1201 und 1203 größer nach kassel

bittegerne:
1203-groesser
1201-groesser
(wenn man mit Ryanair von Göteborg nach Hahn, so genannt Frankfurt-Hahn, im Hunsrück fliegt, dann kommt so in etwa über Kassel die Ansage, man solle sich jetzt anschnallen und so langsam für die Landung bereit machen…hä? Kassel? Landung in wenigen Minuten? Aber guckt man auf der Landkarte, dann kommt das schon hin…also schnell auf Wunsch die beiden Vögel nach Kassel ein wenig größer…)

worte zur guten nacht

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Strenge und Leichtigkeit. Am Jahresende vorgefunden, abgelichtet und ins Netz gestellt. Für Euch da draußen zu Einsicht und Wohlgefallen. Macht was draus! Und allen einen Guten Rutsch!
Und noch ein Wort zur guten Nacht, abgemalt bei Hans Magnus Enzensberger:
„Denn jeder Peinlichkeit wohnt eine Erleuchtung inne, und während der Arbeiter im Weinberg der Kultur seine Erfolge rasch zu vergessen pflegt, hält sich die Erinnerung an einen Flop jahre-, wenn nicht jahrzehntelang mit geradezu blendender Intensität. Triumphe halten keine Lehren bereit, Mißerfolge dagegen befördern die Erkenntnis auf mannigfaltige Art. … Außerdem entfalten Flops eine therapeutische Wirkung. Sie können berufsbedingte Autorenkrankheiten wie Kontrollverlust oder Größenwahn wenn nicht heilen, so doch mildern.“
In diesem Sinne!

mittwoch, 8.12.

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abends
mittags
morgens
Interessanterweise gibt es am Nichtraucherbahnhof Neunkirchen/Saar leerstehende Vitrinen, in derer einer sich, bei Betrachtung aus der Nähe kleinere Gegenständ wie etwa alte Fahrkarten finden. Man denkt, dies würden wohl verstörte Menschen durch die Scheibenritzen schieben um das spaßig zu finden. Guckt man genauer, dann entdeckt man aber auch: ein abgebrochenes Stück Metermaß, ein altes Los, Ausdrucke von Fahrtverbindungsanfragen. Sollte es hier Aufräumpersonal geben, die solche Fundstücke in der Vitrine auslegen, damit sie jemand wiederfinden kann? Ein abgebrochenes Stück Metermaß? Ein bißchen Staub?
Falls ich mal zu einer Ausstellung auf einem Bahnhof eingeladen werden sollte: hoffentlich erinnere ich mich daran! Kleine unscheinbare Gegenstände und Fundstücke.
Oder eine der neuen und schönen und kleinen Plastiken des Stephan Flommersfeld wären auch prima vorstellbar!!:
gekraeusel

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haeufchen

4.12.

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Das Problem des Todes ist ein Problem der Zeit. Für uns ist ein Jahr vergangen, im Reich der Toten weiß man davon nichts (hoffentlich).
Zeichnung: Peter Weber

Matrix

Gestern morgen kurz nach 7 beim Aufblättern der Frankfurter Sonntsgszeitung erstmal die Äuglein gerieben. Auf Seite 2 ein Interview mit Stefan Mappus zu Stuttgart 21 und auf Seite 3 ein Artikel mit dem Titel: „Fünf Jahre müssen reichen – Der Stadtplaner Albert Speer über das Missmanagement von Großprojekten“. Wenn man sich da nicht so auskennt kann man da auch mal erschrecken. Habe ich irgendwas verpasst? Wer oder was ist die Welt? Wo habe ich die ganze Zeit gelebt? Albert Speer war zwar immer schon ein Fan von Großprojekten, aber das ist doch alles aus und vorbei?!
Es stellt sich dann aber schnell heraus: Dieser Name durfte mehrfach benutzt werden. Gemeint ist dieser Speer. Puh…

LANDGREISE

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Im Saarland (ca. 1.000.000 Einwohner) gibt es die Landkreise Saarlouis, Merzig-Wadern, St. Wendel, Neunkirchen, den Regionalverband Saarbrücken und den Saarpfalzkreis. In jedem dieser Kreise sorgt ein Landrat oder eine Landrätin für das leibliche Wohl der Einwohner.
Es soll Gegenden in Deutschland geben, die haben Landkreise so groß wie das ganze Saarland. Die kommen dann mit einem Landrat aus. Geht auch. Irgendwie. Aber wahrscheinlich geht es denen dann leiblich nicht so gut…

noch mehr vergangenheit

1987
1989
zwei Portraitzeichnungen von 1987 und 1989, an die ich mich nicht mehr erinnert habe. gestern per mail von der damals abgebildeten kollegin zugesandt. ebenso ein foto des zeichners in damaliger ansicht.
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1992

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Hecken bei Kirchberg im Hunsrück. 1992 haben wir dort eine 11-tägige Exkursion durchgeführt. Gezeichnet, gewandert, Marquez vorgelesen usw. usf. Das Haus gibt es immer noch. Bauschuttcontainer, laufender Fernseher und Anbau lassen darauf schließen, dass es inzwischen privat genutzt wird. Nebenan, dort, wo vor 18 Jahren nix war: eine Neubausiedlung, sogar mit einem Holz-Blockhaus. Bewohnte Mythen und bemühtes Wohnen. Was machen die Menschen hier? Die können ja nicht alle auf dem Flughafen Hahn arbeiten…

zwischen riegenroth und bubach

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Kugelschreiber auf kariertes Papier, 31.10.10, je 29,7x21cm
Auch im Hunsrück ist nicht mehr alles das, was es einmal war. Mehr als drei Menschen auf einmal, die einem im Wald begegnen, gibt es immer noch nicht, dafür aber Sonnenanbeter, die Davos spielen und Menschen mit Halloween-Partys aus der Ferne. Vor Jahren hat man noch nicht einmal Silvester bemerkt.