kleiner tagessatz auf eine politische argumentation der c.k. (hilflos, aber wahr)

ich mißtraue dem funkeln der sterne seit wir damals alle eingeschlossen waren kommen sie mir hinterlistig vor und nicht mehr lustig und ich füttere den mond stattdessen der mich beißen wird oder sogar fressen wer weiß aber aus dem mißtrauen gegenüber den sternen wird das vertrauen in den mond der mich beißen wird oder sogar fressen und eigentlich weiß ich das genau aber gleiches recht für alle auch für die die micht entrechten und engrechten und da hinten war ein stern für den sich niemand interessiert hat aber ich es geht ungerecht zu und gleiches recht für alle ihr starrt nur alle auf die zähne des mondes es wird aber nicht so schlimm werden denn die gefahr ist anderswo nämlich in der hinterlist der sterne die schwach funkelnd schon lange nicht mehr die wahrheit sagen was ist also gegen den mond zu sagen gegen seine zähne dank seiner gravitätischen kraft könnten sich neue hoffnungsvolle und alternative sternbilder bilden sie wachsen am himmel sie wachsen am abend und am morgend sind sie auch noch da (ich weiß nicht was ihr wollt) mit neuen horrorskopischen tatsachen bekommen alle diejenigen futter denen das futter zusteht nur diejenigen nicht die gar nicht hierher gehören und wer sagt das das sagen ich und der mond und am schluss nur noch der mond ganz allein allein mit seinen zähnen.

änderung eines tagessatzes:

die sehr schmale mondsichel mit dem stern darunter – fast bin ich zu faul gewesen, es zu zeichnen – ein schlechter versuch etwas später aus dem gedächtnis, aber immerhin: ansonsten wäre der mond ewig verloren

(es ist interessant: auf die idee, zeichnungen zu verbessern, kommt man ja immer mal wieder. und natürlich schraube ich immer wieder auch, und manchmal sogar massiv, an sätzen und texten rum. zum erstenmal aber komme ich auf die idee, einen text, in diesem fall den tagessatz vom 20.9. letzten jahres nur in einem einzigen wort zu verändern, aber beide versionen so stehen zu lassen.)

WIR FÜLLEN DIE LEERE DURCH ZUFALL.

 

(ein Satz aus dem Jahr 2018. gilt immer noch.)

4.12.25 heute morgen ein kurzer moment des innehaltens und erschreckens: eine plötzliche stille, von der man erst einmal begreifen musste, dass es diese war, die einen irritierte: von einer sekunde auf die andere kein auto mehr auf der straße, morgens, viertel vor sieben, eine epiphanie, wie lange wird das anhalten, wird das sogar ab sofort für immer und ewig so sein, als hätte es niemals … (?) – eine halbe minute war es am schluss, die einem aber unendlich lang vorgekommen ist

einfach immer nur weiter bilder zu produzieren, ist auch kein superschlauer plan

4.12.25 neulich in der fremde (zum barbaratag)

4.12.25 heute morgen ein kurzer moment des innehaltens und erschreckens: eine plötzliche stille, von der man erst einmal begreifen musste, dass es diese war, die einen irritierte: von einer sekunde auf die andere kein auto mehr auf der straße, morgens, viertel vor sieben, eine epiphanie, wie lange wird das anhalten, wird das sogar ab sofort für immer und ewig so sein, als hätte es niemals … (?) – eine halbe minute war es am schluss, die einem aber unendlich lang vorgekommen ist


* diese Anzeige war vor einiger Zeit in der ZEIT

aus meiner vergangenheit

eben stolpere ich über ein und zwei alte tagessätze, schreibe in der zeit, so hast du in der not, irgendwie passt das grade:

7.12.23 zuckerkorngroß = die kleinsten gedanken der welt leuchten ohne zuschauer

9.4.15 Wenn am Schluß einer käme und dir zeigen würde, alles das hier habe einen tieferen Sinn gehabt, wäre das nicht unglaublich enttäuschend??

hat wahrscheinlich eh schon jemand bemerkt: Das Gegenteil von künstlischer Intelliquenz wäre natürliche Dummheit?
nbs = natural born stupidity

DIE WELT IST DAS, WAS DICH ZU FALL BRINGT.