
Skizzenbuch und permanenter Ausstellungsraum von Klaus Harth






„… Dazu noch ein kleiner Exkurs: Als der Begriff Künstliche Intelligenz 1956 in die Welt gesetzt wurde, geschah dies nicht, weil er präzise war und die Fähigkeiten der Software umschrieb, sondern weil er klangvoll genug war, um Forschungsgelder zu beschaffen. Seitdem schleppen wir diese unpräzise Bezeichnung mit uns herum, nennen Mustererkennung fälschlicherweise Denken, statistische Wahrscheinlichkeit Urteil und Text- und Bildgenerierung Kreativität.
So macht unsere Sprache die Maschinen groß und den Menschen klein. Dabei sollten wir immer dann, wenn wieder einmal eine neue KI-Wunderlösung vorgestellt wird, daran denken: KI beruht auf Sprachmodellen – nicht auf Wissensmodellen.“
Klaus-Peter Nicolay in Druck+Medien 03+04/2026
Stolpere eben über einen Satz, den ich letztes Jahr zum „König ?“ geschrieben habe:
Der reale Kontrollverlust wird vermeintlich durch alternative Wahrheiten aufgelöst.
Ich nagel den hier nochmal ans Bord. Dieser Satz gehört unbedingt auch nach Friedrichsthal.