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eben, bei der Suche nach etwas anderem, ein kleines Objekt gefunden, dass seine letzte Ruhe als Türstopper bei PAFF the magig gefunden hat, wenn es auch nicht dafür gemacht war. die Türstopper waren ein Beitrag von FABIAN KNÖBL

aus gegebenem Anlass:

Leute passt auf: Wer sich ernstlich auf den sogenannten „gesunden Menschenverstand“ beruft, der hat bei mir ein ernstliches Problem, zukünftig noch ernst genommen zu werden.

Der „gesunde Menschenverstand“ ist ein sich in die Tasche lügen. Der „gesunde Menschenverstand“ meint nichts anderes als die eigene Meinung. Nichts sonst. Und er impliziert, und dies ganz leise, ohne dass es ausgsprochen oder vielleicht auch nur bewusst gedacht wird, dass es wohl auch ein Gegenteil geben muss: Und das wäre dann vielleicht so etwas wie der „kranke Menschenverstand“, zumindest aber der ungesunde. Die eigene Meinung wird als das Normale installiert, alles andere, das also, was man nicht versteht oder begreifen kann, als das, was folglich auch nicht das Normale sein kann. Ich bin das Gesunde, die anderen kann ich nicht verstehen. Und gell: das kannst Du auch nicht?!

Der „gesunde Menschenverstand“ heischt nach Gemeinsamkeit.

Er will Bestätigung der eigenen Beschränktheit.

Folglich lässt sich alles und jedes als „gesunder Menschenverstand“ deklarieren.

Dass Windräder der falsche Weg sind, sagt einem doch der gesunde Menschenverstand. Dass man doch besser mit dem Auto zur Arbeit kommt, als stundenlang im Zug zu sitzen: gesunder Menschenverstand. Dass man doch die Kinder mit dem Auto zur Schule bringen muss, da sie zu Fuß gehend durch den vielen Verkehr doch viel zu stark gefährdet sind. Dass man die Wirtschaft nicht zugunsten der Umwelt schädigen kann. Dass es doch ein Unsinn ist, Verbrecher durchzufüttern, statt wie früher kurzen Prozess zu machen.

Fuck off, gesunder Menschenverstand.

Ich wäre ja über einen ganz normalen, süßen, kleinen, gesundheitlich neutralen Menschenverstand schon ganz froh.

Völlig gesundheitsneutral.

 

7 Bücher (7)

Am 14.4.1989 gekauft. Beuys war mir fremd. Aber er hat mir keine Ruhe gelassen. In Tübingen in der Ausstellung war ich nicht. Aber ich habe unbesehen ein Buch für knapp 85,- DM bestellt und erworben (viel Geld für mich damals), weil ich es wissen wollte. Voilà. Gesehen hab ich den Secret Bloc einige Jahre später im Hamburger Bahnhof in Berlin. Für mich inzwischen ein Stück Wurzelwerk.

7 Bücher

„Nicht die Dinge verwirren den Menschen, sondern die Ansichten über die Dinge“

Dies ist als Zitat dem Roman Tristram Shandy vorangestellt, was mich unmittelbar zu Epiktet geführt hat. Meine erste Ausgabe war nicht die hier abgebildete, sondern ist eine Büchergilde-Ausgabe (zusammen mit Marc Aurel), die ich 1988 gekauft habe. Marc Aurel habe ich immer wieder angesetzt: geht mir nicht bei. Dieses Reclam-Heft habe ich gekauft, um es, mit dem Honecker-Portrait verziert, meinem Honecker-Museum 2004 einzuverleiben. Tristram Shandy ist eines der wenigen Bücher, die ich auch nie fertig gelesen habe…

7 Bücher (4)

hier ist der zeichenblock-Besucher eindeutig im Vorteil: auf facebook habe ich nur das Cover ohne Buchrücken gepostet, so dass man nur ein Buch sieht, aber nich wissen kann welches. Hier kann man es lesen: Karl-Ove Knausgård: KÄMPFEN (= der fünfte Band des im norwegischen Originals betitelten min kamp). Zum erstenmal gelesen 2017, ausgeliehen in der Bibliothek. Das ganze Ding steckt aber so voller Ideen, Beobachtungen und Gedanken, dass ich ein eigenes Exemplar gebraucht habe zum Unterstreichen, Hineinschreiben und Stellen markieren.

„…An nichts davon hatte ich gedacht, als ich schrieb, weder an die Darstellung der Wirklichkeit noch an die Präsentation oder Intergrität meines Vaters, alles passierte intuitiv, ich begann mit einer leeren Seite und dem Willen zum Schreiben, und ich endete mit diesem bestimmten Roman. Darin liegt ein Glaube an das Intuitive, das so gut wie blind ist, und daraus lässt sich sowohl eine Poetik wie eine Ontologie ableiten, glaube ich, denn für mich ist der Roman eine Form des Denkens, radikal anders als die Form des Denkens in Essays, Artikeln oder Abhandlungen, weil im Roman die Reflexion der Erkenntnis nicht als Mittel übergeordnet, sondern anderen Elementen gleichgestellt ist.“


„…die Wiederholung ist der Schlüssel zur Kontrolle. …“

Die anderen vier Bände sind übrigens auch nicht schlecht.