käse ist quark

img_4009

img_4007

Heute morgen muss ich in der Saarbrücker Zeitung lesen, dass einer der renommiertesten Kunstpreise Franzosiens Prix Marcel Duchamp heissen tut. Das ist ein bisschen so, wie wenn man bei öffentlichen Amtseidablegungen „so wahr mir Gott helfe“ sagen soll, obwohl im NT deutlich nachzulesen ist: Du sollst nicht schwören.: Prix Marcel Duchamp. Jawoll!

3xklingeln

unbenanntes_panorama520px-breit
Foto: Dirk Gebhardt
Wer das Ganze genauer betrachten will, der komme am 12.9. zwischen 14 und 19 Uhr, am 13.9. zwischen 12 und 19 Uhr, oder am 19., 20., 26. oder 27.9. zwischen 14 und 18 Uhr nach Mainz in die Neubrunnenstraße 8. Zur Walpodenakademie. Der einzige Kunstverein der Welt, der sein Programm „LEHRPLAN“ nennt. (Was mir natürlich gefallen tut.)(sehr)

mit grün

img_3991
Kann ein Gott aber „nur was Unvollkommenes schaffen, so läßt er es gescheuter ganz bleiben“. Nur eine vollkommene Schöpfung wäre eine sinnvolle Schöpfung: nur die Unterlassung der Schöpfung wäre eines „gescheuten“ Gottes würdig, wenn die Welt unvermeidlich unvollkommen ist.

img_3987
Acryl, Öl, Graphit, Leinwand, 40x50cm, 27.8.09

sonntag

23-08-09
Graphit, Tinte, Papier, 20,5×30,5cm, 23.8.09
der vogel sitzt auf einem baum (obwohl der vogel doch auch auf mehreren bäumen sitzen kann, wenn auch nicht gleichzeitig), doch wenn sie sich nicht vorstellen kann, wie ein vogel sitzt, dann sitzt der vogel auf einem baum mit seinem hintern direkt auf der krone, weil sie noch nie einen vogel gesehen hat, und schon gar keinen, der sitzt, dann sitzt der vogel auf der krone mit seinem hintern direkt, streckt seine füße nach vorne und seitlich weg, und hat einen langen hals.

samstag nachmittag zwischen wemmets- und stenn

deutschlandteller

makingthelinien

rotentsteht
alle Fotos: Dirk Gebhardt
Ein alles in allem hochspannender Nachmittag: Wie geht jemand, die nichts sieht, an ein Bild heran, das sie unbedingt malen möchte. Ganz klare Vorstellungen, sprich: ein in der Vorstellung gesehenes Bild beflügeln die technische Herangehensweise. Mit das Spannendste dabei: Ich beschreibe ständig Farbigkeit und Formen dessen, was auf dem Papier entsteht, was Silvi mit dem Satz kommentiert: Jetzt sehe ich das Bild gleich zweimal; einmal in der damaligen Vorstellung und jetzt in Deiner aktuellen Beschreibung. Ab fünf Uhr trinken wir Gin-tonic, um die Pferdebremsen zu vertreiben. Nebenan sprechen die Hühner ihr Hühnerdeutsch. Die Erfahrung in asiatischer Verteidigungstechnik führt zu einer spielerisch lockeren Pinselführung. Wird mit Sicherheit wiederholt und ist ausbaufähig. (Das Untermischen von Asche oder Grashalmen könnte auch durch eine Parfümierung der Farben ergänzt werden. Welche Gerüche verbindet man mit welchen Farbtönen?)
mehr Bilder und mehr Text

Freitagabendblätter

21-08-09_lisa
…und zum Abschluß noch ein zart gestrichenes „Portrait“.

21-08-09
das t vom Tapir wird zur Grünewald-Reminiszenz…

21-08-09_tapir
und angedenk der sehenswerten Ausstellung Vera Kattlers in St. Wendel (und Igor Dörges, angedenk aber hier nur Vera Kattlers…) taucht dann ein Tapir auf der Bildfläche auf, Technik, Größe, Datum: siehe unten.

21-08-09_3
das Ganze dann weitergesponnen zu einem Buchstabenbild mit Baum, Graphit auf Papier, 20,5×30,5cm, 21.8.09

21-08-09_rasen
mit so einem Blatt kann der Abend starten: keine Konzentration, den Kopf voller anderer Sachen, losgestrichelt, gucken, was passiert, Graphit auf Papier, 20,5×30,5cm, 21.8.09

grosses ohr mit ente

ohrundente
Graphit und Tusche auf Papier, 20,5×30,5cm, 19.8.09
Eine Postkarte aus Berlin mit einer japanischen Tintenzeichnung von LIN KIUE war Anreger für diese Zeichnung. Es sind natürlich zwei Ohren zu sehen und ein komplettes Gesicht und die Ente findet sich im Gesicht (nicht nur Dali konnte solche Tricks!).