ast und wolken
3 von gestern (davon 2 überarbeitete von den tagen zuvor)
raumkonzepte
denk
Gestern abend in der Aufführung des Schauspielclubs des Saarl. Staatstheaters. Felicia Zeller: „deutsches hysterisches museum“. Premiere in der Inszenierung des Schaupielclubs.
Wie immer bei Laienspielgruppen: Man hat Lust am Spielen, aber nur die wenigsten können es. Das hat im letzten Jahr besser geklappt, in diesem Jahr zeigen sich die Wahrnehmung des Stückes beeinflussende Mängel. Es gibt einige wenige, die ihrer Rolle eine Gestalt geben, ihr Leben einhauchen, wo man das Gefühl hat, hier geht es um etwas. Andere kämpfen leider sehr mit ihrem Text, und man fragt sich, was sollte mir dieser Dialog, diese Szene hier jetzt eigentlich mitteilen. Das fragt man sich übrigens bei dem ganzen Stück. Soviel verschenktes Potential, kein einziger Gedanke wird vertieft, alles nur angeschnitten und sprachlich gibt das auch nur in den allerwenigsten Fällen etwas her. Eine Menge unzusammenhängender Szenen, die einem ernsten Thema, das man durchaus auch hätte klamaukhaft auf die Spitze treiben können, was das Stück aber nicht tut, so dass alles ziemlich wischiwaschi bleibt. Was in der Erinnerung bleibt, sind zwei bis drei doch berührend gespielte Einzelszenen und ein einziger Regieeinfall: wie Claudius (hieß er so?) und Klaus nach jeder ihrer Szenen zusammen auf dem Skatebord wieder zu ihren Sitzplätzen fahren, verquer stehend und die Arme wie ein Engel ausbreitend.
Letztes Jahr war ich zweimal hintereinander in der Aufführung des Schauspielclubs, weil es so mitreißend war. Nächstes Jahr bitte wieder ein besseres Stück!
mann und erdbeere
hldn
2 Köpfe
1419
veranstaltungstipp
Bereits im letzten Jahr hat mich eine Einladung zu einer Aufführung des Theaterclubs erreicht. Und dann war ich gleich zweimal hintereinander in der Vorstellung. Die sind gut. Am Freitagabend bin ich auf jedenfall auch dort zu finden und bin gespannt, was in diesem Jahr auf die Bühne gezaubert wird.
Theateraufführungen des Schauspielclubs
vom Saarländischen Staatstheater Saarbrücken
Deutsches Hysterisches Museum
Von Felicia Zeller
Wir sterben aus. Wer kennt sie nicht, die unheilvollen Prognosen, die vom unumkehrbaren
Ungleichgewicht zwischen jung und alt künden. Pro Frau werden nur noch 1,35 Kinder geboren,
während wir dank modernster Gesundheitsforschung immer älter werden. Wie sieht unsere Zukunft
aus? Felicia Zeller bietet in „Deutsches Hysterisches Museum“ einen amüsanten Einblick in das
Deutschland von morgen: Jugendwahn wird von Alterstollheit abgelöst, rüstige
Pflegeheimbewohner betreiben einen boomenden Versandhandel für Kunstbärte und Runzelstifte.
Männer fühlen sich aufgrund der vielen künstlichen Befruchtungen überflüssig, während Frauen die
Fortpflanzung sichern, Geld verdienen und ihre Eltern pflegen müssen. Dennoch bemüht sich die
Familie einer Reality Show darum, ihr Ideal einer glücklichen Familie zu verbreiten. Jeder sehnt
sich nach Anerkennung, um die eigene Vergänglichkeit zu besiegen, auch wenn dazu das erste Ein-
Personen-Museum der Welt errichtet werden muss.
Augenzwinkernd karikiert Felicia Zeller unseren Hang zur Hysterie und beruhigt: Auch in der
Zukunft gibt es eine Zukunft. Ihr fragmentarisches Szenario ist ein unterhaltsames Plädoyer für die
Notwendigkeit von Nächstenliebe statt Egoismus in einer endlichen Welt. (Quelle der
Inhaltsangabe: http://theaterblauerstern.de/index.php/produktionen/dhm) !
Wann?
Freitag, 19. Juni und Sonntag, 21. Juni 2015, jeweils um 20:00 Uhr
Wo?
Neue Probebühne I, Eschberger Weg 65
Anfahrt: Saarbahn-Haltestelle „Römerkastell“. Von dort aus geht man
den Eschberger Weg bergauf. Auf der linken Seite kommt dann
irgendwann eine Hofeinfahrt. Unten im Hof befindet sich ein Parkplatz
und dahinter rechts in der Ecke der Theaterraum (siehe Fotos unten).
Der EINTRITT ist frei!
!!!
gross und klein
Seit ein, zwei Wochen arbeite ich an sogenannten Heften, u.a. einem Heft mit dem Titel NEUBAU, collagiert und überzeichnet mit Fotos aus einem Neubaugebiet hier im Nachbarort. Die Fotos ausgedruckt auf Transparentpapier. Auch die Hefte selbst sind aus dünnem Transparentpapier.
Parallel dazu entstehen größere Zeichnungen, ca. 72×105 cm, Öl und Graphit ebenfalls auf dieses Papier.



12.6.2015
senza titolo
ornette coleman
neubau
se
wenn du weißt, wo du bist, kannst du sein, wo du willst


























