balkon und garten

balkonundgarten
Alles Grüne muss man sich hier weiß vorstellen. (Und alles Graue grün?)

Heft Nr. 38 der Berliner Gartenzeitschrift Balkon und Garten steht unter dem Thema SCHWARZ UND WEISS. Es gibt darin Beiträge von: Ursula Achten Sibylle Blaumann Lisa Borscheid Sara Bouschard Harri Brill Gerd Brunzema Erika + Helmut Buttke Elisabeth Eberle Eva Engler Dirk Gebhardt Catrin Schmid-El Gendi Simone Gülde Klaus Harth Christine Kahlau Wolf Klein Kai von Kröcher Calin Kruse Leslie Kuo Jörn Lauterbach Andreas Praetsch Elly Prestegaard Gianna Schade Jo Spittler Zuzanna Skiba Johanna L. Wange Katja Windau und Rita Zepf. Der Beitrag von Cornelia Weber ist leider nur auf dem blog zu finden, aber immerhin. Das Heft erscheint in 150 Exemplaren (nummeriert) und ist für fünf Euro zu haben. Fünf Euro und man hat was für’s Leben. Liebevoll fadengeheftet. Mit leicht grün schimmerndem Streifen im Falz. Und wird vielleicht sogar zum Abo verführt! Und überhaupt die Idee, die hinter Balkon und Garten steckt! Danke an Anke Wulffen.

vor vierzehn jahren

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Ein Blatt aus der Reihe „gesellschaftsfähig sein ist prima“ von 1996. Damals zu sehen in der Ausstellung „bunte eier, gekocht“, zusammen mit Stephan Flommersfeld im Schnittpunkt in Wiesbaden. Und wie sich jetzt (jetzt, durch Zufall und nach 14 Jahren) herausgestellt hat, ist Petra Bermes, die Inhaberin des Schnittpunktes in Wiebelskirchen und Dudweiler aufgewachsen. Und ich habe das nienicht gewusst. Und sie umgekehrt wohl auch nicht, oder?

Raumkonzept

Letztens auf dem Spaziergang: Freies Feld, rechts eine Parzelle eines Bauern, der dort Ziegen hält. Jetzt war dort ein neuer Zaun. Und rechts des Zaunes wahllos abgelegt Holzschnitt, Gartengeräte etc. Am Zaun abgelegt, damit sie nicht mitten auf dem Grundstück liegen, sonder beiseite, am Rande der markierten Welt. Vor der Markierung war dort ein freies Feld. Wäre der Zaun jetzt plötzlich weg, gäbe es keinen Grund mehr, die abgelegten Dinge genau an dieser Stelle zu platzieren. Markierungen (z.B. in Zaunform) sind also Formen von Raumkonzept.

mannheim

pourmargot
Mannheim-Feudenheim, Neckarstraße 3, Eröffnung am 25.3., 19Uhr30
zusammen mit Sonja Scherer, Silvia Willkens, Ellie Neu, Christiane Schauder, Sophie Casado und Armin Liebscher. Bis 15.5. Do und Fr 9-13 und 15-18.30. Sa 9-13 Uhr.

die unbeantwortete frage, 2

ueberarbeitetesgebirge
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Anlässlich eines Satzes in dem Interview mit Jean-Jaques Lebel im Kunstforum Nr. 201, S. 197, wo es um den Begriff der „Montrage“ geht, was verglichen wird mit der Möglichkeit, aus demselben Filmmaterial, anders geschnitten und montiert, einen völlig anderen, wie behauptet wird sogar widersprüchlichen Film herzustellen, fällt mir eine ältere Ausstellungsidee wieder ein: Man hat z.Bsp. fünf Räume zur Verfügung. Alle diese Räume werden mit einer gleichen Anzahl von Arbeiten ausgestatten, in einer möglichst gleichen Anordnung. Trotzdem handelt es sich nicht um identische Kopien der Arbeiten, sondern sie unterscheiden sich natürlich. Manche unmerklich. Manche merklich. Sie stammen aus unterschiedlichen Serien, sind formal unterschiedlich und kommentieren, widersprechen und ergänzen sich untereinander. Und dann geht man in den nächsten Raum und findet dort scheinbar dasselbe. Und so weiter. So sind die Arbeiten, die aus denselben Serien stammen, nicht direkt miteinander zu vergleichen. Man findet ja nur jeweils eine in einem dieser Räume. Also kommentieren sich auch die Räume untereinander. Das scheinbar Selbe ist nur scheinbar dasselbe. (Man könnte natürlich auch sagen: Die Anordnung wäre nicht überall diegleiche, nur die Anzahl und Art der Sachen. Auch nicht uninteressant.) Und gestern nacht im Zuge sitzend plötzlich ein Be-Zug zwischen dieser Ausstellunsanmutung und dem Stück The Unanswered Question von Charles Yves. Und das ist jetzt bis auf alle Ewigkeit im Hirn miteinander verbacken und scheint mir auch zu passen…

a in o.

orscholzer-a
Gestern in O. gewesen, um Fotos von Bänken zu machen. Gegen Ende dann, zurück zum Eingang, steht dort ein A. Für ein Ä müssen die in O. noch ein bisschen üben. A in O. ist aber auch ganz schön—

entenwal

petersentenwal

ich spreche kleine, alltägliche sätze
leise für mich hin
ich spreche kleine, einfältige sätze
leise für mich hin
ich spreche kleine, alltägliche, geringe sätze
immerfort für mich hin

ich bin ein pferd
und sitze niemandem auf dem schoß
es sitzt mir niemand auf dem schoß
denn ich bin ein pferd

mein abteil ist überfüllt
niemand sitzt auf meinem schoß
ich sitze niemandem auf dem schoß
denn ich bin ein pferd

ich spreche kleine, alltägliche sätze
leise für mich hin
ich spreche kleine, einfältige sätze
leise für mich hin
immerfort für mich hin

Zeichnung: Peter Weber. Kugelschreiber in Skizzenbuch.
Text: Stephan Flommersfeld.

skulpturales denken

sturm
Der Sturm hat hinter dem Haus derart aufgeräumt, dass man sofort an Wim Delvoye denken musste. Wenigstens mir ging es so. In Frankfurt hat es Bauteile vom Fernbahnhofs-Überbau auf die Autobahn geweht, die dann gesperrt werden musste, der Fernbahnhof ebenso und der Flughafen sowieso. Fast schon soziale Plastik: rien ne va plus.

tellerkratz

Herausragende Projekte im Bereich „Kunst im öffentlichen Raum“, besondere Veranstaltungen und Ereignisse, wissenschaftliche Vorträge, bedeutende Ausstellungen und Führungen im Bereich der Bildenden Kunst sowie die wichtigsten Kunst-Institutionen selbst werden dementsprechend dargestellt und besonders gewürdigt. Das Kulturdezernat verfolgt das Ziel, in 2010, aber auch nachhaltig darüber hinaus, für die Bildende Kunst in der Landeshauptstadt Saarbrücken zusätzliches Interesse zu wecken.
Da bin ich pingelig und empfindlich. Das ist, wie wenn jemand mit dem Messer über den Teller kratzt, oder der Gabel und dabei dieses hochunangenehme Geräusch erzeugt. Und das schreibt die Stadt SB ganz offiziell auf ihrer Website ! Man muss da auch mal kleinlich sein dürfen. Und es kostet auch nicht sooo viel Mühe, im Jahr 2010 zu schreiben oder zu sagen statt in 2010. In einer Zahl kann man nix tun! Wir wollen in 13 mal unsere Füße waschen. Das ist Käse. Und leider kann ich alles, was um so eine Zahl drumrum dann auch noch gesagt wird, irgendwie nicht mehr ganz ernst nehmen. Not really. Nicht jeder Anglizismus ist scheiße. Dieser schon.