sentire

Heute habe ich auf der Straße im Vorbeigehen einen Dialektausdruck gehört, den ich noch aus meiner Kinderheit kenne, aber schon lange nicht mehr ehört habe: netzen. Bei demm Rään brauchd ma heid net zè netze. Ca veut dire: Heute regnet es ausreichend, dass man die Pflanzen im Garten nicht gießen/wässern muss. Kommt wohl von „benetzen“.

heute abend

Man kann heute abend Fußball gucken. Man kann um 18 Uhr aber auch zu Christoph Rammcher in das Donnerstagszimmer, Mainzer Straße 31 in Saarbrücken. Oder zum Metzgersmal zu Annelie Scherschel in die Marktstraße 1 in Neingkeije (Neunkirchen/Saar). Oder in die Sparte 4 zu TSCHICK.

kein Beitrag der Redaktion

Christoph Rammcher schreibt heute folgenden Veranstaltungshinweis und die sich anschließende Aufforderung zu konstruktiver Mitarbeit. Ich teile diese Miteilungen hier auf dem Zeichenblock, vielleicht hat der eine oder die andere Lust, sich mit Christoph diesbezüglich auszutauschen. Seine E-mail -> art_rammacher@gmx.de
Ansonsten besucht ihn am Donnerstag-Abend in seinem Donnerstagszimmer!!
Liebe Kunstinteressierte, liebe Fans,
letzte Finnisage der Ausstellung „Eingänge/Durchgänge1“ vor der Sommerpause (Juli/August/September) am kommenden Donnerstag, 26.Juni, 18 Uhr.
Freue mich auf Eurer Kommen!
Christoph Rammacher
P.S.:
da die RAG die saarländischen stillgelegten Gruben fluten will, sehe ich mich in der Pflicht als Liebhaber guten Wassers für einen exelenten Teeaufguss, mit einer Schaufenster-Installation meinen Beitrag zu leisten, dies mit zu verhindern. Denn wenn spätestens in zehn Jahren die Grubenbrühe sich mit dem Grundwasser vermicht, will es wieder keiner gewesen sein. Und auch der bravste Parteigänger muss doch inzwischen kapiert haben, dass die großen Unternehmen überall ihre Leute in allen Parteien in Positionen haben, die alles zur gegebenen Zeit hintrixen, ob aus gutem Glauben oder Kalkül sei dahingestellt – Unternehmengewinn vor Allgemeinwohl.
Wer Informationen über Verbindungen RAG-Poltik hat, wer mit wem und klüngel klüngel, dann mir bitte zumailen, kommt ins Schaufenster!
Wer einen guten Freund/Freundin in einer Partei hat, dann anrufen und Druck machen, z.B. ist MDL Klaus Meiser von der CDU im Aufsichtsrat der RAG. Mail: K.Meiser@landtag.de, Brief: zum Quirinsborn 51, 66287 Quierschied.
Wasser ist das Wichtigste!!!

vrstdn

 

 

Seit letztem Jahr hatte ich die Idee zu einem bestimmten Bild, das sich mir auf einer abendlichen Fahrradtour aufgedrängt hat. Ich habe dann dort Fotos gemacht, ich habe letzten Sonntag diese beiden Skizzen gemacht. Überhaupt umtreiben mich Gedanken der Veränderung. Weniger malen, anderes malen, präziser arbeiten. Früher habe ich das Einzelbild mehr oder minder verweigert, für Nonsense erklärt und mich für die Entwiclungen von Bild zu Bild mehr interessiert als für das einzelne Bild. Das scheint sich zu ändern. Weniger Bilder herzustellen, wenn’s ja sowieso keinen interessiert, wieso also diesen Materialwust, dafür an wenigen Dingen präzise arbeiten. Die Zeichnerei war mir eh immer wichtiger, dort sind die vielen täglichen Beobachtungen und Gedanken ja weiterhin flüssig zu klären. Auch dieses Ding, das ich in meinen Kursen immer angeregt, aber selbst nie gemacht habe: ein Jahr lang an einem Bild arbeiten, egal ob man es zwischendurch immer wieder für fertig hält, wurscht, weiterarbeiten und sehen, wie man sich sebst immer wieder provozieren kann, und nach einem Jahr ist dann Schluß und fertig. Und ansonsten in „Produktionen“ denken. Mit bestimmten Menschen (oder auch solo) Produktionen schaffen, die man an unterschiedlichen Orten aufführen und zeigen kann.

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heute ist der längste Tag des Jahres:  24 Stunden!

stz

Intelligenz wird manchmal von Sturheit gefressen.

mundlos

Ich darf ein wenig zitieren aus einem Artikel von Boris Pofalla aus der Frankfurter Allgemeinen Sontagszeitung vom 1.6.2014:

„…Künstler sind im Kuratorensprech keine Schöpfer mehr, keine einsamen Anarchisten und keine Soldaten einer höheren Sache, sondern Freelancer auf den Stoppelfeldern des kritischen Bewusstseins. Sie werden mit Aufmerksamkeit und Relevanz belohnt, wenn sie sich den Aufgaben widmen, die Akademia und damit letztlich der Staat ihnen aufgibt, denn fast alle Biennalen, Triennalen und Quadriennalen sind öffentlich finanziert und müssen sich entsprechend rechtfertigen. Die Künstler sollen endlich mit anfassen.

Der nur seinem Werk verpflichtete idiosynkratische Einzelkämpfer hat ausgedient oder muss in aufwendigen Verfahren entschärft werden, bevor man ihn dem Publikum präsentieren kann. Werke soll es nicht mehr geben, nur noch Arbeiten. Kunstleute sprechen, wenn sie von Kunst sprechen…nur noch von ‚Arbeiten‘, …

Die Biennalekunst dient der Entschärfung der Kunst, letztlich ihrer Abschaffung als eher asozialer, nur dem Werk und dem Unbekannten verpflichteter Tätigkeit. Sie ähnelt darin den Bestrebungen des sozialistischen Realismus. Es ist eine zutiefst bürgerliche Logik, die sich den Anschein der Aufklärung und Emanzipation gibt und deshalb oft für links gehalten wird. Nicht jeder Mensch kann ein Werk schaffen, aber jeder kann arbeiten. An sich, an Diskursen, Projekten, Anträgen Businessplänen. Oder eben an Biennalekunst.“

Und es finden ja alle immer merkwürdig und verschroben, wenn ich den Ansatz der Kunsthochschulen (insbesondere der sogenannten Landeshauptstadt) für falsch halte, Studenten zu züchten, die „sich ein Thema suchen“, an dem sie arbeiten, die sich zum Markt hin orientieren, ein Markenzeichen entwickeln usw. usf. Das Land bietet im KuBa den Service eines Beauftragten, der sich um die Businesspläne der Kreativarbeiter kümmert, ihnen Tipps geben soll, wie sie sich cleverer vermarkten. Cool. Arbeiter der Stirn und der Faust!!! Im kapitalistischen Neusprech heisst das dann Kreativwirtschaft. Ich kann gar nicht so viel kotzen, wie ich fressen möchte.

Tretet aus dem Businessplan aus!

Die Mysterien finden am Hauptbahnhof statt.

Karel Gott wird am 14.7.14  75 Jahre alt. Businessplan par exellance.

 

glücklicher Mensch

Der Saarbrücker Verein für Handel und Gewerbe vergibt den diesjährigen Sisyphos-Preis an die Saarbrücker Stadtführer. So lese ich heute in einer Werbebeilage der Saarbrücker Zeitung…Haben die Humor? Wer kommt auf die Idee, einen Preis nach Sisyphos zu benennen? Was hat man für einen Hintergedanken bei dieser Namensgebung? Will man all diejenigen belohnen, die sich jahrein-jahraus abmühen ohne ein sichtbares Ergebnis? In diesem Jahr also: Kaum hat man ein paar interessierte Menschen zu zwei bis dreieinhalb interessanten Stellen der sogenannten Landeshauptstadt gerollt, löst sich die Gruppe auch schon wieder auf, und ob das vermittelte Wissen angekommen ist, wird man nie erfahren. Man geht gesenkten Hauptes zum Sammelplatz für neue interessierte Gruppen, um auch diese wieder zu den sehenswerten Örtlichkeiten zu kugeln. Jahraus-jahrein. Da wird man dem Mythos rechtschaffen gerecht und hat den Preis wirklich verdient.

Schlussdings

Donnerstag 29. Mai, 18 Uhr: „Zeichengeber“ Finnisage

 

Klaus Harth, Vera Kattler und ich präsentieren unser vierwöchiges Projekt – gemeinsam in einem Raum zeichnen (und dabei viele Tassen Tee trinken). Drei äußerst eigene Positionen im Zeichengeben kommen zusammen und bilden ein komplexe Gesamtstruktur, die sich verselbstständigt – eigene neue Geschichten an der Wand erzählt.

 Ich freue mich auf Euer Kommen!

Christoph Rammacher

(…ich mich natürlich auch…)

ZEICHENGEBER – VORLETZTER

SOnntag, 25.5.  von 11 Uhr morgens bis 15 Uhr nachmittags: Vera, Christoph und ich beim Zeichnen in der Mainzer Straße 31 in Saarbrücken. Man kann vorbeikommen, zugucken, Tee trinken, gefaltete Geldscheine gegen Zeichnungen dieser gefalteten Geldscheine tauschen oder sich eine Portraitzeichnung im Tausch gegen eine Dienst- oder Sachleistung erwerben. So isses. Um 15 Uhr ist Schluß. Und am Donnerstag dann ab 18 Uhr das Finissagen-Ding.

HEUTE ABEND

wieder eine ZEICHENGEBER-Session. 18 – 21 Uhr Mainzer Straße 31 in Saarbrücken in Christoph Rammachers Donnerstagszimmer.

Wobei ich heute Abend wegen VHS-Verpflichtungen nur bis 19 Uhr vor Ort sein werde.

frag

Ist natürliche Dummheit das präzise Gegenteil von künstlicher Intelligenz?

ZEICHENGEBER – (zufriedenheit spielt keine rolle)

 

Am Donnerstagabend alleine mit Cristoph, heute zu dritte mit Vera und Christoph. Schöne Arbeitsatmosphäre und so langsam merkt man, wie die Dinge zusammenwachsen. Ein sehr freies Arbeiten, bei einem Blatt hatte ich das Gefühl, zum erstenmal seit 44 Jahre wieder mit kindlicher Leichtigkeit zu zeichnen. Sehr fein. Am letzten Donnerstag im Mai wird ab 18 Uhr eine Finissage stattfinden, da kann man sich das alles angucken und mit uns disputieren. Jetzt am Donnerstag ab 18 Uhr offen. Und nächsten Sonntag von 11 – 15 Uhr.

erweiterte SCHEINVERHÄLTNISSE

…aus gegebenem Anlass wird die SCHEINVERHÄLtNISSE – Zeichenaktion noch durch eine andere Idee erweitert: Getauscht werden Portrait-Zeichnungen gegen Dienstleistungen oder Gegenstände des besonderen Bedarfs. Professionelle Zahnreinigung hab‘ ich schon, gesucht werden noch diverse Gartenarbeiten, ein Dach für’s Gartenhäuschen, ein guter Akkuschrauber, Mutterboden, technischer Support (Programmierleistungen für etwas anspruchsvollere Website), Druck von Broschüren usw. usf., alte Radierpressen, Heckenschneiden usw. usf. Eintauschbar z.Bsp. am 15.5. zwischen 18 Uhr und 21 in der Mainzer Straße 31 in Saarbrücken = Christoph Rammachers Donnerstagszimmer und und und