KI und so

„… Dazu noch ein kleiner Exkurs: Als der Begriff Künstliche Intelligenz 1956 in die Welt gesetzt wurde, geschah dies nicht, weil er präzise war und die Fähigkeiten der Software umschrieb, sondern weil er klangvoll genug war, um Forschungsgelder zu beschaffen. Seitdem schleppen wir diese unpräzise Bezeichnung mit uns herum, nennen Mustererkennung fälschlicherweise Denken, statistische Wahrscheinlichkeit Urteil und Text- und Bildgenerierung Kreativität.
So macht unsere Sprache die Maschinen groß und den Menschen klein. Dabei sollten wir immer dann, wenn wieder einmal eine neue KI-Wunderlösung vorgestellt wird, daran denken: KI beruht auf Sprachmodellen – nicht auf Wissensmodellen.“

Klaus-Peter Nicolay in Druck+Medien 03+04/2026

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