achtuhr


ebenfalls ein Blatt mit Kuchenkrümelresten und dann heute morgen wach werden, nach rechts aus dem Fenster gucken, und da sitzen eigentlich jeden Morgen Vögel, als hätten sie zuviele Western gesehen. Der richtige Zeitpunkt für einen Showdown. Achtuhrmorgens.

krümelhandjunge

Gestern mittag gab es im Kurs Käsekuchen. Macht natürlich Krümel. Nun kommt der Wunsch nach Krümel und Kuchenstück-Zeichnung zum falschen Papier und dem falschen Stift. Abends am Bahnhof dann ein Präpubertierender mit Handy (der Zugang zur Welt erfolgt nicht über Krümel, sondern über die Fingerspitze) und zuhause ein Edding. So wurden die Blätter ergänzt und so sieht’s dann jetzt aus. Zugang zur Welt über Umwege.

mischteile

Jürgen Küster hat dieses kleine Büchlein zusammengestellt, das ich hiermit des Blätterns anheimgeben möchte.
Wir hatten vor einiger Zeit begonnen, uns gegenseitig mit elektronischen Zeichengeräten erstellte Zeichnungen hin unf her zu schicken, um sie zu ergänzen, zu bearbeiten, zu verändern. Ein lustvoll-spielerischer Prozess, der sich an unser Fehler-Projekt angeschlossen hat. An einem bestimmten Punkt war der Reiz vorbei und Jürgen hatte die Idee, in einem Büchlein Zeichnungen aus dieser Aktion mit anderen Arbeiten, die unabhängig davon entstanden sind, zu kombinieren. Das ist jetzt dabei herausgekommen. Jeder von uns hat Vorschläge für entsprechende Doppelseiten gemacht, Jürgen hatte die Endredaktion und ich finde, das kann sich schön sehen lassen!

glück – schicksal – wahrheit

so meinte doch letztens jemand, endlich habe sie es erkannt: jetzt wären das glück, das schicksal und die wahrheit ganz auf ihrer seite. was die menschen gerne halt so glauben. da arbeitet man sich jahrelang daran ab, die dinge zu hinterfragen, die zwischentöne zu lokalisieren, die begriffe zu bestimmen, die wahrnehmung scharf zu stellen und was derer dinge sonst noch welche sind, und dann schlägt einem diese gewissheit entgegen.

oben eine von mir in plötzlichem erkenntniswahn wahrgenommene wahrhaftige und einzig mögliche darstellung des schicksals. vielleicht sollte man sich nochmals mit der tradition der allegorie beschäftigen? ach nee, non m’interesse.