
Skizzenbuch und permanenter Ausstellungsraum von Klaus Harth


Vielleicht kann es ein Trost sein: nicht alles läuft immer gut! Man könnte sich ja vorstellen: da sitzt der dann den ganzen Tag da in seiner Bude und produziert fleissig vor sich hin. Ein Aquarell nach dem anderen Aquarell. So wie früher: ein Vogelbild nach dem anderen Vogelbild. Eine Zeichnung nach der anderen Zeichnung. Keine Fragen, keine Krisen. Nix. Einfach nur: Tun. Und so ist das eben nicht. Bildchen malen ist eben nicht nur Bildchen malen. Sondern: Tun und in Frage stellen. Und wenn man mal das Glück hat, so wie derzeit, auftragsmäßig an einem Bildkonzept/Entwurf für ein bestimmtes Vorhaben zu arbeiten, dann kommt man an dem ein oder anderen Punkt auch mal nicht weiter. Und hockt einen Abend deprimiert und still starrend in eben besagter Bude. Träumt von was anderem und wacht morgens wieder auf. My personal Sisyphos schleppt an zu langem Arm eine zu große Hand hinter sich her und rollt keinen Stein einen blöden Berg hinauf. Heute ist Feiertag (Tag der Arbeit. sic!). Alle ruhen sich aus. Ich versuche es ein wenig mit Staubsaugen. Der Mensch ist ein Saugetier. Und vielleicht komme ich dann auch ein wenig mit meinem Bildkonzept weiter.
PS: Gestern abend auf DVD -> Familie Brasch. Angucken!





was macht der eigentlich so den ganzen tag? sowas z.b. noch nicht spruchreif. aber ättwörck.

diese Maske brachte vorgestern Doris Ducke-Sellen ins Haus. Ist mir wie aus dem Mund geschnitten oder wie sagt man da? Einkaufen war ich mit dem Ding noch nicht, sieht aber mit dunkler Sonnenbrille, so wie ich sie auf dem Fahrad zu tragen pflege, sehr pericoloso aus.
Übrigens war ich eben drei 1/4 Stunden mit dem Rad unterwegs: Wemmetsweiler – Heiligenwald – Landsweiler – Neunkirchen – Wiebelskirchen – Stennweiler – Wemmetsweiler. Vor allem, um in Neunkirchen Fotomaterial zu knipsen als Vorlagen für meine Neunkircher Gegenden.
Ich habe mich echt gefragt, ob ich die Stadt wirklich je so leise erlebt habe. So wenig Autos. Ich bin an der AOK vorbeigeradelt, weil es da einen sensationell platzierten Baum gibt: Stille. Stell Dir vor, es ist Papst und niemand geht hin. So in etwa. Neunkirchen ohne Papst. Incredibile.


Doris Dörrie schreibt in ihrem Büchlein „LEBEN-SCHREIBEN-ATMEN – eine Einladung zum Schreiben“ ein paar Dinge, die natürlich auch auf`s Zeichnen zutreffen können:
„Zu schreiben bedeutet, sich jeden Tag wieder aus dem kleinen, ordentlichen Garten mit gemähtem Rasen und Blumenrabatten herauszuwagen in den Dschungel. Dorthin, wo wilde Pflanzen wachsen und gefährliche Tiere umherstreifen. Dorthin, wo die Geschichten nicht mehr hübsch und ordentlich sind, sondern schillernd, giftig, schmerzhaft und wüst. Interessant ist nie die Beschreibung unseres schönsten Ferientags, sondern die des schlimmsten. Wir verbinden uns über die schlimmen Geschichten miteinander, nicht die hübschen. Über die, in denen wir nicht gut dastehen, nicht moralisch gehandelt haben, versagt haben, verletzt worden sind, gescheitert sind.“









mein bescheidener Mail-Art-Beitrag für Norditalien wäre dann obiges Kärtchen, das vielleicht sogar schon angekommen ist…
Ich hab`s versucht: Fotoautomat war wegen Corona-Kontaktsperren-Ding nicht zugänglich. Außergewöhnliche Krisen verlangen dann auch mal ein Ausnahme-Foto: Mein monatliches Automatenfoto seit dem 5.10.2001 ausnahmsweise selbstgemacht ohne Fotoautomat.


