
Skizzenbuch und permanenter Ausstellungsraum von Klaus Harth


seit kurzer zeit habe jetzt auch ich – nach langen jahren der entschiedenen komplettverweigerung – ein sog. smartphone. gebraucht. und selbst in betrieb genommen. funktioniert. ich versuche weiterhin den freischwebenden gang durch die gassen der welt, ohne dass ich auf die schillernde overfläche starren muss. aber natürlich knipse ich damit. und das ist interessant. so wie anfang der 2000er, als ich, auch damals nach langer verweierung, mir einen fotoapparat anschaffte und überlegte: what to knips. hier gibt es also zukünftig eine kleine folge von smartphone-fotos. es wird anders gezielt. weniger gezielt irgendwie. vielleicht. hoffentlich. beiläufiger. und ich hoffe, dass ich nicht irgendwann sagen muss: wenn man die ideen nur noch mit dem smartphone notiert statt mit dem stift ins skizzenbuch: das war der anfang vom ende. (welches ende von welchem anfang?)












gestern ergab sich im samstagskurs der vhs eine interessante motiv-kombination: blechdose auf regelmäßig gemusterter und verschmutzter unterlage, interessante spiegelungen in der dose. die kursteilnehmerin hat da ganz geschwind sehr schöne lösungen gefunden, vor allem eine, deren einfachheit und komplexheit mich sehr betört hat. dosen sammeln!



Eine Entdeckung in diesem Jahr: Tarjej Vesaas. Diese Zeichnung zu „Der Keim“.

die Tage habe ich mir den Film „Vor der Morgenröte“ von Maria Schrader nochmals auf DVD angesehen. Das Kino-Erlebnis liegt jetzt schon ein paar Jahre zurück. Für die Schluss-Sequenz, den Epilog, hat sie sich ein Bild-Arrangement ausgedacht, für das sie mindestens den Filmnobelpreis erhalten müsste, wenn es diesen denn schon gäbe.
Den toten Stefan Zweig sieht man nur kurz, wenn die verspiegelte Tür aufgeklappt wird. Ansonsten sieht man die Polizisten, den Arzt, Freund, Nachbarn etc. vor allem im Spiegel im rechten Bildteil.
Manchmal kommt eine Person immer näher und ist dann kurzzeitig doppelt zu sehen, vor dem Spiegel, ganz groß im Bild vor uns und im Spiegel selbst. Und dann geht sie in den linken Bildteil, in den eigentlichen Raum, wo man die Leichen von Stefan Zweig und seiner Frau Lotte weiß aber nicht sieht. Während im Hintergrund die Besucher und Trauergäste ihrer Verzweiflung und Trauer nachgehen. Was in diesen Momenten des Übergangs geschieht, lässt sich mit Worten kaum beschreiben.
Hier ein paar erste Skizzen dazu von gestern abend direkt.


für alle Mannheimerinnen und Mannheimerinnen und die es werden wollen und auch für die, die es nicht werden wollen und natürlich für alle, die einfach nur in der Nähe sind oder einfach nur mal hinfahren wollen: die EINHUNDERTSTE Ausstellung (in Worten: EINHUNDERTSTE). Freude in Feudenheim. Marchons! Partons!






