O S T E R R R E N

so viel in das Theaterprojekt untergetaucht in den letzten Wochen, dass ich gar nicht mehr weiß, wie es ist, ohne Auftrag zu zeichnen … Hier also eine nachgetragene Osterzeichnung (eigentlich eher so was wie Karfreitag, aber ohne Freitag kein Ostermontag). In diesem Sinne.

Zitatewitsch

Lese ich eben auf facebook. Ein Kommentar von Joann Sfar.

 

Jeunes artistes, si vous gardez en tête que le dessin est une écriture, vous survivrez à toutes les révolutions technologiques. Ne lâchez pas le crayon et le papier. Choisissez les outils les plus simples: une plume noire pour le trait et faites tout à la main. Plus que jamais le public est avide de voix humaine votre trait c’est votre voix. Quarante ans a subir du sample et de l’autotune et je n’ai jamais autant aimé Brassens. Avoir peur des inventions technologiques c’est un aveu de faiblesse, je crois. Nous ne sommes pas en compétition avec les machines. Au contraire elles renforcent notre singularité…à condition qu’on ait quelque chose à dire. Travaillez votre voix et votre trait. Le „ce qu’on te reproche, cultive-le“ de Cocteau.

Was man Dir vorwirft: kultiviere es!

 

ces

Berlin Anfang März war die Anregung, Ces Nootebooms „Rituale“ wiederzulesen. 1993 gekauft, am 16.2.1993. Und zwar in Karlsruhe. Warum in Karlsruhe? Daran habe ich keine Erinnerung mehr. Ich könnte es aber nachschlagen. Der Roman hat drei Teile. „Intermezzo“. „Arnold Taads“. Und „Philip Taads“. Sie spielen 1963, 1953 und 1973. Wie gesagt: 1993 gekauft. Und 2023 wiedergelesen. So was mag ich. Zahlenmystik ohne tiefere Bedeutung.

„Inni stöhnte unhörbar. Die siebziger Jahre. Kaum hatten sie die Kirchentür hinter sich zugeschlagen, da krochen sie schon wie die Bettler irgendeinem Guru oder Swami zu Füßen. Endlich waren sie allein in einem schönen, leeren Universum, das über seine selbstgemachten Schienen rasselte wie ein Zug ohne Lokomotivführer, und aus allen Fenstern schrie man um Hilfe.“