lorscheider – harth

Links ein in Lisas Mappen wieder aufgetauchtes Blatt ihres Großonkels Paul Lorscheider, der zu seiner Zeit als Bildhauer Grabsteine für den Friedhof in Schiffweiler gemacht hat. Von ihm gibt es eine kleine aber feine Sammlung von Vorstudien für Grabsteine, ein geschnitztes Kruzifix, aber auch Skizzenbücher aus der Gefangenschaft im 1. Weltkrieg und diesen Hahn, hinter dem sich Dürer kaum zu verstecken braucht (sorum und nicht andersrum). Daneben mein Schleifscheibenvogel (Nr. 1307 der Serie), den man sich ja auch als Postkarte nachhause holen kann…

bad-portraits

Die Mainzer Minipressen-Messe kann kommen! U.a. mit den kleinen Heftchen mit „Bad-Portraits“ aus einer „Nach-dem-Frühstück“-Sitzung von Lisa Borscheid, Stephan Flommersfeld und meiner Winzigkeit. Jeweils 8-Seiten mit 6-Zeichnungen, schön gedrucktem Titelbild, lieblos zusammengetackert. Wer es nicht abwarten kann, darf natürlich jetzt schon welche bestellen. Das Heft zu einem klaren 5er (EUR). Ab 20,- EUR versandkostenfrei. Versteht sich.

Schichtfehler

Auf diesem Stapel befinden sich die ersten 110 Zeichnungen, die innerhalb von drei Wochen in Zusammenarbeit mit Hans-Jürgen Küster entstanden sind. Originale und Kopien auf Transparentpapier. Mehr dazu bei Gelegenheit. Jürgen Küster ist Mitglied des KGB, insofern: Obacht! Ich mache immer schön brav meine Zeichnungen und werde in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Alles streng geheim. Au backe. Man darf sich keinen Fehler erlauben. Aber wie hat mein alter Freund Fjodor M. Dostojewski immer so schön gesagt: „Die Menschen sind unglücklich, weil sie nicht wissen, dass sie glücklich sind.“ Aber trifft das eigentlich hier zu?

weltpfauentag

Der Saarbrücker Wochenspiegel schafft es, eine Anzeige der Globus-Großmärkte, wo man Frauen zum Weltfrauentag Rosen und Crémant kredenzte, direkt unter den Kontaktanzeigen der hiesigen Prostitutionsszene zu platzieren. Soll man die Redakteure dafür loben, weil sie der Wahrheit ins Auge schauen und man keinen Aspekt des Daseins ausklammern soll? Oder soll man ihnen rechts und links eine hinwatschen ob der zur Schau gestellten Abgestumpftheit? Und soll man den Globus gleich mit abwatschen, der die Frauen auch nur so nett begrüsst, um sie damit als wohlgewogene Chefeinkäuferinnen genauso zu bauchpinseln wie zu funktionalisieren…Beim Weltfrauentag ging es auch mal um was anderes…tempi passati…

(Verwaltungsangestellte der oberen Ränge aus Gegenden im mittleren Saarland haben bei Eröffnungsreden öffentlicher Veranstaltungen oft ein so schön dialektisch gefärbtes Hochdeutsch, dass ein Weltfrauentag dann auch mal nach einem Weltpfauentag klingt, was dann, alles in allem, zu einem Blatt wie dem obigen führt…)