alte Filmchen neu verrechnet. Dieser hier stammt aus dem Jahre 1999.
Handeln from Klaus Harth on Vimeo.
Skizzenbuch und permanenter Ausstellungsraum von Klaus Harth
alte Filmchen neu verrechnet. Dieser hier stammt aus dem Jahre 1999.
Handeln from Klaus Harth on Vimeo.



Vogelbild Nr. 1479 -> dies kann man derzeit wohlfeil erwerben in Kaiserslautern, in der Ausstellung o.T./o.N. der Künstlerwerkgemeinschaft Kaiserslautern im Fuchsbau, im Schauraum des Möbelhauses in der Karl-Marx-Straße (nebst anderen beachtens- und erwerbswerten Blättern von 84 weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern!) Selten konnte man Gelegenheiten so beim Schopfe ergreifen! Und so schöne Entdeckungen entdecken.

letzte Gelegenheit: DER FALL SOLA
„… eine exzellente, geistreiche Sprach-Klang-Bild-Kollage. […] Chapeau!„
(Christoph Schreiner in der Saarbrücker Zeitung vom 02. Mai 2017)
„In dem Hörspiel wird zugleich etwas Historisches, etwas Aktuelles und etwas Fiktives verhandelt. Drei Geschichten, die so gut vorgetragen werden, dass man stundenlang zuhören könnte, werden durch die Musik und die Illustrationen vielschichtig.„
(Anna Fastabend im ARD Hörspieltage-Festivalblog vom 10. Nov 2017)
nach den Vorstellungen in Hamburg, Saarbrücken, Trier und Karlsruhe
spielen wir unser Stück nun am „Originalschauplatz“ in Luxemburg:
Abbaye de Neumünster in Luxembourg
25.November 2017, 20 Uhr, Abbaye de Neumünster / Luxemburg

noch ein schönes Foto vom Festivalblog der ARD-Hörspieltage.
Seit gestern wieder aus Karlsruhe zurück, wo wir bei den ARDHörspieltagen DER FALL SOLA als Life-Hörspiel aufegeführt haben. Den Text dazu aus dem HörspieltagenLife-Blog hier unter diesem Link zu finden.

letzte Ausfahrt WOLKENKURS.
Jungs und Mädels draußen im Lande: jetzt wird es ernst: am Wochenende startet der Wolkenkurs am Kunstzentrum Bosener Mühle. Ein paar Plätze wären noch zu vergeben, mehr Infos und Anmeldungen unter www.bosener-muehle.de
alle wundern sich jetzt so unglaublich. ich wundere mich, dass sich alle wundern. knapp 13% für die afd war doch zu erwarten. wenn ich raus auf die straße gehe und die ohren aufmache, dann wundere ich mich, dass es nicht mehr geworden sind. und ich finde es gar nicht so schlecht, dass der latente rassismus und all die anderen unter der oberfläche brodelnden dinge öffentlich werden. was unter der oberfläche brodelt halte ich für gefährlicher, als das, was sich parlamentarisch artikulieren darf. ich halte das auch nicht für eine schwarze stunde der demokratie. eher für das gegenteil, sofern es die sog. alt-parteien verstehen, sich dagegen zu positionieren und stellung zu beziehen. sofern es plötzlich wieder um etwas geht. da wird man sehen, wie stark und überzeugend unsere demokratie ist. das überzeugendste im gesamten spd-wahlkampf finde ich jetzt die erklärung, in die opposition gehen zu wollen. das ist endlich mal eine klare position. „wir hatten ein gutes wahlprogramm“ habe ich letztens von spd-seite im radio gehört. habe ich da was verpasst? das schlimmste und frechste wahlplakat der afd hing an der straße, wenn man von merchweiler nach wemmetsweiler fährt: „rückkehr zum rechtsstaat“ stand da drauf. oder „wir holen uns unser land zurück“. wessen land? wer hat es denn? seit wann? und rechtsstaat heißt es ja nicht nur dann, wenn immer die afd recht bekommt. nee, im ernst: das mit dem rechtsstaat finde ich schon perfide. und in der afd gibt es ja auch studierte juristen. juristen sind auch nicht per se kluge menschen. die, die den rechtsstaat wirklich abschafften und die gesetze beugten, wie es ihnen gefiele, sobald sie nur könnten, sprechen davon, zu ihm zurückkehren zu wollen. obacht im straßenverkehr!
als wenn man den Namen erfunden hätte: GAU-LAND; fehlt noch 1 Heirat mit einer Frau OST oder WEST und im Doppelnamen wäre die Sache perfekt

Nach dem sensationellen Kurs am Wahlsonntag im Wald, gestern am 24. September, steht am 7. und 8. Oktober ein nicht weniger beachtenswerter Kurs ins Haus. In welches Haus?: In die Bosener Mühle. www.bosener-muehle.de Welcher Kurs: Der Wolkenkurs: Versuche über das Leichte und das Schwere. Anmeldungen bitte über die Bosener Mühle!

was haben sie nur mit mir als kind gemacht: dass man sich mit freunden trifft ist ja durchaus nachvollziehbar, was die menschen aber an familienfeiern finden, wird mir auf ewig verschlossen bleiben: nie fühle ich mich einsamer, fehler am platz, ferner von dieser welt als an solchen tagen – ein gestohlener tag auf dem weg zum tod

Das Foto dieser beiden ist mir am Wochenende ins Auge gefallen. Was machen die? Die machen Werbung für AIDA-Kreuzfahrten. Was hat das zu bedeuten? Das Weib lehnt sich an den Mann, zeigt aber im Lächeln immerhin einen gewissen Biss. Der Mann lächelt in die Welt, sitzt voran, das Haar zerzaust, so wie man sich sonstwo modisch-delikate Löcher in die Jeans schneidet. Der Bart gepflegt, damit gesellschaftsfähig sein auch weiterhin prima bleibt. Haar und Bart grau, muss sein, denn man hat ja schon ein erfolgreiches Leben hinter sich. Das sagen auch die lebensgeprüften Falten im Gesicht. Dies ist jetzt und nicht früher. Aber früher war auf alle Fälle da. Interessanterweise ist das Gesicht des Männchens sonnengegerbt. Das Gesicht der Frau dagegen hellhäutig mit einem leichten Touch ins Rötliche. Früher machte man mit solchen Gesichtern allerhöchstens Werbung für selbstdrehende Zigaretten der Fa. Halfzwaare, heute sind es schon Kreuzfahrten. Morgen wahrscheinlich Bestattungsunternehmen.

gestern und heute im Kunstzetrum Bosener Mühle -> Kurs: Elementares Zeichnen und Skizzieren. Erster Tag gestern mit ziemlich guten Ergebnissen gegen Schluss. Heute um 7 Uhr durch die um den Bostal-See stattfindene Deutschland-Rallye sanft geweckt. Draußen fahren sie wohl irgendwelche Trainingsläufe. Morgens um 7 ist die Welt noch in WOrdnung. Das war auch früher schon nicht so.

von 1988: meine damalige Interpretation des Cranach`schen Jungbrunnens. Plaka-Farben auf Baumwolle, möglicherweise mein erster Versuch überhaupt, auf einen solchen Maluntergrund zu arbeiten, beim Räumen der Wiebelskircher Räume gefunden, fast vergessen, sofort erinnert, und jetzt hängt`s im Bad unten. 1988. 29 Jahre her.
Bei meinen Aufräum-Arbeiten entdecke ich auch anderes Material aus meiner Vergangenheit. Nicht nur alte Zeichnungen und Bilder, sondern z.B. auch eine Klassenzeitung, die die katholischen Schüler der 5d2 damals erstellt hatten.
In dieser Klassenzeitung wurden die beiden katholischen Religionslehrer interviewt, zu ihren Lieblingsspeisen und ihrem Freizeitverhalten, was man halt so fragen soll, wenn man grade mal zehn Jahre alt ist.
Es findet sich dort auch ein Interview mit unserem Klassenlehrer, den, ich denke nicht nur ich, sondern viele von uns, als ein ziemliches Arschloch in Erinnnerung haben. Er hat die Schüler im Sportunterricht getreten (sogenannter „Elfmeter“) und im Matheunterricht für die geringsten Verfehlungen (Geodreieck vergessen) mit Strafarbeiten belohnt. Wenn man grade mal knapp 1,45m groß und 10 Jahre alt ist, dann ist so jemand natürlich groß, alt und furchteinflößend. Jetzt gucke ich in diese Klassenzeitung und sehe: dieser Lehrer war damals gerade mal 34 Jahre alt. Von meinem selbst inzwischen erreichten Lebensalter aus gesehen ein Kickifax. Wie kann man mit 34 schon so ein Arschloch sein. Kann man natürlich, gar keine so schwierige Übung, dürfte es heute auch noch geben.
Was mir aber im Nachhinein auch noch auffällt: Das abgedruckte Interview mit ihm. Ich sehe dort Korrekturen in meiner Schrift, und ich erinnere mich tatsächlich, dass der Klassenlehrer mit dem, was da stand, nicht einverstanden war, und uns, der versammelten Klasse, seine Korrekturen in den Bleistift diktierte.
Nichts Gravierendes, nein, aber warum muss jemand seine Lieblingsspeisen und Sprachkenntnisse korrigieren (er isst keine chinesischen und indische Gerichte, er spricht kein Spanisch und Englisch). Nein, er spielt nicht Gitarre, Klavier und Klarinette, sondern nur Blockflöte.
Später war er dann in einer Bürgerinitiative intitiativ gegen ein Kohlekraftwerk, BUND-Mitglied (ich hoffe, das stimmt alles und ich muss das nachher nicht noch mit dem Bleistift hier am Bildschirm übermalen). Es ging das Gerücht, dass man ihn irgendwann aus dem Unterricht entfernt und irgendwo am Ministerium beschäftigt hat, wo er dann den Ministeriumskollegen einen Elfmeter treten konnte.
Wenn ich mich an diesen Morgen der Textkorrektur erinnere, dann erinnere mich an einen Akt großer Humorlosigkeit, was einem als Kind ja nicht auffällt, weil man einfach nur Angst hat.