



Skizzenbuch und permanenter Ausstellungsraum von Klaus Harth




hierzu gibt es – manche haben ja noch hoffnung – einen kurs an der bosener-mühle
und falls alle stricke reißen, sogar noch einen zweiten ansatz gegen ende des jahres 🙂




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die welt ist, was der fall ist, nicht was der abfall ist, aber auch und doch
Foto: Beate Garmer
August 21st, 2019
brachland, ein gedicht
fritz w
brachland heißt man in wien gstetten
nicht nur in wien, sondern auch rundumadum
was gleichbedeutend mit niederösterreich ist
wo ich geboren wurde
…oder täusche ich mich da
brachland wird von menschen nicht genützt
zu keinen zwecken, höchstens zu illegalen
wie ablagerung von müll aller art und größe
wo die kinder spielen
…oder täusche ich mich da
brachland ist das land das möglichst brach liegt
wildwuchs sozusagen, reich an pflanze und tier
natur wie sie den menschen nicht erholsam dünkt
wo nichts nach träumen ist
…oder täusche ich mich da
brachland ist ein gedicht von fritz w wie widhalm
der gern brach daliegt, ohne zweck und nutzen
dessen dasein als nahrung und wohnstatt frei
wo nichts nach vorteil giert
…oder täusche ich mich da
Foto: Beate Garmer
Heute morgen blätterte ich in einer alten Zeitschrift aus dem Jahr 2008. An den Rand der zweiten Seite habe ich damals mit Bleistift zwei Notizen geschrieben. Beides Beobachtungen aus dem Neunkircher Stadtgeschehen. Neunkirchen/Saar ist meine Geburtsstadt. Burbach ist die Fortsetzung von Neunkirchen mit anderen Mitteln. Oder umgekehrt? Jedenfalls erinnere ich mich tatsächlich dunkel an diese Begebenheit. Ich saß in einem Straßencafé und habe folgendes Treffen zwischen einer älteren Frau und dem Wirt aufgeschnappt. In Neunkirchen sollte man sich des öfteren einfach mal morgens in ein Kaffeehaus setzen. Falls es denn eines gäbe. Auch das ist in Burbach nicht ganz anders. Der Wirt damals, und da beginnt mein Gesprächs-Aufschnappen, bietet der älteren Frau für nachmittags ein kostenloses Schnitzel an: Komm heute mittag einfach vorbei und ich mach Dir dann ein kleines Schnitzel. – Egal wann?,: Egal wann!, komm einfach vorbei, einverstanden? (Wo kommt eigentlich dieses Wort her: „einverstanden“), und: Kennt der Wirt diese Frau? Ist es vielleicht seine alte und kranke Mutter? Oder ist es einfach eine alte Frau, die von der Hand in den Mund lebt und einfach mal gefragt hat, ob sie irgendwelche Reste abhaben kann?
Dialog mit der Natur 2 from Beate Garmer on Vimeo.