- 13.10.16 ach was bin ich froh, dass es nicht auch noch einen Bildendenkunstnobelpreis gibt, sonst müsste man das auch noch aushalten
Skizzenbuch und permanenter Ausstellungsraum von Klaus Harth
15.5.26 ein hündchen im dino-kostüm, eine frau am müllcontainer, deutlich dem hund zugehörend und die das alles auch schön findet, ein monotoner mäh-roboter, im dino kostüm, ebenso (das wäre ja auch vorstellbar (wieso ist noch nie jemand auf die idee gekommen, seinem mähroboter ein dinokostüm???)) = falsche atavismen im zeitalter falscher gefühle (war das nicht die definition von „kitsch“ das mit den falschen gefühlen (?), aber laut milan kundera ist kitsch ja die „verleugnung der scheiße“), im zeitalter falscher zukunftsvorstellungen also, auf dem trainingsplatz nebenan mehr bälle als spieler, wie zeichnet man das geräusch von torschüssen (?) – – – und jetzt, jetzt erst fällt es auf: kein einziger torwart weit und breit!
bedeutend ist ungleich allgegenwärtig
Freiheit und Freizeit: 1 Buchstabe Unterschied
stöbere eben ein wenig in meinen „tagessätzen“. entdecke den vom 30.11.2016:
wenn es niemanden interessiert, was du tust, existierst du dann – wenn es nur ein paar interessiert, was du tust, existierst du dann ein wenig mehr – wenn es alle interessiert, was du tust, was dann???
kaum geh ich vor die tür,
mache ich mich schuldig
die nachbarin rettet den vogel
aber die luft, die wir atmen,
atmet sonst jemand anderes
… lese eben im www: Trump plant weitere Energiekrise.
Yepp: weiter so!
ich esse kuchen und könnte genauso gut tot sein, kuchen essen und tot sein sind in solchen momenten identisch, sind ein und dasselbe, während sie in der kirche silbrig aufgeblasene kreuze als luftballons in die luft halten, man kann keine nägel reinhauen, genauso wenig, wie man sie reinhauen kann in einen solchen tag
biographie: er fertigte seine ersten zeichnungen bereits kurz vor seiner geburt, die gar keine war, allzeit bereits, machte anfang 60 einen schub ins alter & schrieb mit 85 sein erstes gedicht & wurde unheilbarer millionär mit 90 – er hätte einfach noch ein wenig zeit gebraucht

wenig geschrei um alles
ich mißtraue dem funkeln der sterne seit wir damals alle eingeschlossen waren kommen sie mir hinterlistig vor und nicht mehr lustig und ich füttere den mond stattdessen der mich beißen wird oder sogar fressen wer weiß aber aus dem mißtrauen gegenüber den sternen wird das vertrauen in den mond der mich beißen wird oder sogar fressen und eigentlich weiß ich das genau aber gleiches recht für alle auch für die die micht entrechten und engrechten und da hinten war ein stern für den sich niemand interessiert hat aber ich es geht ungerecht zu und gleiches recht für alle ihr starrt nur alle auf die zähne des mondes es wird aber nicht so schlimm werden denn die gefahr ist anderswo nämlich in der hinterlist der sterne die schwach funkelnd schon lange nicht mehr die wahrheit sagen was ist also gegen den mond zu sagen gegen seine zähne dank seiner gravitätischen kraft könnten sich neue hoffnungsvolle und alternative sternbilder bilden sie wachsen am himmel sie wachsen am abend und am morgend sind sie auch noch da (ich weiß nicht was ihr wollt) mit neuen horrorskopischen tatsachen bekommen alle diejenigen futter denen das futter zusteht nur diejenigen nicht die gar nicht hierher gehören und wer sagt das das sagen ich und der mond und am schluss nur noch der mond ganz allein allein mit seinen zähnen.
die sehr schmale mondsichel mit dem stern darunter – fast bin ich zu faul gewesen, es zu zeichnen – ein schlechter versuch etwas später aus dem gedächtnis, aber immerhin: ansonsten wäre der mond ewig verloren
(es ist interessant: auf die idee, zeichnungen zu verbessern, kommt man ja immer mal wieder. und natürlich schraube ich immer wieder auch, und manchmal sogar massiv, an sätzen und texten rum. zum erstenmal aber komme ich auf die idee, einen text, in diesem fall den tagessatz vom 20.9. letzten jahres nur in einem einzigen wort zu verändern, aber beide versionen so stehen zu lassen.)

die welt macht mich dümmer, tag für tag
NEGIERUNGSCHEF