
Graphit auf farbiges Papier, 4.6.10
Skizzenbuch und permanenter Ausstellungsraum von Klaus Harth

Graphit auf farbiges Papier, 4.6.10

Graphit auf farbiges Papier, 3.6.10





Heute war es denn soweit: nach Neuaufkleben, Neumalen, Neulacken und Testen (zwei Tage Sonnenbestrahlung und fast fünf Tage Dauerregen) Wiederaufbau am Ort der Präsentation in Orscholz, Cloef-Atrium. Hoffentlich hält das nun auch die Zeit bis September durch und erstmal die nächste Woche mit geplantem Dauersonnenschein.
Beim die Schraub- und Aufstellarbeit sich anschließenden Durchschreiten des Cloef-Geländes (außerdem war Feiertag und spätestens ab 10 Uhr strömten die Busbewohner und Wanderer zur Cloef und weiter) musste ich feststellen, dass die Besatzung des Atriums die Positionierung der Bänke als flexibel begreift. Einiges, was katalogisiert, kartographiert, gemalt und abgehakt war, steht plötzlich nicht mehr da oder woanders. Auch interessant. Alles fließt. Auch in Orscholz. Auch wird fleissig gebaggert und gebessert, so dass einiges, was auf den Bildern zu finden ist, jetzt defintiv anders erscheint. Abbild und Wirklichkeit. Bleibendes Bild und lebendiges Leben. Soweit. So dings. Den Flyer kann man dort jetzt übrigens auch bekommen.
alle photografien: borscheid and me




27.5.10, Graphit auf Papier

Immer wieder werde ich gefragt, zuletzt anlässlich der Veröffentlichung von Peter Webers Flommersfeld-Phantasie. Frau M. aus B. schreibt beispielsweise: „Ist der Herr Flommersfeld real?
Oder gehört er in die Welt der Imagination.“
Ich kann sagen: Er ist real. Ich kenne ihn. Er ist mein bester Freund. Und er macht Sachen. Er hat am selben Tag Geburtstag wie Charles Darwin und Max Beckmann, um nur einige zu nennen. Natürlich ist er wesentlich jünger als die beiden.
Er macht Sachen, die man hören kann, und Sachen, die man sehen kann. Oder auch hier. Ich lese seine Sachen auch gerne vor. Und zusammen machen wir noch andere Sachen. Oder solche.
Und zum Abschluss und dem endgültigen Beweise seiner Existenz folgenden Text aus dem Jahre 1999 oder 98 oder 97?:
Vinci2
Zu Schwester Monika entwickelte ich eine besondere Beziehung. Ich wartete geduldig auf den Beginn des Morgens, darauf, daß sie mich berühren möge.
Einmal brachte sie mir ein weißes Blatt Papier und einen Stift. Sie sagte: „Lalalalala“, und deutete auf meinen Mund, dann auf das Blatt. Bald darauf ging sie und überließ mich meiner Neugierde.
Ich zog erste zaghafte Striche.
Ich dachte dabei an Flugobjekte.
Dicke Hummeln.
Bald aber merkte ich, daß mir das Zeichnen leichter fiel, wenn ich an gar nichts dachte. Der Stift bewegte sich dann fast von ganz alleine.
Als die Schwester die Ergebnisse sah, rief sie: „Mein Gott, Sie schreiben russisch!“ Sie lief aus dem Zimmer und kam mit zwei Ärzten zurück. Sie schauten sich die Buchstaben auf dem Papier an und schüttelten den Kopf.
Ich wußte nicht, was das zu bedeuten hatte.
„Alles wird wieder gut.“ sagte sie. „Alles wird gut.“
Sie weinte.



Zeichnung aus „Herr Heinz“, 2005, Graphit auf Papier, ca. 100 x 120 cm
Beim Aufräumen am Samstag wiederentdeckt. Überhaupt eine Menge Sachen wiederentdeckt: die Fortführung der Vergangenheit mit anderen Mitteln.

sa: räumen im bilderlager
so: räumen in peters haus
mo: kurz in peters haus und erneuter test „bänke“


spuren und nixspüren
spüren und nixspuren
pure nixspur
gespurt und
spuren und
nix gespart

Filzschreiber auf Papier, 20x20cm, 21.5.10


zwei Blätter aus einer abendlichen Serie, Überarbeitungen etc., Graphit und Tuschespuren auf Papier, 21.5.10

Zeichnung: Peter Weber

überarbeitete Zeichnung aus dem März, 19.5.10

Tuschen und Wachskreide auf Papier, 18.5.10



aus einer Folge von 8 Blättern, begonnen in SB während des VHS-Kurses, beendet in Wemwlr nach Beendigung desselben und Rückkehr an den Küchentisch. Tintenroller und roter Filzschreiber auf Papier, jeweils 20x20cm, 17.5.10




öl, acryl auf holz