friedrich schorlemmer aus dem gedächtnis

eben haben wir über einen radiobeitrag von friedrich schorlemmer gesprochen, der heute auf deutschandradio lief. ich wusste zu berichten, dass wir uns in meiner zeit als nachtportier in mainz einmal kurz begegnet sind, in der form von gast und nachtportier. während marlene noch im internet nach einem foto schorlemmers fahndet, mache ich das angebot: soll ich mal ein portrait aus der erinnerung zeichnen? oben isses. die anderen fanden es im vergleich mit dem foto gar nicht so schlecht. ich hatte ihn irgendwie lockiger in erinnerung…

ein anspieltipp für alle mainz-reisenden:

Gar nicht leise Brieselt der _randstifter…
Dass das Jahr zuende ist habe ich an den Temperaturen gemerkt. Nun gibt es noch Konzerte und Präsentationen der Bücher & Tonträger, die in diesem brandeiligen Jahr zwischen Mainz, Wien, Indien, New York und Europe entstanden sind
THE DASS SÄGEBETT + SK Orchester
Freitag, 06.12. 22h, Goldene Krone, Darmstadt
Unser alljährliches Konzert plus dem ersten deutschen SK Orchester, das ich ursprünglich 2009 mit Michael Durek in der Flux Factory New York aus der Taufe gehoben hatte http://vimeo.com/76447716
Art Shop & Aart Sopp
Donnerstags & samstags 16-19 Uhr bis 21.12., Walpodenakademie Neubrunnenstraße 8, Mainz
Hier gibt’s es neben Events & Suppe originelle Weihnachtsgeschenke, wie das neue antibodies/antikörper Buch (Gonzo) sowie meine Collagen daraus in 10×15 und 13×18 cm Rahmen, das ASPHALTBIBLIOTHEQUE- Buch (Ventil) oder das LOST & FOUND IN EUROPE- Buch + CD (Alrealon Musique) und noch viel mehr…
Extraspontaneous Flux Songwriting, Samstag 07. und 21.12. 16-19 Uhr,
während den Ladenöffnungszeiten performe ich Euch auf Wunsch & Bestellung ein persönliches fluxives E.F.S.- Lied zum mit nach Hause nehmen…
Watercoloured Well, Donnerstag, 12.12. 20 Uhr
Improvsession mit Brandstifter, Ingmar Ehlers, Dirk Hülstrunk, Johannes Lauxen, Tanja Roolfs und Livezeichnerin Baba Rößler
Dr. Treznok + C Sa-21 (= ALLE), Donnerstag, 19.12. 20 Uhr
Orgeln & Singen mit Dr. Treznok und the artist formally known as Brandstifter live vom Bügelbrett (T.a.f.k.a.B.l.v.B.)
MEULENKRACH
Samstag 14.12., 20:30 Uhr, K.O.K.- Roachhaus, Richard Wagner Straße 78, Kaiserslautern
Noise & Performance von Brandstifter und DIE POPGRUPPE SUPERSTOLK
POP HITS
ArtSpace-RheinMain, Halle für zeitgenössische Kunst, Ölhalle Hafen 6, 63067 Offenbach
Noch bis 15. Dezember 2013!
The Medicine Show
Artist & Scientists panel, Curator: Maddy Rosenberg, Freitag 13.12., 18:30 Uhr, CENTRAL BOOKING, 21 Ludlow Street, New York
Noch bis 12. Januar 2014, Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag, 12-18 Uhr
Film mit Brandstifter SUPERHIGH ohne Drogen
auf http://superhigh.arte.tv/
Vote 4 Stifter!

Das war’s dann mit dem V.E.B. Freie Brandstiftung 2013 – Alles Gute & see you next year!

last drückermann

heute bei mir als E-Mail eingetrudelt:

Nie war Werbung so knapp:

 Donnerstagzimmer!

 Die Ausstellung im Dezember: „Fische und andere Ovale“

 Jetzt am Donnerstag, dem 5. Dezember um 18 Uhr!

Weitere Termine: 12. und 19. Dezember, jeweils 18-21 Uhr

und nach telefonischer Vereinbarung: 0681 / 383 77 439

 Seid recht herzlich willkommen!

Christoph Rammacher

Mainzer Straße 31 Saarbrücken

 

und dann ist das Jahr zu Ende

und das Donnerstagzuimmer hat Januar und Februar geschlossen.

Kunst hassen

„Kunst hassen“, so heißt das kleine Bändchen von Nicole Zepter, von dem ich mir zwar ein wenig mehr versprochen hatte, dass aber trotzdem die ein oder andere Wahrheit gelassen ausspricht, die mir das Treiben meiner Kolleginnen und Kollegen teilweise ein wenig verleidet. So waren wir (L. und ich) denn am Sonntag nach dem Abbau der MY WIFE IS A LITTLE KRÄNK-Präsentation noch ein wenig Schuman-Preis gucken. Vorab: Mein Preisträger wäre Jeff Desom gewesen, von dem einige Filme zu sehen waren -> http://main.jeffdesom.com/ . Das ist eigenwillig, nicht alles auf gleichem Niveau, aber interessant und teilweise berührend. Er findet spannende eigene Bilder und macht auch aus Hitchcocks „Rear Window“ was Neues und Eigenes. Interessant und eigenständig fand ich auch die Malerei von Sebastian Böhm. -> http://www.sebastianboehm.eu/ Ein Maler, der sich bei der Arbeit nicht nur Gedanken um Malerei macht. Auch die aufgeklappten singenden Weihnachtskarten einer Judith Spang müssen mir natürlich gefallen. Glücklicherweise durfte ich es noch hören, irgendwann sind die Batterien alle und Stille wird den Raum fluten…Da muss Christoph Tewes schon ganz schön pusten als akustischer Part bei Sounds like Paint, um dagegen anzustinken. Ökonomie der Mittel war für mich immer ein Qualitätskriterium. Die Vergabe des Preises für die Arbeiten von Elodie Lanette (Elodie die Nette) fand ich nicht gerechtfertigt. Das ist eine Kunst, die sehr viel Platz lässt, um ziemlich viele Theorien drüberzuziehen, was ja Kunsthistorikern (und auch manchen Kritikerinnen) gut gefällt, weil sie dann etwas nachvollziehen und schön einordnen können. Ich fand das alles etwas blutarm; Wer da jetzt unter den Tüchern rumkrabbelt, ob das jetzt Männlein oder Weiblein, eins oder zwei sind, wann die gefüttert werden -> das wird mein Leben kaum verändern. Das tut nicht weh, das birgt keine bahnbrechende Erkenntnis. Das ist vielleicht formal konsequent und still, aber: so what?  Existenzielle Dimension: 0. Gehobenes Unterhaltungsdesign. Frau Dottoressa Sabine Graf hat die Preisträgerin von 2005 damals mit einer üblen Schimpftirade bedacht. Die Schlagzeile, für die sie zwar nicht verantwortlich zeichnet, die sie aber im Text nahegelegt hat, lautete: 10.000 Euro für’s Verkleiden. Ich fand Margit Schäfer damals aber berührender als die jetzige Preisträgerin, weil es da durchaus auch um existentielle Fragestellungen ging. Das nur mal so kurz am Rande. So als weitere kleine Hassübung.