fussball ist deko!
Skizzenbuch und permanenter Ausstellungsraum von Klaus Harth
das verhältnis von eishockey zu fussball erinnert mich daran, was vor jahren mal jemand vom verhältnis tapiès zu arnulf rainer gesagt hat: gegenüber rainer erschiene ihm tapiès fast schon wie ein intellektueller – – – ich fände wohl eher rainer den flotteren und tapiès einen langweiligen fussballer – fussball ist deko, eishockey sport
viele laien
kochen einen brei
und schenken mir
eine stunde, die
gut schmeckt,
weil ich sie
verschlafen kann,
ohne zu kauen –
geschmacksfreie zeit…




auch eine solche, ganz klar.

Der Patriarsch mit Frau & Tochter. Entnommen dem Patriarschenblatt FAZ vom letzten Saturday.




Zwei Blätter aus unserem kleinen wunderschönen Projekt gemeinsamer Blätter. Läuft schon seit ein paar Wochen und so langsam finden sich die Ergebnisse. Jörn Budesheim, Daniela Daub, Tanja Leonhardt, Stephan Flommersfeld and me. Guck auch hier.
sorry, aber es muss einfach raus: lese eben von der Sommerausstellung im Museum St. Wendel. Wenn man hier nicht an der fucking HBK studiert hat, dann hat man einfach keine Chance. Scheiß HBK-KuBa-Filzmiefarschlöcher. So, das war`s auch schon.


Zeichnung Nr.23: Saul Steinberg, aus der Reihe Spiegelungen, 2. Spiegelungen-Blatt aus „Die Entdeckung Amerikas“, Diogenes, 1992
Unser Blatt ist sehr puristisch gehalten. Keine Farbstifte, kein Aquarell, all das, was dieser Zeichner sonst immer wieder gerne benutzt hat: genau das fehlt hier. Ein roher, etwas krakeliger Strich, der teilweise an Kinderzeichnungen erinnert. Eine Zeichnung, die uns ästhetisch nix dahermacht. Eher was zu Denken als zum Genießen.
Wir sehen ein Querformat. Seitenverhältnis grob etwa 2:3. Waagerecht findet sich etwas oberhalb der Mitte: ein Horizont. Eine schnurgerade Linie, nicht krakelig, mit dem Lineal gezogen: Die Spiegelachse, die Leitlinie, an der sich, oberhalb und unterhalb, alles orientiert, ordnet und abspielt. Beziehungsweise abspiegelt.
Das Blatt gehört sinnigerweise zu einer Reihe mit dem Titel „Spiegelungen“.
Am unteren Blattrand, etwas rechts, steht an einem angedeuteten Ufer ein kleiner Mann mit Hut, der das ganze Szenario betrachtet. So wie wir auch.
Was spiegelt sich nun? Wir lesen das am besten von links nach rechts:
Ganz links am Blattrand: der Rest einer Insel, die gerade noch ins Blatt ragt. Ein stilisiertes Bäumchen darauf.
Danach, im Himmel: das Wort OHIO. Vier Buchstaben mit etwas Abstand, die sich exakt genau so unten in der Wasserfläche wiederfinden. O gespiegelt mit O ergibt O. H gespiegelt mit H ergibt H. Und so weiter und so fort eine glasklare geometrische Spiegelsache.
Danach sehen wir im Himmel einen Schwan, Kopf nach links. Aber ach: Er schwimmt und bespiegelt sich an einer kleinen eigenen Spiegelachse entlangschwimmend bereits an sich selbst, und zwar oben im Himmel, als sei hier bereits auch schon See. Doppelschwan im Himmel, der sich als eben diese Doppelfigur, wen wird das wundern, natürlich auch als Doppelschwanselbstbespiegler-Spiegelbild unten im Wasser wiedererkennbar wiederfindet.
Man könnte so drüberweggucken. Wie über so vieles im Leben.
Dann, weiter in Leserichtung nach rechts, wieder eine Sprachspiegelung. Im Himmel das Wort STAR. Stern. So etwas erwartet man da oben. Yesjawoll. Gespiegelt wird aber nicht S als S, T als T usw., sondern von hinten nach vorne: aus dem Stern werden die Ratten, aus dem STAR werden die RATS. Das gehört in die Schublade der Ideen, die ich selbst gerne gehabt hätte. Semantische Fallhöhe hoch 3. Mindestens. Einfach mal so eben weggespiegelt.
Um das verdauen zu können, macht es uns Saul Steinberg am rechten Blattrand etwas einfacher. Da finden wir dann wieder den Anfang (oder das Ende) einer Insel, vielleicht einfach auch nur einen Kai mit einer kleinen Fabrik mit rauchendem Schlot. Der Rauch stiehlt sich sowohl in Himmel und Wasser über den rechten Bildrand aus dem Geschehen heraus.
Unten rechts steht am Ufer der Mann mit Hut. Er allein bleibt ungespiegelt. Guckt aber in dieselbe Richtung wie wir. What you see ist what you get.
Zeichnen sei Denken auf dem Papier hat Saul Steinberg einmal gesagt.
Ja!
Ein ausgeprägter Spieltrieb kann beim Denken aber sehr gut helfen.

Bahnhof Neunkirchen:Thema „Gleise und Architektur mit Blick auf die Stadt und die Menschen“Kursnummer 5208 Das Gelände ist weiträumig genug, um nicht von Reisenden beim Zeichnen und Malen gestört zu werden, wenn man dies nicht möchte. Der Termin fin-det auch bei schlechtem Wetter statt.Termin: Sa, 12.06.2021,14 .15 -18 .0 0 U h r Ort: wird Ihnen zeitnah mitgeteilt
Anmeldung bei der VHS Neunkirchen: 06821 – 202-552 oder Mail an: vhs@nk-kultur.de
ich empfehle formal intuitives denken und handeln


am Sonntag im Theodor-Zink-Museum: zusammen mit Michael Fetzer und Veronika Olma haben wir ein paar Räume fürs Publikum skizziert, wo man aus diversen Gründen nicht an jeder Arbeit ein Schildchen findet. Diese Zeichnungen werden dann als Orientierungshilfe in der Ausstellung integriert.
Mein Blättchen zeigt das Erdgeschoss der sog. „Scheune“. Rundum auf der Sitzbank haben einige der Teilnehmerinnen noch ein zusätzliches Werk namenlos platziert. Sieht gut aus.
