
Skizzenbuch und permanenter Ausstellungsraum von Klaus Harth














gestern komme ich mit dem Rad aus dem Wald, dort hinten am Stennweiler Sportsplatz, als vor mir ein junger Mann seine Vorbereitung zum Waldlauf trifft: Dehnübungen bis tiefst runter an den Boden, direkt vor der Leitplanke, Beinwechesel und gebeugt, und ich denke spontan: Die Anbetung der Leitplanke! Ein tiefer Ausdruck unserer Zeit. Und radel weiter und vergesse es wieder und gestern abend dann aus dem Gedächtnis zwei Notizen dazu. Dies ist die zweite, wo er noch einen Stein auf den Rücken bekommen hat, von wegen“sich beschweren“…








Einen Tag lang Gesichter zeichnen zusammen mit dem Liquid Penguin Ensemble und Susanne Kocks und Christoph Rammacher in Pirmasens promoting the Großregion. Gestern haben wir uns die Aufgabe geteilt und der erste Zeichner war für die „Grunderfassung“ des Gesichtes zuständig („Amt für Grunderfassung“), die nächste Station für die weitere Ausgestaltung der Zeichnung („Amt für weitere Details“) und dann noch zwei weitere Augen als „Amt für noch mehr Details und Mundretusche“. Das war sehr entspannt und lustvoll und wir haben zwischen 250 und 300 Menschen gezeichnet in knapp 6 Stunden reiner Zeichenzeit. Unglaublich aber wahr. Die Zeichnung oben übrigens stammt nicht aus dieser Aktion, sie ist zwischendurch in meiner „Freizeit“ entstanden und zeigt eine junge Musikerin des Blasorchesters, die ihre Konzertreise über den Rheinland-Pfalz-Tag bei uns am Stand begonnen hatten…Nungut.




Nach der ersten euphorischen Hin- und Her-Zeichentätigkeit, dem ständigen lustvollen Weiterdrehen und -spinnen unserer jeweiligen Zeichnungen (Jürgen Küster and me), war dann doch irgendwann – zumindest für mich – der Punkt erreicht, wo es nicht mehr so richtig weiterging. Und das ist gut so. Denn nach dem ersten fröhlichen Um-Sich-Schlagen und Tun braucht es Verschnaufpausen, um zu sichten und zu sortieren und die Reaktionen in ein wenig sortiertere Bahnen zu lenken. Gestern abend war es dann so weit. Hier drei Ergebnisse von mehreren. Jetzt kann man wieder gespannt sein…





