die vergangenheit kommt vor der zukunft

Mittwochmorgen, 10Uhr30, Eissporthalle Schwennigen: Außer mir will um diese Zeit keiner Schlittschuh-Laufen: Eine komplette, frische und unberührte Eisfläche ganz für mich alleine. Schlittschuhlaufen ist eine der schönsten Arten, sich von hie nach da zu begeben und wieder zurück, seitwärts, vorwärts, rückwärts. Aber das ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht passiert: außer mir keiner da. Ich muss auf keinen aufpassen, außer auf mich selbst. Und es kam auch keiner mehr dazu. Und am Schluss: alle Spuren waren von mir. Auch eine Zeichnung. Leider hatte ich keinen Fotoapparat dabei, so dass Ihr Euch das vorstellen müsst.

 

für alle Wiesbadener und Wiesbadenerinnen und solche, die es waren oder werden wollen: heute abend vor noch nicht ganz ausverkauftem Haus!

https://www.kulturstaette-montabaur.de/archiv-galerie-berichte-veranstaltungen.html

Do. 7.11./ 19:30 Uhr

Lesebühne Monta

Hier geht es um livehaftige Literatur-Perormance. Viermal im Jahr heißte es „Bühne frei!“ für alles rund um Spoken Poetry. Getaktet, getuned, experimentell, witzig, fantastisch und in jedem Fall 3D. Gastgeberin ist die Theater-, Varieté- und Literaturfrau Daniela Daub. Als Host und Performerin ist sie Teil des Abends rund um Sprache. Beim Start-Abend ist das Wort-Klang-Duo Stephan Flommersfeld und Klaus Harth zu Gast.

http://www.stephan-flommersfeld.de/home/start.html

https://www.zeichenblock.info/arbeitstagebuch/musikschaffen

Stephan Flommersfeld und Klaus Harth stemmen sich gemeinsam gegen apokalyptische Vorboten: In ihrem Programm „Reha“ kämpfen sie sich durch die Vexierbilder einer schwankenden Wirklichkeit, deren desorganisierende „Wahrheiten“ selbst Superhelden verzweifeln lassen. Dabei treibt sie nicht die Lust an der Demaskierung sondern die Hoffnung auf die verbindende Kraft der Poesie.

 

one satz samba

Da gibt es mal wieder, wie jedes Jahr, die Ausschreibung für den Kunstpreis der Sparkasse Karlsruhe. Thema in diesem Jahr: „Witz und Ironie“. Da könnte man ja durchaus auf den Gedanken kommen, mal ausnahmsweise bei dieser doch mehr als fragwürdigen Veranstaltung etwas einzureichen. Und wenn man dann weiterliest, dann steht dort: Einreichung eines Werkes. In Worten: eines! Und eigentlich beginnt doch dort schon den Nonsense: Man stelle sich einmal vor, man vergibt einen Literaturpreis und gestattet den interessierten Autoren, einen einzigen Satz einzureichen. Das muss dann reichen. Ach, haut mir doch alle ab!

TOTAL SCHÖN, IRGENDWIE

https://www.vhs-saarbruecken.de/programm/kultur-und-kunst/kurs/Ein+interaktives+Zeichen-+und+Collageexperiment/nr/AG2406/bereich/details/kat/52/?Contrast=14#inhalt

Im VHS – Programm leider ein bisschen ungeschickt angekündigt als „interaktives Zeichen- und Collageexperiment“ (wer will bei sowas denn teilnehmen?), so handelt es sich doch dann eher um unser schon erprobtes TOTAL SCHÖN, IRGENDWIE – DING, das in Bosen und an anderen Orten schon super gelaufen ist: eine geistig-bildnerische Frischzellenkur par excellence. Also: 2 Tage Erfrischung pur, auch für den November durchaus geeignet. Wir arbeiten zeichnerisch und malerisch und collagierend alle auf gemeinsame Blätter. Man beginnt, und wenn man dann mit dem Blatt nicht mehr weiterkommt oder es eine hübsch gelungene kleine Provokation findet, dann legt man es auf einen Tisch. Auf diesem Tisch liegen alle Blätter, die von allen anderen weiterbearbeitet werden dürfen. Hält man ein Blatt für fertig, dann hält man es in die Höhe und fragt in die Runde, wie die anderen das sehen. Und wenn alle denken: da gibt es nichts mehr zu tun, dann kommt das Blatt auf den Stapel der fertigen Bilder. Was ist ein Bild? Was kann ein Bild sein? Wieviel von den anderen ertrage ich? Das alles sind so fragen, die unsere eigenen Vorstellungen recht flott über Bord spülen. Also: Ran an den Speck. (Auch für Vegetarier geeignet.)

ORANGERIE

Ideen verbreiten sich wie Gelächter: durch Ansteckung.
In diesem Sinne beenden wir die Ausstellung BOTANISCHER GARTEN BURBACH – die unvergänglichkeit ist unzulänglich durch eine gelesene Versammlung verschiedener Texte und Textfragmente, denen wir im Zusammenhang mit Vorbereitung und Durchführung dieser Ausstellung begegnet sind. O-Töne und vor Ort erzeugte Töne ergänzen das Geschehen.
Der Geschmack ist nicht immer so, wie die äußere Form es erwarten ließe.
In diesem Sinne erwarten wir die geneigten Zuhörerinnen und Zuhörer und entlassen sie hoffnungsfroh in einen Zustand fortgeschrittener Ungewusstheit.
Das Betreten von Brachen und das Mitbringen eigener Geräusche-Erzeugungsmöglichkeiten sind nicht untersagt.
19 Uhr im Kulturverein Burbach.