



u.a.: Auf der Minipressen-Messe zu haben: Hefte mit Original-Kringelzeichnungen bekannter Artisten (z.Bsp.: Marcel Duchamp, Gerhard Richter (oben), Sonja Delaunay, Wols, Hokusai u.v.m. Incl. Expertisen, die die Echtheit bescheinigen. Sensationell!
Skizzenbuch und permanenter Ausstellungsraum von Klaus Harth




u.a.: Auf der Minipressen-Messe zu haben: Hefte mit Original-Kringelzeichnungen bekannter Artisten (z.Bsp.: Marcel Duchamp, Gerhard Richter (oben), Sonja Delaunay, Wols, Hokusai u.v.m. Incl. Expertisen, die die Echtheit bescheinigen. Sensationell!


oben: Öl auf Druckplatte, unten Linolfarbe, Öl, Graphit auf Druckplatte.
unten: nochmals mit Linoldruckfarbe überarbeitete Druckplatte:

und die einfache Abbildung der Uhr, die ich mir in die Nähe der original-Uhr gehängt vorstellen möchte (eine Idee, die mich schon lange umtreibt: die Abbildung des Sofas über dem Sofa, in diesem Falle die Abbildung der Uhr neben der Uhr, im Original vergeht die Zeit, in der Abbildung nicht und in der stilisierten Uhr oben bleibt es immer fünf vor zwölf und auch auf dem Telefon wird als erstes dann die Zeit wahr genommen. Die Zeit als ein wesentlicher Faktor der Arbeitswelt:


Sehr interessant. Immer wieder abends gucke ich in meinen Dropbox-Ordner, den mir Jürgen Küster anempfohlen und den ich entsprechend auf meinem Rechner installiert habe. Ein schönes Modul, mit dem man recht unkompliziert Daten einstellen und abrufen kann, ohne sie groß per E-mail oder sonstwie hin und herschicken zu müssen. Wirklich ein feines Teil. So, also: immer wieder abends gucke ich da rein (oder morgens) und es geht weiter. Jetzt hat Jürgen sogar Holzschnitte gemacht und es vermischen sich auf’s lustigste Tusche, Computerzeichnungen und Holzschnitte. Konventionelles und elektronisches Material. Und solche Mengen von Rundumschlägen bisher, dass man kaum nachkäme, sie alle hier zu posten. So muss der Text jetzt hier genügen und erstmal die Phantasie anregen.
Jetzt hab ich mir als Außenstehender den Spaß gemacht und mir heute – zusammen mit einer ehemaligen Studienkollegin aus Mainz, im Saarland geboren und in Merzig lebend – die Neunkircher Abteilung der 10. Landeskunstausstellung angeguckt. Bettina van Haaren schreibt ins Gästebuch „Tolle Ausstellung!“. Dies ist aus meiner Sicht nur schwer nachvollziehbar.
Was bleibt ist für mich eine einzige Zeichnung, die dritte Zeichnung von rechts von Uwe Loebens. Die fand ich originell mit den männlichen Geschlechtsteilen, die zur Dornenkrone werden, wirklich ein schöner Einfall, der über die sonst ein wenig postpubertär inflationäre Verwendung dieses menschlichen Organs in seinen Zeichnungen, um seinen Unmut über gesellschaftliche Mißstände auszudrücken, doch ein wenig hinausgeht.
Ansonsten viel Malerei, die nichts wagt, die brav drei Leinwände vollpinselt, um zu zeigen, was man alles draufhat (wie bei Cordula Sumalvico). Zuviel unzusammenhängendes Material, dass einem das arme Bild schlußendlich gleichgültig zurücklässt.
Der Versuch, Fritz Zolnhofer, Edvard Frank und Richard Eberle einzubinden ist schwierig: Alle drei sind eigentlich nur noch kunsthistorisch interessant. Was bleibt für uns heute? Sind es Bilder, die uns heute als Bilder anrühren? Wohl kaum. Es sind Bilder, wo man nur noch sagen kann: Aha, das hat den damals also interessiert, aha…
Die Stilleben von Volkmar Groß gehen immerhin ganz gut mit den kleinen Gemälden von Gabriele Langendorf zusammen, deren Arbeiten ich aber in größerer Anzahl kombiniert im Künstlerhaus in Saarbrücken letzlich interessanter und überzeugender fand. Das wirkt in der geringeren Zahl auch ein bisschen wie Fleißarbeit und Demonstration von Können. Ein Sockenbild, das nicht ganz so glänzend daherkommt, und dass auch in SB eines meiner lieberen Bilder war, bleibt auch hier einer meiner Favoriten.
Volker Sieben mit zwei dunklen Leinwänden, ok, but: so what? Johannes Lotz pflegt seine Privatmythologien, verlangt aber immerhin sehr hohe Preise für seine Bilder. Auf einem Bild ist ein Kasperle mit drauf. Die Lieder, die er mal gedichtet und gesungen hat, fand ich schöner und verschrobener. Diese Bilder guckt man an und hat sie, kaum ist man aus dem Raum draußen, wieder vergessen.
Till Neu bleibt ein Schönfärber. Das Rot in seinen Bildern glüht und ist wirklich auffallend und man denkt sich: gut! Aber im Gesamten zeichnet er doch ein recht gutmütiges Bild von der Welt, zu schön, um wahr zu sein. Was passiert grade in Syrien? Da bleiben wir doch lieber im Garten Eden und malen noch flugs Adam und Eva ins Bild…
Bei Mert Akbal kann man die Arme ausbreiten und, so man will, in die Luft springen, man sieht dann ein Abbild davon in einer hin und her wackelnden Landschaft, die einen Traum des Künstlers darstellt, wenn ich das recht verstanden habe. Ich gehe raus und hatte ein wenig Sport (Hüpfen).
Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer.
Der Schlaf der Gedanken Schönfärberei (und auch Volker Sieben färbt in diesen beiden Leinwänden schönes Schwarz mit lecker Blau usw.)
Das schlimmste bei einer Ausstellung ist, wenn man wieder rausgeht, so wie man reingegangen ist, unberührt und unverändert.
Neunkirchen fand ich wirklich keine „tolle Ausstellung“. Aber es ist schön mal ein bisschen lästern zu dürfen, weil man selbst nicht dabei ist. Uwe Loebens macht das ja auch immer gerne…







Hier sind jetzt acht Zeichnungen aus dem Mischteile-Projekt zusammen mit Jürgen Küster. Ganz oben mein Ausgangsblatt, Tusche auf Transparentpapier, darunter zwei (von mehreren) ersten Reaktionen von Jürgen. Darunter meine beiden ersten Reaktionen-Reaktionen und darunter wieder drei Zeichnungen von Jürgen. Mittlerweile gibt es 12 Ausgangszeichnungen, die verschiedene Reaktionsstufen durchlaufen. Wobei zwar derzeit direkt am Computer gearbeitet wird, Jürgen arbeitet mit SketchBookPro und Ink, ich selbst im schnöden Photoshop. Allerdings ist das mit Sicherheit nicht das Ende vom Lied, denn ich kann mir duchaus vorstellen, auch wieder mit konventionellen Mitteln darauf zu antworten, resp. das ein oder andere Blatt auszudrucken, umes wiederum mit Graphit oder Tusche oder… zu bearbeiten.


Am Samstag Abend waren wir im Grand Théatre in Luxembourg. Ich hatte zwei Freikarten für einen Vorstellung von Sasha Waltz & Guests „Gefaltet“. Im Programmheft stehen die Namen der vier Tänzerinnen und vier Tänzer. Und damit ich mich vielleicht auch zukünftig an sie erinnere, habe ich im Internet geforscht und kleine Gedächtnisstützen gezeichnet. Wie schnell man Gesichter auch wieder vergisst: Ein im Internet gefundenes Gesicht wollte sich partout nicht in meiner Erinnerung wiederfinden. Alle anderen ja.
heute nachmittag n Wöllstein gewesen und mit Stephan F. die ein oder andere Strategie für die Minipressen-Messe besprochen. Schöne kleine Filmchen gedreht und nett gegessen. Unten: L. und S. im Gespräch. (Übrigens würde es sich wirklich mal lohnen, die Wohn-, Arbeits- und Präsentationsstätte des Stephan F. mit einer kleinen Exkursion zu ehren. Da hat man wirklich was zu gucken!


Das Wochenende war begleitet vom Hängen alter Bildbestände um neuen Domizil. Das Treppenhaus wurde am Freitagabend in meiner Abwesenheit bestückt. Hier finden sich Arbeiten von Vera Kattler, Julia Baur, Lisa Borscheid, Kerstin Follmann, Ute Thiel, (und mir), neben dem übrig gebliebenen Stilleben eines ehemaligen VHS-Kursteilnehmers, der sein Bild nie abgeholt hat…(Abb. oben: findet sich im vorderen Raum oben: zwei Portraits aus meiner Hand (L. und S.).




Ich glaube, im letzten Text zur Minipresse hatte ich mich ein wenig wiederholt. Hier jetzt ein Abbild aus der laufenden Produktion…
Weitere Vorbereitungen für die Minipressen-Messe in Mainz: Denke mir, dass zu den „normalen“ Heften auch ganz gut Hefte mit eingebundenen Originalzeichnungen passen würden. Das wäre dann so eine Art ostasistisches Rollbild auf westeuropäisch. Und da auf einer Minipressenmesse voraussichtlichauch der eine oder die andere Literaturinteressierte herumstreunen werden (und nicht nur bibliophil angehauchte Menschlichkeiten), und ich in meine Büchers auch immer gerne das ein oder andere Schriftstellerportrait implementiert habe: was läge näher? Die Kurve krieg ich noch und dann kann’s aufgehen à Mayence!

Irgendwie muss es ja weitergehen…also: next stop: Minipressenmesse.

Das was oben noch abgebildet ist, hab ich mittlerweile auch gefressen. Das schüttet dann irgendwelche Neurotransmitter aus (oder was anderes, was weiß ich) und dämpft die Wut. Heute bekomme ich nämlich eine Einladung zur Landeskunstausstellung. Nicht eine zur Teilnahme, der Zug war ja längst abgefahren, sondern eine zum Besuch der sehenswerten Ausstellungsräume und Eröffnungen. 78 Namen auf der Liste (hab sie nicht gezählt, aber irgendwo hab ich in der Presse diese Zahl aufgeschnappt). Viele viele altbekannte Gesichter. Nungut, man hat da keinen Anspruch darauf, dabei zu sein. Und wenn einer allein nach seinem großfürstlichen Gutdünken entscheiden darf, ist das natürlich alles sehr sehr subjektive Auswahl. (Dr.) Sabine Graf sagt auch immer, dass ja jeder wüsste, dass das ja nur ihre eigene Meinung sei, nicht mehr und nicht weniger, was da in der Zeitung unter ihrem Namen veröffentlicht wird. Und jeder weiß ja, dass die Landeskunstausstellung nur so eine kleine unbedeutende Präsentationsform ist, die kaum jemand wahrnehmen wird. Dass der Kurator der Meinung ist, dass die eigene Kunst so unbedeutend und langweilig ist, dass sie in diesen erlesenen Kreis nicht hingehört, ist das eine. Da findet das Hirn genügend Tricks, irgendwie damit klarzukommen. Vielleicht stimmt es ja auch: Langweilig und uninteressant und ich sollte endlich aufhören, andere Leute damit zu belästigen…
Dass sie einem aber dann noch die Einladung ins Haus schicken: Siehst Du, wärest Du so wie diese, dann wärest Du auch dabei!
Lasst das! Verhöhnt nicht die Menschen, die Ihr nur als Claqueure wollt! Wenn Ihr jemand nicht wollt, dann wollt ihn wenigstens 100% nicht. Alles andere ist als Verletzung wahrnehmbar (s. Abb. oben).
Man verzeihe mir diesen sehr uncoolen Wutausbruch. Ich hatte es ja noch „gut“. Seit 1993 durfte ich immer mal wieder eine Kleinigkeit im Rahmen dieser Veranstaltung vor die Nasen der Öffentlichkeit hängen. Ich kenne aber andereseits auch einige künstlerisch tätige Menschen, die seit Jahren in dieser Hinsicht ignoriert werden und die ein solch öffentliches Bohei durchaus auch mal verdient hätten, stärkt ja auch ein wenig das Ego und treibt die Arbeit voran, fördert die Gesundheit und vermeidet Antideprssiva; und ich finde andereseits auch Namen in dieser Liste, deren Arbeiten ich seit Jahren als auf der Stelle tretend finde und denen eine Pause durchaus mal gut täte. Nungut. Hätte ich mal die Chance, Kurator zu spielen, sähe datt janze Ding vielleicht tatsächlich mal anders aus. Würde nochmehr Unbill produzieren, weil noch andere fehlen würden. Fuck off Kuratorentum! Kuratorentum = Feudalismus. Danke für die Aufmerksamkeit.