lunatisch

letztens abends auf dem Spaziergang: Mond sich im Schlamm spiegelnd. Fast ein japanisch anmutendes Bildthema. vielleicht folgt dem noch ein nachbereitendes Tuscheblatt…

radici

Auf meine Frage, wo man seine Wurzeln in der Kunst sehe, antwortet die Berliner Zeichnerin Susanne Haun sehr überraschend anders, als erwartet.

 

Bene. Also aus dieser Kiste hätte ich auch noch etwas anzubieten. Pflanzenstudien aus der Zeit um 1987. Und tatsächlich handelt es sich auch bei mir um Wurzeln, ohne die das Folgende nicht möglich gewesen wäre. Wie auch immer. Man muss diese Wurzeln jetzt ja auch nicht bis ins Detail freilegen. Hier ein kleiner Stammbaum von Einflüssen und Animositäten.:

vom wahren formwahren und formwaren. von waren. von und zu, waren zu sein und sind:

die guten:

  • diter rot.
  • gerhard richter(!)
  • rosemarie trockel.
  • ernst jandel! (wenn ich es mit dem dichten nicht gemacht hätte, hätte ich es auch mit etwas anderem machen können)
  • john cage! (ich habe nichts zu sagen und das sage ich)
  • friedrich dürrenmatt.
  • f.m. dostojewski.
  • strawinsky.
  • melchior d’hondecoeter
  • innoue yu-ichi. (die blätter zum bombenangriff auf tokio)
  • hokusai. (die 100 ansichten des berges fuji)
  • arnulf rainer!!
  • josephus beuysius. (darmstädter block – secret bloc for a secret man in ireland)
  • bartlebooth (das leben – eine gebrauchsanweisung)
  • david hockney (so einfach kann alles sein)
  • alberto giacometti (der baseler giacometti-raum)
  • max ernst (sie sind zu lange im wald gewesen)
  • fernando botero
  • rené magritte (vorläufer von marcel brodthaers)
  • lovis corinth
  • martin kippenberger
  • velasquez
  • goya
  • edvard munch
  • girogio morandi
  • günther uecker
  • yves klein
  • lucian freud
  • vermeer (das wiener bild)
  • des jüngeren holbeins christus in basel
  • ferdinand hodler (die bilder der sterbenden Valentine Godé-Darel)
  • grünewald in colmar(.) (das beste bild der welt)
  • rupprecht geiger. (erste “aha-ausstellung”)
  • dubuffet(!die Zeichnungen)
  • Xu Bing
  • Baselitz
  • tony cragg (ein denkender bildhauer)
  • mark rothko
  • saul steinberg !
  • sturtevant
  • max frisch (dazu musste ich erst mal älter werden)

 

 

die mit mir nicht sprechenden:

  • frans hals
  • ernst ludwig kirchner
  • ernst wilhelm nay
  • emil nolde
  • w. kandinsky
  • robert rauschenberg
  • sean scully
  • franz kline
  • isa genzken

 

die zwie-gespaltenen:

  • max beckmann (zeichnungen und skizzen direkt vor dem motiv)
  • horst janssen!
  • sigmar polke!
  • francis bacon(!)
  • chaim soutine
  • bill viola

 

(alle mit einem . gaben entscheidende impulse zur rechten zeit. alle mit ! waren anstoß zu einer intensiven auseinandersetzung)

lessing

Die Berliner Zeichnerin Susanne Haun hat eine schöne kleine Sonntagsdiskussion angestoßen. Finde das eine interessante Fragestellung. Deshalb hier der link! LESSING

“Nicht jeder Kunstrichter ist ein Genie, aber jedes Genie ist ein geborener Kunstrichter. Der wahre Kunstrichter folgert keine Regeln aus seinem Geschmacke, sondern hat seinen Geschmack nach den Regeln gebildet, welche die Natur der Sache fordert.”
Gotthold Ephraim Lessing

Ich denke über das Zitat nach und beginne die Diskussion.
Was sagt ihr dazu?
Das Zitat hat mit “sehen lernen” zu tun.
Nicht nur das was abgebildet oder dargestellt ist sondern auch das, was das Bild im Betrachter imaginiert.

“… nach den Regeln gebildet…” – was sind die Regeln?
Eine Regel betrifft sicher die Qualität, die es zu erkennen gilt.
Wie wird ein Bild analysiert: Form, Farbe, sozialer Kontext, Gender, Ikonografie…..