last drückermann

heute bei mir als E-Mail eingetrudelt:

Nie war Werbung so knapp:

 Donnerstagzimmer!

 Die Ausstellung im Dezember: „Fische und andere Ovale“

 Jetzt am Donnerstag, dem 5. Dezember um 18 Uhr!

Weitere Termine: 12. und 19. Dezember, jeweils 18-21 Uhr

und nach telefonischer Vereinbarung: 0681 / 383 77 439

 Seid recht herzlich willkommen!

Christoph Rammacher

Mainzer Straße 31 Saarbrücken

 

und dann ist das Jahr zu Ende

und das Donnerstagzuimmer hat Januar und Februar geschlossen.

Kunst hassen

„Kunst hassen“, so heißt das kleine Bändchen von Nicole Zepter, von dem ich mir zwar ein wenig mehr versprochen hatte, dass aber trotzdem die ein oder andere Wahrheit gelassen ausspricht, die mir das Treiben meiner Kolleginnen und Kollegen teilweise ein wenig verleidet. So waren wir (L. und ich) denn am Sonntag nach dem Abbau der MY WIFE IS A LITTLE KRÄNK-Präsentation noch ein wenig Schuman-Preis gucken. Vorab: Mein Preisträger wäre Jeff Desom gewesen, von dem einige Filme zu sehen waren -> http://main.jeffdesom.com/ . Das ist eigenwillig, nicht alles auf gleichem Niveau, aber interessant und teilweise berührend. Er findet spannende eigene Bilder und macht auch aus Hitchcocks „Rear Window“ was Neues und Eigenes. Interessant und eigenständig fand ich auch die Malerei von Sebastian Böhm. -> http://www.sebastianboehm.eu/ Ein Maler, der sich bei der Arbeit nicht nur Gedanken um Malerei macht. Auch die aufgeklappten singenden Weihnachtskarten einer Judith Spang müssen mir natürlich gefallen. Glücklicherweise durfte ich es noch hören, irgendwann sind die Batterien alle und Stille wird den Raum fluten…Da muss Christoph Tewes schon ganz schön pusten als akustischer Part bei Sounds like Paint, um dagegen anzustinken. Ökonomie der Mittel war für mich immer ein Qualitätskriterium. Die Vergabe des Preises für die Arbeiten von Elodie Lanette (Elodie die Nette) fand ich nicht gerechtfertigt. Das ist eine Kunst, die sehr viel Platz lässt, um ziemlich viele Theorien drüberzuziehen, was ja Kunsthistorikern (und auch manchen Kritikerinnen) gut gefällt, weil sie dann etwas nachvollziehen und schön einordnen können. Ich fand das alles etwas blutarm; Wer da jetzt unter den Tüchern rumkrabbelt, ob das jetzt Männlein oder Weiblein, eins oder zwei sind, wann die gefüttert werden -> das wird mein Leben kaum verändern. Das tut nicht weh, das birgt keine bahnbrechende Erkenntnis. Das ist vielleicht formal konsequent und still, aber: so what?  Existenzielle Dimension: 0. Gehobenes Unterhaltungsdesign. Frau Dottoressa Sabine Graf hat die Preisträgerin von 2005 damals mit einer üblen Schimpftirade bedacht. Die Schlagzeile, für die sie zwar nicht verantwortlich zeichnet, die sie aber im Text nahegelegt hat, lautete: 10.000 Euro für’s Verkleiden. Ich fand Margit Schäfer damals aber berührender als die jetzige Preisträgerin, weil es da durchaus auch um existentielle Fragestellungen ging. Das nur mal so kurz am Rande. So als weitere kleine Hassübung.

aus gegebenem Anlass



die Christlich Demokratische Überraschungspartei Deutschlands (CDÜ) bringt es auf den Punkt -> weiterführender link

und die Saarbrücker Zeitung, die sich gerne SZ nennt, schreibt es heute: immer mehr Saarländer mit psychischen Problemen. Was ist los? Die Umsatzzahlen von Karlsberg oder Bitburger zurückgegangen? Wieso kriegt das keiner in den Griff? Bier gibt’s doch an jeder Ecke. Wer bisschen mehr Geld hat, kann ja auch Laphroig in Erwägung ziehen…nungut…aber es muss diese Portraitstudie zur Reihe Momente der Verblödung zugesellt werden, wenn es die Zeichnung natürlich auch thematisch nicht packt, aber irgendwie finde ich George Grosz so langsam immer überzeigender. Merke: Wer psychische Probleme hat, mit Geltungsbedürfnis, Verbaldiarrhoe etc. muss nicht unbedingt in die Politik gehen, er kann auch einfach eine Therapie machen, sofern es die Krankenkasse deckt, oder einfach zuhause bleiben und seine Kinder schlagen.

OGGI HEUTE AUJOURD’HUI HEUTE ABEND:


Christoph Rammachers 2. Donnerstagszimmer. Mainzer Straße 31. Saarbrücken. Eröffnung 18 Uhr. Zeichnungen von Christoph und mir. Beide snd erkältet, schlapp, völlig am Limit. Ich muss ab 19Uhr30 einen Kurs halten. Also: die besten Voraussetzungen für einen gelungenen Abend. Kommen – Sehen – Staunen. Zeichnen ist Denken auf dem Papier!

Zeichnung: Die erste Schrift

Christoph Rammacher zeigt sein 2. Donnerstagszimmer. Zeichnung: Die erste Schrift. Zeichnungen von ihm und Zeichnungen von mir. Schön gemischt und erfreulich. 18 Uhr. Mainzer Straße 31 in Saarbrücken. Am 7.11.

MY WIFE IS A LITTLE KRÄNK.

 

so sieht der U-Bahn-Plan für das Projekt in der Reinzeichnung aus. Und auch das ist – natürlich – eine Zeichnung, was sonst. Unser Ziel von Anfang an war es, Klarheit zu schaffen! (oben linker Teil, unten rechter Teil, als Faltblatt eigentlich an einem Stück, comme ca in etwa (ok, es staucht sich ein wenig, weil so wenig Platz ist in der Breite, aber Ihr habt ja alle Vorstellungskraft:

MY WIFE IS A LITTLE KRÄNK

 

 

 

 

 

Zweieinhalb intensive Tage liegen hinter uns. Die Raumgestaltung steht, Tests sind gemacht, die Bildschirme finden eine Steckdose und der U-Bahn-Plan kann aktualisiert werden. Hä? U-Bahn-Plan? Kommen, Sehen, Hören, Staunen am 23.11.m 29.11. und 30.11. Website exists.

MA WIFE IS A LITTLE KRÄNK

gestern vor Ort: Der schöne U-Bahn-Plan unseres Projektes (Abb. folgt) erweist sich als nicht deckungsgleich mit den gegebenen Räumlichkeiten. Wir passen den Plan der Wiklichkeit an. Nicht umgekehrt. (Oben: erster Versuch).

non da dimenticare:

Christoph Rammacher zeigt in seinem 2. Donnerstagszimmer, Mainzer Straße 31 in Saarbrücken am 7.11. ab 18 Uhr Zeichnungen unter dem Thema: Zeichnung: Die erste Schrift. Einige Sachen von mir werden da auch zu sehen sein. Über einen Besuch würde sich also nicht nur Christoph freuen! (Um 19 Uhr30 muss ich aber schon wieder in der VHS  sein, deshalb können wohl insgesamt nur drei goldene Fragen an diesem Abend beantwortet werden…aber was sollte es schon für Fragen geben?)

hab ich nicht gewusst hab ich nicht gewusst hab ich nicht gewusst *

*dass gilt jetzt nemmeeh: do owwe steets: unn wär ned kommt, kann graad dehäämbleiwe – – – zur näheren Erläuterung: es handelt sich um keine Mundartveranstaltung, au contraire,  dürfte man zu sprechen fast geneigt sein, es geht um folgendes Procedere:

Performance und Installation
von und mit Monika Bagdonaite (Viola), Katharina Bihler (Texte), Julien Blondel (Violoncello), Klaus Harth (Zeichnung), Stefan Scheib (Kontrabass)

Ein dreiviertel Jahr haben die fünf KünstlerInnen aus drei Sparten stille Post gespielt: sie haben Texte, Zeichnungen, Musik, kurze Filme und Hörstücke geschaffen und sie einander per e-mail oder Post überstellt. Die jeweiligen Empfänger haben sich davon zu Antworten in ihren künstlerischen Sprachen inspirieren lassen und diese wiederum in die Runde geschickt und so fort: eine weitverzweigte, musikalisch-bildnerisch-sprachliche Werkfamilie ist so entstanden, in der sich die Kunstgattungen munter vermählen, gegenseitig erzeugen und in kaskadierenden Generationen fortpflanzen…
Das neu gegründete Kollektiv „my wife“ präsentiert an drei Abenden die ganze Fülle dieses Materials als interaktive Installation – und fügt diesem Stammbaum live noch die eine und die andere Ur-ur-ur…-Enkelgeneration hinzu.

Premiere: 23.11.2013 um 20 Uhr
weitere Vorstellungen: 29. und 30.11.2013 um 20 Uhr
im Saal des Ministeriums für Bildung und Kultur Saarland, Eingang Keplerstraße 21, 66117 Saarbrücken

Eintritt frei(willig)!