zeichnerische und malerische stadterkundung

am letzten wochenende wieder ein termin unserer kleinen folge von samstagnachmittagstreffen für die vhs neunkirchen. (wer dazu noch lust hat: einen termin wird es in diesem jahr noch geben: neunkircher idyll pur am gutsweiher in furpach). diesmal war es die szene um die brücke zwischen dem festplatz wiebelskirchen und dem kleinen park nebenan. interessant: hier treffen sich junge männer stehend am baum zu ihrer nachmittagsflasche, junge tastend-übende zweigeschlechtliche kleingruppen, hundegänger über hundegänger.z_26-05-18wbk-baumundspazier-netz

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erklärblatt

 

 

 

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zwei trinker am baumz_26-05-18wbk-kurs-trinker-netz

tagesrest

neben all den nach oben gerichteten daumen, herzchen, grinsegesichtern, die man im internet anklicken kann, um eine emotion auszudrücken, fehlt dann doch eines: eine kleine, kurz angedeutete dankbare verbeugung – – – aber eigentlich gut, dass es das im netz noch nicht gibt (und hoffentlich auch nie geben wird)

jutta koether

gestern gab es anlässlich der aktuellen ausstellung in münchen ein interview mit jutta koether in der frankfurter allgmeinen sonntagszeitung.

„…Es werden immer neue Updates vorgenommen, und die laufen bei mir zusammen. Das ist eben nicht möglich, wenn das Subjekt eine statische Veranlagung hat.

So wie es sonst bei Künstlern dargestellt wird?

Wie es in allen Prozessen des Künstlerwerdens immer wieder nahegelegt wird.

An der Uni?

An der Uni, durch Magazine, Hitlisten, Kunstmärkte. Egal wie weit man dekonstruiert, am Ende des Tages muss man immer eine Eindeutigkeit produzieren, es muss fassbar, abrufbar, benennbar, bewertbar sein. Sich dem nicht grundsätzlich verpflichtet zu fühlen und auch eine gewissen Unverarntwortlichkeit zu praktizieren, halte ich für sehr wichtig.

vom blutenden druck und den unannehmlichkeiten der schwerkraft

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Eine kleine Intervention für die Ausstellung PAFF THE MAGIC in den PFAFF-Werken in Kaiserslautern, auf Einladung der Künstlerwerkgemeinschaft Kaiserslautern. Die alte Stechkarten-Box, zwischenzeitlich von Sprayern rot besprüht, wird mit einer Reihe von stechkartenähnlichen Karteikarten bestückt, auf die minütiös datiert, Datum, Uhrzeit, Gewicht, Blutdruck und Pulsschlag mit einer alten Triumph-Schreibmaschine aufgetippt sind. Der allgegenwärtige Selbstoptimierungswahn findet hier einen Nachhall, ebenso setzt sich hier ein Individuum mit sensibel persönlichen Daten in Szene — die Stechkarten früherer Zeiten waren auch kaum etwas anderes als eine Dokumentation von Leben in seiner Zeit. Außerdem werden die von fremder Hand gesprühten roten Linien durch die Unterbrechungen der Kärtchen noch schöner.

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SONNTAG IST ERST ÜBERMORGEN

abär: am Sonntagnachmittag, 17 Uhr läuft die Eröffnung der Ausstellung GRENZGANG mit Julia Baur, Eva Dincher, Karin Domanowsky, Christiane Lohrig, Inge Münz, Gabi Wagner, Regina Zapp, Margot Zündorf Breuer und mich. Kleines Katalögchen gibt es auch. Wo? : Sulzbach/Saar -> AULA! 17 Uhr ist zwar ein bisschen blöd, von wegen weil parallel in der Kinowerkstatt St. Ingbert der 1931er Film Emil und die Detektive gezeigt wird (und ich da auch viel lieber wäre, das will heißen: das könnte ich verstehen, wenn jemand DESWEGEN nicht kommt).

vor einer Woche

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Nach dem Aufbau der Ausstellung DO THE BIRD in Mainz finde ich das Auto vollgekackt von einem Mainzer Großvogel am Hindenburgplatz. Wenn das mal kein Zeichen ist. (Nur was für eins?)

TU DEN VOGEL Eröffnung am 6.4. 20-23 Uhr Neubrunnenstraße 8 Mainz

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ab 21:00 Uhr: Super8-Filmvertonung & Klugscheißervortrag mit Dr. Proll & Kimberly Klark

Weitere Öffnungszeiten: Montags 18-20 Uhr oder nach Vereinbarung mit info@kunstzwerg.net
Bild: Nikolas Hönig

DO THE BIRD Der Mainzer Kunstverein Walpodenstraße 21 e.V. bittet sein internationales Künstler*innen-Nestwerk um originelle künstlerische Beiträge rund um das liebe Federvieh in allen Erscheinungsformen für eine interdisziplinäre Gruppenausstellung vom 06. April bis 14. Mai 2018. Zur Ausstellung erscheint eine gedruckte Publikation im V.E.B. Freie Brandstiftung mit Beiträgen von:

Brandstifter Marie Dix Dr. Proll Janis Elko Roland Etzin Stephan Flommersfeld Karin Haase Klaus Harth Albert Herbig Sascha Leah Hinz Nikolas Hönig KRD Hundefaenger Kerstin Lichtblau Ruth Luxenhofer Sibylle Möndel Veronika Olma Usch Quednau Lasse Marc Riek Bernd Schneider Ralf Thorn Miss Tula Trash Helmut van der Buchholz Violetta Vollrath Katja von Puttkamer Lars Wehr.

„Über allen Wipfeln ist keine Ruh‘ sondern der Vogel zu sehen und zu hören. Nicht nur auf dem Land hat er seinen Lebensraum erhalten und trotzt wacker den stinkenden Blechkisten mit ätzendem Kot, legt Eier, fängt Insekten, zupft an Meisenknödeln, singt, springt und inspiriert seinen größten natürlichen Feind mit buntem Federkleid, anmutigem Flug und frohem Gesang. Viele haben ihn vergessen, manche tun ihn am liebsten essen, der eine liebt und füttert, der andere verachtet ihn – wenn er als Taube oder Möwe in Erscheinung tritt – ziehen sogar ängstlich den Kopf ein, weil sie bei seinem Anblick automatisch an Hitchcocks Horrormeisterwerk Die Vögel denken müssen oder haben sogar Angst das Haus zu verlassen vor lauter Ornitophobie.“
Alfred Mainzer Jr.

www.walpodenakademie.de

mail art projekt -> beteiligung erwünscht!

This is an Oldschool Mail Art invitation

about/against the plagues of 21 century like Censorship, Dictatorhip, Digitalisation, Fascism, Gentrification, Globalisation, Neoliberalism, New Poverty, Racism, Refugee Crisis, Terrorism, etc.

All techniques/ only format: Postcard, A6, (10 x 15cm)
Send without envelope to: Brandstifter, Kaiserstrasse 43, 55116 Mainz, Germany

Please write your name, title and email on the back. No „cheap“ b/w fotocopies accepted. All contributions who stick to the theme will be part of our interdisciplinary THE POST INDUSTRIAL WAR festival and exhibited from June 9 till September 2018 at our non profit art space Walpodenakademie in Mainz. Deadline: April 30th.
No jury, no return!

Online doc on http://walpodenakademie.de/

denken

Jetzt lieg ich seit ein paar Tagen in meinen Betten herum und schlummere das Leben weg, in der Hoffung, dass bald auch wieder mein linkes Ohr funktionieren wird. Schlucke sogar freewilly el Cortizòn.

Gestern und vorgestern war ausreichend Gedankenkraft verfügbar, um mir die fünf Jandl`schen Poetikvorlesungen von 1984 auf DVD anzusehen und zu hören natürlisch.

Was mich dazu verleitet hat, auch mal wieder in den alten Büchern zu blättern. Und da stolpere ich denn auch wieder über so ein paar grundlegende Sätze, z.B.

 

KUNST HEUTE, ALSO AUCH DICHTKUNST, KANN ALS EINE FORTWÄHRENDE REALISATION VON FREIHEIT INTERPRETIERT WERDEN.

 

oder:

 

…ER HABE IMMER ETWAS ZU SAGEN GEHABT, UND ER HABE IMMER GEWUSST; DASS MAN ES SO UND SO UND SO SAGEN KÖNNE; UND SO HABE ER SICH NIE DARUM MÜHEN MÜSSEN; ETWAS ZU SAGEN; WOHL ABER UM DIE ART UND WEISE DIESES SAGENS, DENN IN DEM, WAS MAN ZU SAGEN HAT, GIBT ES EINE ALTERNATIVE; ABER FÜR DIE ART UND WEISE, ES ZU SAGEN, GIBT ES EINE UNBESTIMMTE ZAHL VON MÖGLICHKEITEN. ES GIBT DICHTER, DIE ALLES MÖGLICHE SAGEN, UND DIES IMMER AUF DIE GLEICHE WEISE. SOLCHES ZU TUN HABE IHN NIE GEREIZT; DENN ZU SAGEN GÄBE ES SCHLIEßLICH NUR EINES; DIESES ABER IMMER WIEDER, UND AUF IMMER NEUE WEISE.

on kawara

In dieser Woche müsste ich es fast so machen wie On Kawara, Postkärtchen rumschicken mit Datum und „lebe noch“. Lebe nämlich grade noch: Erkältung mit Bindehautentzündung auf beiden Äuglein, leider hatte ich nicht die Kraft, das zu aquarellieren, wäre sehr reizfull gewesen, und seit Sonntag höre ich so gut wie nix mehr auf dem linken Ohr. Ab heute dann spanische Therapie mit el Cortizòn. Häh? Hat da links von mir grade irgendjemand was gesagt? Rechts höre ich alles! ALso: Obacht!