
Skizzenbuch und permanenter Ausstellungsraum von Klaus Harth











hermann hesse:
was ist das gegenteil von stufen?
eine rutschbahn?
ein abhang?







sie glauben nicht, was auf der hand liegt. Sie glauben nicht, was auf dem boden liegt. Sie glauben, was im dreck liegt. Sie glauben lieber das unwahrscheinliche, als das, was auf der hand liegt. Sie gehen nicht durch die tür. Sie rennen mit voller wucht gegen die mauer und sprechen: wusste ich doch, dass es hier kein durchkommen gibt. Ich kann nicht, also bin ich. Aber das hatte ich an anderer stelle schon mal erwähnt.





Tempera auf Papier







(Alter Bahnhof Völklingen)
einen monat überlebt. einen monat überlebt. einen monat überlebt. Schon wieder. Aber diesmal war es nicht abzusehen. Canetti schreibt: Der wahre Kritiker, der sich an seinem Gegenstand verjüngt. Der falsche kritiker altert also an seinem gegenstand. Ich arbeite mich an meinem gegenstand nicht ab, um klüger und jünger zu werden, sondern um mich zu konsolidieren und zu altern. Was soll ich zu etwas sagen, von dem ich weiß, was ich dazu sagen möchte? Habt ihr einen grundsätzlichen gedanken zum thema zeit? Vierundzwanzig stunden unter einer langen stoffbahn immer wieder hin und her kriechen, während immer wieder die ein und selben drei töne gespielt werden. das wäre radikal. Was bedeutet form in der zeit? Ich stopfe mir immer mehr gedanken in den kopf, um jünger zu werden. Nicht um älter zu werden. Die bestätigung bringt den tod. Hinkriechen. Herkriechen. Hinkriechen. Herkriechen. Und schon wieder habe ich einen monat überlebt. Oktober, in diesem fall. Im november könnte es sein, dass ich wieder älter werde.
Liebe Freundinnen und Freunde,
hier die herzliche Einladung zu einem Workshop am 30. Oktober von 16-18 Uhr im Alten Bahnhof in Völklingen im Rahmen des Freistil_Festivals des Netzwerk Freie Szene Saar. Sie darf gerne weitergeleitet werden!
urban soundscape – mittelalterliche Musik als Einladung zu Improvisation und bildnerischer Gestaltung
Workshop für alle Interessierten sowohl für Familien mit Kindern ab 7 Jahren
Ausgehend von der Musik des Mittelalters, die in unserer Gegend erklungen sein könnte, verbinden wir Bildende Kunst und Musik (auch zeitgenössisch improvisierte) und möchten daraus zu individueller künstlerischer Gestaltung anregen.
Dabei soll ein Einblick in die mittelalterliche Farbherstellung gegeben werden, der experimentelle Umgang mit dem Material mündet in individuelle bildnerische Gestaltung zur Musik. Wer einfach der Musik lauschen möchte ist auch herzlich eingeladen!
EINTRITT FREI
Musik des Mittelalters und Improvisation: Barbara Neumeier (Blockflöte), Claudia Kemmerer (Gesang und Gläserspiel), Christian Balzer (Perkussion)
Bildnerische Gestaltung: Klaus Harth
PS -> hier brutzelt der Zwiebelsud für leichtes dunkles Rot. 🙂 Und daruter sind auch schon einige Vorbereitungen getroffen ;.)


