(hannah arendt in an eric-dolphy style, take 3)

Das stimmt allerdings nicht ganz. Dieses Blatt entstand nicht in diesem Zusammenhang, aber parallel in den Tagen davor. Nicht in direkten Gedanken an die ganze Hannah-Arendt-Beschäftigung und Lektüre der letzten Tage. Aber irgendwie schien es mir dann doch zu passen. Aber der Titel ist dann doch nicht ganz redlich. Deshalb hab ich ihn nachträglich in ein paar Klammern gesetzt. Heute abend gab es den wirklichen Take 3. Abbildung die Tage.

Wenn man Leute im Landschafts-Kurs hat, die es dankbar annehmen, Baustellen zu malen und zu zeichnen: was für ein Glück. Ansonsten eumel ich ja grade ziemlich durch die Gegend mit meinen zweifelhaften Zweifeln. Gestern aber die Kiste aufgemacht mit den kleinen Zeichnungen von 2018. Und auch das war ein überraschendes Glück. Sehr freche und experimentierfreudige Blättchen dabei, wo man sich immer fragt: War ich früher mutiger?
Auf alle Fälle Felle.
(Und auch eine neue Heckenschere, weil meine Arme dann doch kürzer als früher.)

von der Einsamkeit des Langstreckenläufers

Ein merkwürdiger Zustand: in diesem merkwürdigen Jahr, in dem ich mich plötzlich um ganz viel anderes kümmern musste, entsteht so nebenbei eine ganze Menge Material. Und es läuft, macht Spaß und irritiert mich, und ich hab keine Ahnung, ob es was taugt. „Von der Öffentlichkeit unbemerkt, wurde das Kind mit 4 1/2 Jahren größenwahnsinnig“. (Bodo Kirchhoff).
Von der Öffentlichkeit unbemerkt habe ich langsam keine Ahnung mehr (und mehr).
Aufgeben oder Weitermachen?
„Man muss sich Sysiphos als glücklichen Menschen vorstellen.“ (Camus)
Man sollte mit manchen Dingen aufhören, bevor sie beginnen, einem Spaß zu machen.
Niemandes Nase.
Nobody nose.