ZEICHENKURS WALD

ACHTUNG: Ortsänderung. Nach einem heutigen Spaziergang möchte ich den Ort der Veranstaltung gerne ändern. Dieser Platz ist insgesamt ruhiger (nicht so viele Wanderer) und vor allem vielfältiger in den graphischen Herausforderungen! Statt Steinbach jetzt STENNWEILER!!!

Für den 23. August (dies ist ein Sonntag) möchte ich zu einem Zeichenkurs in Stennweiler einladen.

Treffpunkt ist der Waldparkplatz hinter dem Sportplatz.

Wir treffen uns am Sonntagmorgen so gegen 10 Uhr.

Der Wald bietet die unterschiedlichsten Eindrücke
und Strukturen, die eine zeichnerische Auseinandersetzung
lohnen: Große Formen. Kleine
Formen. Verfall. Wachstum. Licht. Schatten.
Deshalb wird auch die Herangehensweise je nach
persönlichem Interesse eine sehr unterschiedliche
sein. Wir arbeiten mit Kohle, Graphit, Tuschen,
Farbstift etc.
Je nach Interesse finden sowohl Naturstudien als
auch freie Interpretationen gebührenden Raum.

 

Der Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

Fragen können und sollten wir in einem persönlichen Vorgespräch klären. Ich bin unter der E-mail klaus_harth@web.de zu erreichen und rufe gerne zurück.

Der Kurs wird sich so in etwa bis 17 Uhr erstrecken.

Unkostenbeitrag: 45,- €

iDogma

juergenrinck-karteJürgen Rinck ist unterwegs zum Nordkappp. Und verschickt von unterwegs sogenannte iDogma-Karten, die er auf Bestellung verschickt. Nun hatte ich keine bestellt, weil ich zu dumm und faul war, mich mit dem technischen Procederes von Bestellung und -zahlung auseinanderzusetzen, und bekomme letzte Woche trotzdem eine. Das ist wahre Freundschaft!

schöne künste

boxer-netz ecke-netz hintennachlinks-netz hintenvonunten-netz klavier-netz mann-netz seikenheld-netz sitzenundsprechen-netz zeichen-netz

Rachel Mrosek hatte mich eingeladen, bei der diesjährigen Nacht der Schönen Künste in Saarbrücken den Raum von Alyeh Sadat („Bodenschätze“) mit Arbeiten zu bespielen. Und es war eine gute Gelegenheit, Zeichnungen aus der gerade entstehenden Ikarus-Reihe auszuprobieren. Ich mag ja diese Nichtkunsträume, diese Konfrontation mit Alltag und dem was dann als Funken bei der Begegnung überspringt oder auch  nicht. Jedenfalls war dies ein schöner Abend und eine gute und willkommene Gelegenheit, die flatterhafte Inszenierung dieser Blätter auszuprobieren (die mir im Übrigen auch für Kunsträume vorschwebt, Nichtkunsträume zu mögen heißt ja nicht, Nurkunsträume zu verschmähen, also aufgemerkt sowohl Kunstraum- als auch Nichtkunstraumbesitzer.)

(Und, in aller Bescheidenheit, ist es ein gutes Gefühl, wenn der Raum nach dem Abbauen wieder etwas ärmer und uninteressanter wirkt, als während der Präsentation, obwohl das hier nun wirklich ein interessanter Raum ist mit interessanten Gegenständen darin. Mangelnde Bescheidenheit Ende.)

Dank an alle für Organisation und Gastfreundschaft!

und schon geht es weiter:

VORFREUDE! MORGEN IST ES SOWEIT:

für uns im Hinterhof bei Alyeh Sadat (Bodenschätze) in der Mainzer Str. 52:

~ 19 Uhr: Susanne Schorr + Hanna Bettinger: Klangkörper (Performance)
~ 20 Uhr: Clafoutis* (Performance deren Titel noch streng geheim ist)
~ 21.45 Uhr Élodie Brochier: „Arsène Sola oder der Pferdekadaver, ein Luftimpromptu“ (Performance)
~ Tina Paulus: Malerei
~ Klaus Harth: „ich ernähre mich durch unvergessliches“ – eine Kombination neuerer, zeichnerischer Arbeiten aus der Serie „ikarus“ sowie Auszügen aus den „tagessätzen“, dazu Hefte auf Transparentpapier zum Durchblättern, gedruckte Hefte zum Durchblättern und Kaufen, Postkarten und ganz vielleicht auch ein akustisches Intermezzo…
~ zauberhafte Klänge von Peter Piek
~ fabelhafte Getränke von Alyeh Sadat
* Clafoutis sind: Saskia Bommer, Rachel Mrosek, Thomas Roessler, Иван Трофименко, Claudia Gutapfel, Peter Teuchert + zu Gast: Monika Blumenstein-Mazur.

WILLKOMMEN!

PS: Und ich persönlich möchte ich hinzufügen: Willkommen sind auch diejenigen, die sich nicht mühselig und beladen fühlen oder gar sind oder zu seyn vorgeben.

buchalov

portait-netz

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War der erste Tag dem freien Spiel der Kräfte gewidmet, einem Ausprobieren dessen, was uns in dieser Form der Zusammenarbeit möglich ist, so tendierte der zweite Tag Richtung Arbeit. Wir wollten das von uns entdeckte Material etwas stringenter und gezielter einsetzen, was dann, zuerst musikalisch, eher zu zurückhaltendem Agieren geführt hat. Aber nach mehreren Ansätzen wurden wir dann doch lockerer. Auch in den Zeichnungen fand das seinen Niederschlag, wer Ordnung will wird Ordnung spüren! Da gab es dann schon das ein oder andere Blatt, das unseren Widerstand forderte. Ich fand das ja eher beruhigend. Bei all der Leichtigkeit der Zusammenarbeit muss man auch ab und an Grenzen spüren.
Wie Jürgen das sieht kann man HIER lesen.

buchalov ist da!

Einen Tag später als geplant kommt Jürgen Küster auf seiner diesjährigen „Freunde-Tour“ zu uns nach Wemmetsweiler. Wir hatten ja sowieso von Anfang an einen Draht zueinander, und dies ist denn auch schon der dritte Besuch. Wir brauchen also kein Warmlaufen (naja, bei dem Wetter sowieso nicht) und ohne große Pläne geht es nach Kaffee und Kuchen ab in den Keller, wo es einerseits kühler ist und zweitens das Schlagzeug augebaut ist. Wir haben den Plan, uns drei Teile aus der Natur in den Weg zu legen, als Inspirationsquelle welcher Art auch immer, uns musikalisch zu begegnen und diese Begegnungen in Zeichnungen weiterklingen zu lassen. Das tun wir denn auch. Wir spielen das erstemal zusammen (zeichnerisch haben wir das schon öfter auf unterschiedlichste Art und Weise erprobt) und es ist von Anfang an ein Draht da. Jeder spielt ein wenig anders als gewohnt, bewegt sich auf etwas ungewohntem Terrain, aber Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser: Es ist für uns beide interessant und neu, was wir da tun.
Und die Zeichnungen, die sich daran anschließen, bzw. als Intermezzo das Spiel unterbrechen, zeigen durchaus etwas von dem Geist unseres musikalischen Tuns. Zumindest scheint uns das heute so. Morgen soll das Material dann etwas sondiert werden, vor allem erst einmal das muskikalische, ich bin sehr gespannt.

PS: Im Vorgespräch erfahre ich, dass er mich als „hemmungslosen“ Künstler tituliert, was mich erst einmal irritiert gucken lässt; aber nach der Erläuterung ist klar, was er meint: Wenn die Richtung steht, das Konzept für eine Idee/Arbeit klar ist, dann kennte ich kein formales Pardon, keine Zurückhaltung, ein formal hemmungsloses Vorgehen bräche sich Bahn. So oder so ähnlich. Das gefällt mir natürlich. In all den Zeiten fremdreflexionsfreier Krisen ist das eine Aussage, mit der ich mal was anfangen kann.

PPS: Im Zeisweiler Hof kann man lecker Salat essen.

konjunktief

hätte sich A sich nicht 1994 eine klarinette gekauft, dann wäre er nicht elf Jahre später mitB in dem kleinen ort C aufgetreten, dann hätte ihn D nach seinem auftritt auch nicht ansprechen können, sie hätten sich nicht ineinander verliebt, würden nicht zusammen leben und hätten sich sieben Jahre später kein haus gekauft, ihr schwager E hätte dort die elektrische anlage nicht neu gemacht und sein stiefsohn F, dem es gerade nach drei abgebrochenen Studiengängen an antrieb und perspektive mangelte, hätte ihm nicht dabei geholfen; das stromkabel-verlegen hätte E dann keinen solchen spaß machen können, dass er mit knapp 28 jahren eine elektriker-ausbilder begonnen hätte, und er hätte dann auch nicht in der parallelklasse der berufsschule seine jetzige freundin kennenlernen können.

WALD

Sommer-Malkurs: Thema Wald

Wir treffen uns zwei Tage lang in einem Waldstück bei Saarbrücken. Das Thema wird zeichnerisch auf unterschiedliche Art und Weise angegangen. Verfall. Wachstum. Licht. Schatten. Kohle. Graphit. Tusche. Farbstift. Naturstudie und freie Interpretation. Der Wald bietet in seiner Vielfalt und seinem Artenreichtum ein breites Spektrum an Motiven und Interpretationsmöglichkeiten. Wir arbeiten und bewegen uns in dem darzustellenden Objekt. Der Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.
In einer Vorbesprechung klären wir, welche Materialien wir benötigen und wo wir uns treffen werden.

Beginn: Donnerstag, 23. Juli 2015
Ende: 26. Juli 2015
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Uhrzeit: Siehe Termine
Dauer: 3 Termine
Bitte Beachten Sie die individuellen Terminangaben:

Vorbesprechung: Do. 23.07.2015, 18:00 Uhr
Altes Rathaus, Raum 13
Sa./So., jeweils 10:00 ? 17:00 Uhr
26./27.07.2015, 2 Termine

(In Kalender speichern)Termine:

Datum Beginn Ende Ort
Do 23. Juli 2015 18:00 18:45 13 Saarbrücken, Am Schlossplatz Altes Rathaus, Raum 13 Anfahrt
Sa 25. Juli 2015 10:00 17:00 13 Saarbrücken, Am Schlossplatz Altes Rathaus, Raum 13 Anfahrt
So 26. Juli 2015 10:00 17:00 13 Saarbrücken, Am Schlossplatz Altes Rathaus, Raum 13 Anfahrt
Leitung:
Klaus Harth
(Diplom Bildende Kunst)
Nummer: 2437
Ort:
Am Schlossplatz, 66119 SaarbrückenAnfahrt
Raum:
Altes Rathaus, Raum 13
Außenstelle: A/Saarbrücken
Gebühr:
45,00 €

ermäßigt: 40,00 €

glück

Die Arbeiten von Amelie von Wulffen habe ich 2005 bei meinem Solo-Ausflug nach Paris, der eigentlich auch noch ein paar Worte wert wäre, eher per Zufall im Centre Pompidou gesehen, weil ich da halt eh mal wieder reingeschlappt bin, knapp 20 Jahre nach meinem Erstbesuch. Paris ist ja einfach zu weit weg. Und das fand ich interessant und habe mir das Katalögchen gekauft. Und im letzten Jahr habe ich in der taz eine Kritik ihres, soll man es Comic-Buch nennen?, jedenfalls ihres Bildergeschichten Bandes „Am kühlen Tisch“ gelesen, die mich neugierig gemacht hat. Und vorgestern habe ich es in der Buchhandlung abgeholt (noch kann man das, sogar in Neunkirchen, und sogar nicht Thalia, noch, wohlgemerkt…), was einen natürlich auch menschlich voran bringt, weil man sieht, gerade auch in den Vorwehen des Neunkircher Stadtfestes, die geballte Kraft des Neunkircher-Menschenthums kongenial versammelt, wenn Du vorher kein Misanthrop warst: hier wirst Du einer. Die in der Buchhandlung sind aber anders. Zurück zum „kühlen Tisch“: ein Trost und eine Freude, also in der Addition ein Glück in der elenden Welt. So ehrlich, direkt und ohne Rücksicht auf Verlust gezeichnet. Und so umwerfend schamlos: Einen Albraum beendet sie mit den Worten:“ICH BIN FETT UND PLEITE. WAS FÜR EIN REALISTISCH ENDENDER ALBTRAUM…“ oder gräbt mit Goya, den sie sich als Freund und Trostpflaster zeichnet ein paar Leichen aus, u.a. Heidegger, der sie um Vergebung bittet („Ach, Amelie, ich weiß nicht, was ich sagen soll“) und dann heute unerkannt als Chef Designer bei Loden Frey arbeitet. Amelie von Wulffen wäre Gott, wenn Gott nicht schon tot wäre. Aber ich als Dokumenta Chef lade sie hiermit ganz offiziell zu meiner Dokumenta ein.

PS: Und übrigens: Karthago sollte zerstört werden!

PPS: Kunsthistoriker sollten keine Kuratoren sein.

PPPS: Kunsthistoriker sind die natürlichen Feinde der Künstler.

PPPPS: Kuratorentum ist eh ein Ding von gestern (bisschen Feudalherrentum), was man daran sieht, dass es jetzt auch an Hochschulen geleert wird.

zwischendurch


Besser als der Trailer: ein gut gemachter vielschichtiger Film zum Thema, ja, was ist eigentlich das Thema? Ausgehend von der eigenen Depression geht ein erkrankter Arzt diversen Fragen nach, die mit Gen-Engeneering, Krankheit und persönlichem Selbstverständnis zusammenhängen. Und Tony Cragg kommt auch drin vor. Und für mich natürlich wieder eine schöne Fußnote des alltäglich fließenden Daseins (und bisher von mir ungewusst), einer der „Päpste“ der Genomforschung hört auf den Namen George McDonald Church. Wenn man das erfinden würde, würde doch jeder sagen: vielleicht etwas platt. Naja, Thomas Mann nennt auch eine junge todkranke Patientin im Zauberberg die kleine Gerngroß…

elend und symmetrion

z_23-06-15beinundbaum-netz

z_23-06-15suemmetrion-netz

Beim unteren Blatt (ca. 79 x 102) haben sich dann klammheimlich Saul-Steinberg-Erinnerungen eingeschlichen, was ich am Anfang irritierend, dann aber doch auch wieder in Ordnung fand. Warum auch nicht? Immerhin beinhalten diese Blätter generell Überlegungen zu bildnerischen Formen und Erzähltechniken, Verknüpfung von fotografischen Elementen untereinander und mit zeichnerisch/malerischen Kommentaren (oder manchmal sind auch die Fotos Kommentare zu den zeichnerischen Dingen), Abbild vom Abbild, letzteres ein altes Thema, hier wird das Abbild vom Abbild aber auch teilweise selbst wieder Element des Dargestellten selbst. Und Saul Steinberg war einer der zentralen Punkte der Auseinandersetzung in meinem ersten Semester vor 20.000 Jahren, warum sollte das als körperliche Erinnerung verloren gehen??