
Graphit auf Papier, 30,5×20,5cm, 4.10.09
Skizzenbuch und permanenter Ausstellungsraum von Klaus Harth

Graphit auf Papier, 30,5×20,5cm, 4.10.09

Graphit auf Papier, 20,5×30,5cm, 4.10.09
Als Kind musste ich auch immer mit nach Saarbrücken zum Einkaufen: Sinn, C&A, PEKA, alle. Auch für mich war das furchtbar. Zur Belohnung ging es dann anschließend runter zur Saar, wo die großen Schiffe vor Anker lagen. Sowas gab es ja in Neunkirchen nicht. Später hab ich dann immer wieder versucht zu rekonstruieren, wo denn das nun gewesen sein könnte mit den großen Schiffen.
Die sinnvolle Aktion gestern war wirklich ziemlich irre: Von 12 Uhr mittags bis abends gegen halb acht wurden etwas über 400 Ausweise ausgestellt. An meiner Seite zeichneten noch Christoph Rammacher und Elodie Brochier. Macht im Schnitt ca. 135-140 Zeichnungen für jeden. Zweimal Pause von jeweils einer halben Stunde. Das letzte Set fast drei Stunden am Stück. Voilà. Die Hand blieb locker, aber bei den letzten 15-20 Zeichnungen dann doch leichte Konzentrationsprobleme. Immer mal wieder Gesichter, die sehr gut zu zeichnen waren, einige, die weniger gut gelingen wollten, Filzschreiber auf glanzlackierter Postkarte. Zwei Zeichnungen hab ich weggeworfen und neu gezeichnet. Die Menschen, die ich portraitiert habe, habe ich beim Spaziergang in den Pausen draußen wiedererkannt. Die Leute standen immer wieder Schlange, gegen Ende dann Zeichnungen fast im Minutentakt. War das noch Sport?
Aber schlussendlich unglaublich spannend: wie wird man den hoffnungsvollen Menschen auf der anderen Seite des Tisches gerecht? Wodurch unterscheiden sich die Gesichter? Sieht man ab einem gewissen Zeitpunkt überhaupt noch Unterschiede? Zeichnet man eigentlich nicht doch immer nur sich selbst?
Alle Ausweise und mit ihnen alle Zeichnungen wanderten mit den Menschen davon. Es bleibt das, was im Kopf bleibt.
Für alle, denen ich in den Kurzportraits nicht gerecht wurde, bleibt der Trost, dass auch die Pixy-Automaten (zumindest der am Neunkircher Bahnhof) nicht immer jedem Kopf gerecht werden. Zumindest letztens nicht meinem.
Und es bleibt der Dank an Beate Garmer, die mich dem liquid penguin ensemble empfohlen hat, an das liquid penguin ensemble selbst, die ihr geglaubt haben, und all den Ideen- und Geldgebern zur Unterstützung der Großregion!

heute von 11 bis ultimo: Großregionsausweise und 20 minütiger Rundgang mit Hörspiel présenté par: liquid penguin ensemble.



…ganz oben das ist nicht Stephan!!

Graphit auf Papier, 20,5×30,5cm, 29.9.09


Graphit auf Papier, jeweils 20,5×30,5cm, 25.9.09

Lack und Öl und Uhu auf Leinwand, 2-teilig, jeweils 30x30cm, 23.9.09
als Beitrag zur Geldausstellung in der Walpodenakademie in Mainz, in Kombination mit Vogel Nr. 996


oben: ein r. unten: viele rs. beide: Graphit auf Papier, jeweils 30,5×20,5cm, 23.9.09


überraschender freudiger später Besuch am ersten Tag von 3xklingeln. Dabei entstehen u.a. die beden Stempelblätter oben. Zinzi, Nani, Joshua und Helene N’Goumou.

Das ist Nadine Müller. Seit zwei Tagen wohnt sie bei uns im Briefkasten. Aber eigentlich will sie nach Berlin. In den Bundestag. Nur: Der Weg aus unserem Briefkasten in den Bundestag ist weit. Da muss sie schnell einen Ausweg finden, um das noch zu schaffen. Aber ihr Denken ist frisch, so steht es ihr auf die Stirn geschrieben. Sie knetet gerne an Basilikumpflanzen und stellt uns ihre Kochrezepte vor. Viel Frisch und viel Fleisch. War viel Fleisch nicht schlecht für wenig CO2? Aber in unserem Briefkasten wird sie auch kaum zum Kochen kommen.

Graphit auf Papier, 20,5×30,5cm 19.9.09

Graphit auf Papier, 20,5×30,5
Die unstoffelige Bedienung (Laura) meinte: „Was malstn da? Sieht aus wie ne Palme, oder auch ne Wiese. Mal doch nochn Pferd dazu, hab ich früher auch immer gemacht.“ Hab dann weitergekritzelt und einen Esel dazugezeichnet, was wohl mit den Tapiren zusammenhängt und den schreienden nächtlichen und täglichen Eseln hier in der Nachbarschaft, wo ich immer denken muss: Herz Esulein, wenn ich dran vorbeiradel. Beim Bezahlen dann: „Hast Dus fertig? Darf ich mal sehn? Was hastn da drangeschrieben: Herz Esulein? Mal mir auch eins. Das gefällt mir. Mal mir ein Pferd und schreib dann Herz Pferdelein dran.“ Das Christentum ist halt auch nicht mehr das, was es mal war. …


Graphit und Tusche auf Papier, 20,5×30,5cm, 17.9.09

Tusche auf Papier (Idee für ein Schild), 20,5×30,5cm, 16.9.09

Graphit und Tusche auf Papier, 20,5×30,5cm, 16.9.09

Erklärzeichnung, Photoshop, 400×320 pixel, 16.9.09
Eine Kaninchenschnauze kaut an einem Filmstreifen, auf welchem sie selber abgelichtet ist. Sie widerkäut den immer gleichen Filmloop, der sich, durch die Mechanik des Projektors und die Reibung mit dem Loch in der Projektionsfläche, mehr und mehr abnutzt und zerkratzt. Entsteht ein Filmriss, löscht sich das Kaninchen aus. Somit hat sich das Kaninchen verdaut, das Dinner ist beendet. (Katalogtext 3xklingeln)

Foto: Lisa Borscheid.
Und ein erster Link zu etwas, was mir natürlich gefallen hat -> hier klicken.

Deine Zeichnungen („esst mehr vögel!“ d.Red.) sind doch vogelverachtend, oder? Gibt es da ein lateinisches Wort dafür? Wir habe rumgesucht: Ornitrop klingt gut. Ornitropie auch. Aber wär das auch korrekt? Lateiner und/oder Griechen bitte frisch ans Werk: tierverachtend im allgemeinen, oder vogelverachtend im besonderen. Als Preis gibt es eine kleine vogelverachtende Originalzeichnung!
Einen gesonderten Bericht zur ausgesprochen sehenswerten Aktion 3xklingeln in Mainz kommt die Tage, sobald ich mich wieder ein wenig erholt habe. Ich ernähre mich durch Kraftvergeudung. Gestern abend war ich dann in dieser Hinsicht reichlich überernährt…