gesterday

auf dem Weg zum Sali e Tabacchi gesterday folgenden Anschauungsunterricht genossen: man(n) kann pissen und telefonieren gleichzeitig – > Multitaskingscheiß (naja, ganz soweit dann doch noch nicht…)sk_13-11-16smartpisser-netz

 

musique, musique, je fais de la musique

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Mein erster Kompositionsauftrag: POLYNEUROPATHIE – ein Krankheitsbild in 5 Symptomen für Bass, Cello und Viola. Uraufführung – wenn alles klappt – am 1.12. in der Schninkelkirche in Bischmisheim.

 

VOGEL UND GEGEND

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eine Ausstellung mit Zeichnungen, Malereien und Sonstigem im Sali e Tabacchi in der Feldmannstraße 144 in Saarbrücken. Eröffnung jetzt am Volkstraurigkeitstag, 13.11. um 17 Uhr.

augenwischen

Es gibt Musik, die verklebt einem so die Ohren, dass man nachher dringend Albert Ayler hören muss oder DEAD WEATHER. Irgendwas, was die Ohren wieder freispült.

Und sowas gibt es auch in der Malerei. Toll, supertoll gemalte Bilder, die einem aber das Hirn verkleistern, die dazu noch so tun, als ginge es um etwas, aber es geht um nichts als Malerei. Das mögen die Leute, denn darin kann man prima schwelgen. Man bekommt was geboten. Und wenn man selbst was im Kopf mit sich rumträgt, dann bietet es prima Projektionsflächen, um alles darin sehen zu können, was man gerne drin sehen möchte. Sogar versteckte Bösartigkeiten und Gesellschaftskritik.

Großartig. Groß und artig. Es bleibt die Erinnerung an großartig gemalte Malerei aber kaum ein Bild bleibt hängen. Ich darf so bleiben wie ich bin. Was will man mehr.

 

kleine momente des glücks

dscn4962 dscn4963Heute arbeite ich den ganzen Tag über an Portraits aus dem Umfeld des Cabaret Voltaires. Von Hans Arp finde ich so unterschiedliche Fotos, dass sich nicht wirklich ein Empfinden für das Gesicht einstellen will. Ich entscheide mich dann für ein Foto aus Ascona, wo er u.a. zusammen mit Sophie Taeuber-Arp im Lage Maggiore sitzt. Das ganze kombiniere ich auf einem Blatt, auf dem sich schon ein kleinwenig gescheiterter Versuch nach einem Foto Arp mit Pfeife befindet. Die Zeichnung finde ich gar nicht mal so schlecht als Zeichnung, aber ich bin mir nicht sicher, ob das als Arp durchgeht.

Heute abend suche ich dann nach einem Taschenbuch mit Arp-Gedichten, das ich 1985 gekauft habe, in der Hoffnung, dass ich dort vielleicht noch ein aussagekräftigeres Foto finden werde. Was ich auf jedenfall dort finde ist die Abbildung eines Portraits, das Richard Huelsenbeck von Hans Arp angefertigt hat. Und es ist unglaublich: In meiner Zeichnung habe ich die Nase auf eine recht exaltierte Art gezeichnet – und bei Huelsenbeck sieht sie ziemlich genauso aus, die gleiche Kurve, nur genau andersrum. Die gleiche grafische Lösung! Und auch die Augen als zwei ähnlich gesetzte Punkte wie bei mir! Ohne es zu wissen! Knapp hundert Jahre später.