monochrom blau

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Das, was für mich an Christoph Schlingensief am überraschendsten war, war eine Fernsehsendung, wo er sich mit Helge Schneider getroffen hat, und die beiden zusammen im Straßencafé sitzend ein Bier getrunken haben. Oder war es am überraschendsten, dass Helge Schneider mit Christoph Schlingensief ein Bier getrunken hat? Anschließend, oder vorher, haben beide zusammen die Mutter des einen oder die Mutter des anderen besucht. So genau habe ich das nicht mehr in der Erinnerung.
Die Kirche der Angst.
Christoph Schlingensief ist tot. Seit gestern. Toter als Sigmar Polke zum Beispiel. Toter als andere allemal.

Von den Dingen stehen die einen in unserer Gewalt, die anderen nicht. In unserer Gewalt steht: unsere Meinung unser Handeln, unser Begehren und Meiden – kurz: all unser Tun, das von uns ausgeht.
Nicht in unserer Gewalt stehen: unser Leib, unser Besitz, Ansehen, äußere Stellung – mit einem Worte: alles, was nicht unser Tun ist.
Epiktet.

Wir werden den Himmel beobachten!

ihr menschen, kauft postkarten!

…zum Beispiel diese 4:
Lisa Borscheid „Beduine“
lisabeduinepk

Klaus Harth: „Was man mit 50Mio noch so alles machen kann…“
geldpostkarte

Klaus Harth: „Die lachende Hausfrau“
dielachendehausfrau

Klaus Harth: „FATAL ERROR“
postkarte-fatalerror

DANKE!

in einer zahl kann man nix tun

knappschaftssprache
Kann mir das mal jemand erklären? Ich habe nichts gegen das Englische, nichts gegen schöne und weniger schöne Fremdwörter, nichts gegen Sprachveränderung; aber bei dem um sich greifenden Gebrauch des Anglizismus „in + Jahreszahl“ habe ich immer das Gefühl, es kratzt jemand rückwärts mit der Gabel über den Teller. Und ab sofort kann ich denjenigen, der dies von sich gibt und/oder schreibt nicht mehr ernst nehmen. Es funktioniert nicht. Disqualified, tuttokompletti. Und wenn ich mich noch so gerne bei der Knappschaft versichern würde: das ist verschissen. Nehmt ein wenig Rücksicht auf in dieser Hinsicht hypersensible Menschen (auch wenn ich der einzige sein sollte, wie es scheint…) und merkt es Euch: In einer Zahl kann man nix tun!

abend ohne spätherbst

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abendliche Zeichnungen, 11.8.10, Öl und Graphit auf Papier, jeweils 32x46cm
Nachmittags gab’s ein Set aus vier Portraitzeichnungen, ebenfalls Öl auf Papier.

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Öl und Lack auf Malpappe, Durchmesser 30cm, 5.8.10

Werner Spies spricht:

„…, der sich ein Leben lang mit Dingen beschäftigt, dass er sich nicht einbildet, eine definitive Antwort oder sogar eine definitive Beschreibung für das gefunden zu haben, was er vor sich hat. Es ist anthropologisch und soziologisch in jeder Hinsicht für mich die interessanteste Feststellung, dass im Laufe von Jahrzehnten meiner Beschäftigung mit Menschen, Phänomenen und Problemen jedes Mal eine kleine oder größere Modifikation und vielleicht sogar eine Mutation sein können. Es hat nichts mit Spieltrieb zu tun, wenn ich heute über jemanden wie Kiefer anders schreibe als vor zwanzig oder fünfundzwanzig Jahren. Dem liegt die Erkenntnis zugrunde, dass wir heute Kunst und Phänomene anders beurteilen können als noch vor Jahrzehnten. Es ist nicht nur legitim, sondern die Grundlage unseres dialektischen Verhaltens, dass wir ständig in Frage stellen können, was wir einmal als gültiges oder definitives Urteil formuliert haben. …“
(in KUNSTFORUM Nr. 203, S. 389)