hell und na klar

spaziergang
Hier schneit’s, in Wöllstein schneit’s, und ganz leise ändert sich plötzlich alles: Viele Grüße nach Wöllstein!!

ohne Abb. (nr. 2)(zu einem Telefonat mit Ute Thiel letzte Woche)

„Als ich dreizehn Jahre alt war, voll typisch jugendlicher Unruhe und Angst, versetzte mich Glenn Goulds Aufnahme der Goldberg-Variationen in einen Zustand, den ich als musikalische, emotionelle und geistige Erleuchtung empfand. Denn es war, als hätte das Spiel des Pianisten Nietzsches Auffassung von Kunst … wahrhaftig verkörpert und zum Blühen gebracht, über die der Philosoph geschrieben hatte: ‚Sie allein vermag jene Ekelgedanken über das Entsetzliche und Absurde des Daseins in Vorstellungen umzubiegen, mit denen sich leben lässt: diese sind das Erhabene als die künstlerische Bändigung des Entsetzlichen und das Komische als die künstlerische Entladung vom Ekel des Absurden.‘ „
Jonathan Cott, „Telefongespräche mit Glenn Gould“, Frankfurt/Main, 1996

ohne Abb.

Im MMK in Frankenfurt am Main am letzten Sonntag ein Exponat, bestehend nur auf einer Auflistung aller von Gerhard Richter in einem bestimmten Jahr (war es 1969?) erstellten Bilder.
Daneben eine Sonderschau mit Arbeiten von Peter Roehr (insbesondere und ganz eigentlich: die Filme).
Dies führt zu dem Gedanken, z.Bsp. die einhundert mit Schreibmaschine betippten Blätter (die jeweils zwei Textquadrate enthalten), auch einmal als Gesamtes und z. Bsp. mit zwei oder drei Exemplaren aus der Vogelserie zu kombinieren, nur so z. Bsp.

03-01-10
Tusche auf Bütten und Tusche auf Postkarte, Collage, beide ca. A6, 3.1.10

neujahrsgeschichte

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Der große Mann lebte in einem kleinen Haus. Als er noch frei gehen konnte, klebten die Mädchen an seinem Bauch und alle freuten sich über das Runde. Er klopfte auf einem Stein, warf mit dem Hammer und fuhr Motorrad.
Danach war das Gehen auf einmal nicht mehr frei, verboten, unmöglich, ge- und befangen.
Der Mann wurde größer und größer. Das Haus blieb klein. Der Mann fuhr nicht mehr Motorrad, sondern mit seinem dunklen Bus zur nächstgelegenen Metzgerei. Katzen essen Wurst. Der Mann aß Wurst. Mädchen essen Suppe. Der Mann baute sich seine eigene Brille, malte ein Bild und schnippelte die Zutaten für die Suppe.
Und die Menschen vor seinem Fenster, diejenigen mit den normalen Brillen, bemerkten davon nichts. Überhaupt nichts. Sie waren mit ihren eigenen Zutaten beschäftigt.

neujahrskonzert

„eine weise vor“ startet die 90-Tage-Galerie in Bardenbach ins Neue
Jahr: am Freitag, 1. Januar, 14 Uhr, geben die Künstler Stephan
Flommersfeld und Klaus Harth ein Neujahrskonzert. Die musikalische
Lesung mit Stimmen, Saxophonen, Kupferrohr, Klarinette und Schlagwerk
bildet den Abschluss der Ausstellung „lumpen, klumpen und blüten“ mit
Malerei und Tonarbeiten.
90-Tage-Galerie, Bardenbach, Zum Fels 1, bis 24. Januar,
Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag, 17 bis 20 Uhr, Sonntag, 15
bis 18 Uhr.
lesung