehört da nicht auch ein Lektorat, dem so etwas auffallen könnte? Sprache ist Denken. Ich finde das wichtiger, als dass jeder jetzt eine korrekte Nazi-Uniform trägt…

achternbusch

1985 hab ich mir das Buch „Wind“ von Herbert Achternbusch gekauft. Zwei Jahre später „Die blaue Blume“. Beide gab es bei Zweitausendeins. Ich habe Achternbusch nicht wirklich gekannt. Im WIND blättere ich bis heute gerne. Und auch im Künstlerhaus Katalog von 1992. Wind gehört zu den Büchern, die mich unterschwellig bis heute geprägt haben. Meine Auffassung dessen, was Kunst sein kann, was ich von ihr will, und was ich mit ihr mache.

rememberengdeng

heute um 7uhr15 aufgestanden. gegen 8uhr35 nach mainz gefahren. 11-16 workshop zum thema kaltnadel im landesmuseum mainz (im rahmen der ausstellung „max slevogts hexenküche“). gegen 16uhr35 zurückgefahren, gegen 18uhr15 wieder zuhause. müde. aufgeputscht. tolle leute. wie schon beim erstenmal. unglaublich viel energie und experimentierfreude. „du hast uns in vier stunden zu künstlern gemacht.“ – ja leute, im normalfall reicht das auch. 🙂