Glücksmoment 1

Am Wochenende nicht nur zu Besuch bei Ute Thiel und Torsten Vagt. Nach Mainz gefahren, nicht zuletzt, um die Ausstellung des aktuellen Mainzer Stadtdruckers anzuschauen, worüber ich einen Vorbericht im SWR gesehen hatte. Tobias Gellscheid. Jaleute: Wenn Ihr Zeit habt und Mainz nicht zu weit weg liegt: dann schaut Euch das an. Natürlich fasziniert diese Technik. Aber das alleine wäre ja nicht genug: Perfektionismus ist ja kein Selbstzweck und schon gar keine künstlerische Aussage. Aber hier ist jemand zugange, der sich über seine Technik Gedanken macht, sie sinnvoll einsetzt und kontrastiert mit dem, was er in der Welt beobachtet und über sie zu sagen hat. Und über den Umgang mit seiner Technik seine Bilder findet. Fünf Euro Eintritt, die sich lohnen. (Gutenberg-Bibeln kann man sich bei der Gelegenheit dann auch noch gleich mal wieder anschauen…)

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SCHNEE UND WINTERBILDER.

Schnee ist interessant, weil man ganz schnell an grundsätzliche malerische Probleme stößt. Hier ist es ein Problem des Etwas und des Nichts. Unsere Leinwand oder unser Papier sind in der Regel sowieso schon weiß. Wie erreiche ich also all diese mehr oder weniger zarten Abstufungen zwischen strahlendem Weiß, allen möglichen Schattierungen hin zum Grau, zum Blau, zu Was-auch-immer? Schnee bei Sonnenschein. Schnee, wenn es trüb ist. Winterbilder haben eine ganz eigene Tradition. Wollen wir uns ihnen widmen.

26.11.2021
19:00 – 21:15 Uhr

03.12.2021
19:00 – 21:15 Uhr

10.12.2021
19:00 – 21:15 Uhr

17.12.2021
19:00 – 21:15 Uhr

07.01.2022
19:00 – 21:15 Uhr
Am Schlossplatz, Altes Rathaus, Raum 13

übertriebene formen der kritik

 

 

so schlecht waren unsere arbeiten jetzt auch wieder nicht. die hier geübte kritik geht eindeutig zu weit. die radio-steiner-installationen von michael fetzer, veronika olma und mir sehen sich einer massiven negativen energie gegenüber. alle fotos: michael fetzer. quasi aber auch: unsere ferngesteuerte hommage an gordon matta-clark.

PROJEKTIONSABEND

morgen, also am 26. Juni 2021 findet im Rahmen der Langen Nacht der Kultur in Kaiserslautern ein Projektionsabend statt. Ort des Geschehens: Theodor-Zink-Museum. Bei bestem Wetter am Wadgasser Hof. Steinstraße in Kaiserslautern. Zeit: 22 Uhr aufwärts. Overhead-Projektor, gerußte Glasscheiben & weitere Gegenstände. Eintritt frei. Vorher gibt es ab 20 Uhr Musik mit Helmut Engelhardt. Und Krocket. Und. Und. Und. Klick hier und Du siehst mehr!

gesterday

fertig. bei ziemlicher Hitze ziemlich gute Probenarbeit heute. und das schöne erlebnis, dass meine ästhetische vorstellung aufgegangen ist: die handzeichnungen flattern im wind, sehen gut aus, machen tolle geräusche und sind eine schöne leichtigkeit gegenüber den stählernen massen. ein bisschen farbe auf papier. that`s it. ganz ohne gottesdienst.

KURS VHS NEUNKIRCHEN

Bahnhof Neunkirchen:Thema „Gleise und Architektur mit Blick auf die Stadt und die Menschen“Kursnummer 5208 Das Gelände ist weiträumig genug, um nicht von Reisenden beim Zeichnen und Malen gestört zu werden, wenn man dies nicht möchte. Der Termin fin-det auch bei schlechtem Wetter statt.Termin: Sa, 12.06.2021,14 .15 -18 .0 0 U h r Ort: wird Ihnen zeitnah mitgeteilt
Anmeldung bei der VHS Neunkirchen: 06821 – 202-552 oder Mail an: vhs@nk-kultur.de

was macht der nur den ganzen Tag

Heute 200 und noch 1 paar Gequetschte Automatenfotos für die Ausstellung im Theodor-Zink-Museum fertig gerahmt. Spannend fand ich, und das hat sich irgendwann so ergeben, dass oben immer das Foto desselben Monats nur 10 Jahre fürher zu sehen ist. Wenn man etwas lange genug macht, dann hat man irgendwann etwas zu ernten. Oder: Wann schlägt Quantität in Qualität um. Und geht das vielleicht auch umgekehrt? Aber das wäre ein anderes Thema. Konsequenz ist auf alle Fälle etwas für Anfänger 🙂

Gestern war auch ein schöner Arbeitstag. Mit dem E-Bike-Rad unter strenger Beachtung der Regel: Gummi gehört immer auf die Fahrbahnoberfläche nach Saarbrücken geradelt (von hier aus so ca. 23 km), dann um 15Uhr40 eine kleine Leseperformance im Rahmen des rÜBERBLICK-Austausches mit den freien Bühnen Mecklenburg-Vorpommerns im Innenhof vom Nauwieser 19. Einen Text aus meinem „Radiozeichner“, wo ich Zeichnungen, die ich interessant fand oder finde verbalisiere und vertone. Toneinspielung hat Julien Blondel per Smartphone übernommen. War sehr schön. Ich habe zwei Arbeiten von Rikuo Ueda beschrieben, die ich vor Jahren mal in der Kunststatio St. Peter in Köln gesehen habe,und das hat sehr schön in die Stimmung des Innenhofes vom Nauwieser 19 gepasst. Anschließend wieder auf´s Rad und retour. Kaum einer hat´s gemerkt und es hat trotzdem stattgefunden und sein Spuren hinterlassen. Manchmal gefällt mir genau das.

2 Antworten an Armin Rohr

  1. rosa ist eigentlich auch nur ein buntes grau  (der gedanke stammt aus meinen Tagessätzen)
  2. „Kitsch ist die Verneinung der Scheiße.“ (dieser gedanke stammt aus „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ und hat mich schon immer unglaublich überzeugt)

Und natürlich ist es nicht per se kitschig, Blumenbilder zu malen, oder sonstwas, kann es aber durchaus sein, je nachdem, wie man es malt. Und, der Beweis steht noch ein wenig aus, müsste es auch möglich sein, einen Sonnenuntergang so zu malen, dass er nicht kitschig und abgedroschen wirkt. Leistikow konnte das, wenn ich mich recht erinnere. Ja, doch. Alte Nationalgalerie. Grunewaldsee. Zeitgenossen sind mir in dieser Disziplin nicht bekannt.

Die Kommentarfunktion war für mich nicht anwählbar, deshalb auf diesem Weg.

fast zweiter gedanke des tages

lese in dem buch „gefolgt von niemandem dem du folgst“ mit den tweets von jan böhmermann einen tweet zu theresa may und denke: was hat die nochmal gesungen? resp.: wie hat die nochmal ausgesehen? bzw.: ach scheiße, das war ja gar keine billig-sängerin…