kerstin bei lisa

kerstin-netzHeute den Tag im Wald bei Stennweiler verbracht. Lisa B. hat neben ihren Wald-Zeichnungen auch obiges Portrait von Kerstin O., ehemals F., verfasst. Ein sehr gelungenes Portrait.

Und ein sehr gelungener Tag im Wald, an dem alle Teilnehmerinnen sehr spannende Zeichnungen (teils farbig) gemacht haben. Da freue ich mich natürlich auch. Auch wenn es natürlich durchaus müde macht. Aber auch Freude.

letzter AUfruf: Zeichnen im Wald

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Für den 23. August (dies ist ein Sonntag) lade ich zu einem Zeichenkurs nach Stennweiler ein.

Treffpunkt ist der Waldparkplatz hinter dem Sportplatz.

Im Navi Waldstraße in 66578 Schiffweiler eingeben.

Wir treffen uns am Sonntagmorgen so gegen 10 Uhr.

Der Wald dort bietet die unterschiedlichsten Eindrücke
und Strukturen, die eine zeichnerische Auseinandersetzung
lohnen: Große Formen. Kleine
Formen. Verfall. Wachstum. Licht. Schatten.
Deshalb wird auch die Herangehensweise je nach
persönlichem Interesse eine sehr unterschiedliche
sein. Wir arbeiten mit Kohle, Graphit, Tuschen,
Farbstift etc.
Je nach Interesse finden sowohl Naturstudien als
auch freie Interpretationen gebührenden Raum.

 

Der Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

Fragen können und sollten wir in einem persönlichen Vorgespräch klären. Ich bin unter der E-mail klaus_harth@web.de zu erreichen und rufe gerne zurück.

veranstaltungstipp (wenn ich nicht woanders wäre, wäre ich da) ->

Liebe Leute,
vom 5.-6. September feiern wir wieder unser KunstZwergFestival auf dem Rinckenhof, mit einem trotz des äußerst knappen Budgets richtig schönen Programm (s.u. und auf unserer Webseite kunstzwerg.net).
Wir reisen am 3.oder 4. an um alles einzurichten und aufzubauen und uns einzugrooven…
Bitte gebt bescheid, ob ihr mitkommt oder nicht!
Außerdem benötigen wir dringend noch 1 Zelt oder auch 2! Wer kann uns eins ausleihen?
Vorher haben wir auch noch ein Vereintreffen am Donnerstag, den 27. September, wie immer 20h Walpodenakademie.
Bis dann, Tanja

KUNSTZWERGFESTIVAL

Kunst, Musik, Performance, Chillen&Grillen im Garten und Atelier des Rinckenhofs

Samstag 05.09. 19h
Workshop: Drucken freestyle mit Ralf Thorn und Stephan Flommersfeld
„Legendarium“ Ausstellungseröffnung
PAN – Noise/Rock/Minimal
The Dass Sägebett – Mondo Beat
Jooklo Duo – free music
Eintritt 10,-

Sonntag 07.09. 15-18h
Workshops, Ausstellung
KRAPFNN Klangkunstaktion
Eric Arn
Eintritt 8,-

Anfahrt unter www.rinckenhof.de
www.facebook.com/Kunstzwergfestival
Weitere Fragen? info@kunstzwerg.net
Eine Veranstaltung des Mainzer Kunstvereins Walpodenstraße 21. eV.
www.kunstzwerg.net
mit Unterstützung des Kultursommers Rheinland-Pfalz
www.kultursommer.de

Dem KunstZwerg seine Künstler und ihre gemeinsamen Helden
Helden & Legenden: jeder Musiker und Künstler hat irgendwelche Idole und Vorbilder, die ihm bei seiner persönlichen Entwicklung angespornt, inspiriert, begleitet oder auf irgendeine Weise beeinflusst hat. So mancher macht kein Hehl daraus, während andere so tun, als wären sie als Genie geradewegs vom Himmel gefallen, aber wenn man genau hinsieht beziehungsweise hinhört, dann treten diese Bezüge oft deutlich zu Tage oder sind zumindest ansatzweise in den Arbeiten ungefähr auszumachen. Auch 2015 ist der KunstZwerg wieder zu neuen Heldentaten auf dem Rinckenhof in Zweibrücken aufgelegt und lädt seine Künstler ein Vorbilder zu benennen und in ihrer durchaus eigenständigen Performance auf dem 12. KunstZwergFestival ein legendäres Tribut zu erweisen.

Jokloo Duo
Heroes: Sun Ra (Freejazz), Jimi Hendrix (Rock)
Virginia Genta (saxophones, flutes) and David Vanzan (drums) have been bringing their intense and mesmerizing music all over the world since 2003 (about five-hundred concerts in Europe, USA and Russia), captivating any kind of audience, from punk to jazz lovers. The duo has been working on a totally personal research that has been described as the most powerful expression in “free music” nowadays, transcending every kind of definition and going straight to the source of Energy. The two musicians have been moving consciously and organically from their “classic” duo roots to totally wild and abstract free music (such as their recent trio work with guitarist Bill Nace), and to more psychedelic, ethnic, and droney atmospheres in their expanded ensembles. Last but not least, the duo has mixed its sound with that of artists as Thurston Moore, Dylan Nyoukis, Chris Corsano, Hartmut Geerken, Famodou Don Moye, Makoto Kawabata, Sabu Toyozumi, Takehisa Kosugi, John Paul Jones, Paul Flaherty, C. Spencer Yeh, John Blum (…and many others!) in a vortex of exciting collaborations. The pair has also been working with the Merce Cunningham Dance Company, performing for “Nearly Ninety” in Madrid (April 2009, Teatro del Canal), and in London (October 2010 at the Barbican Centre). http://jooklo.altervista.org/

THE DASS SÄGEBETT
Schräg, polarisierend, unvergleichlich. Man liebt sie – oder ist völlig überfordert. Ihre Texte sind simpel und repetitiv, eine Mischung aus Slogans und skurriler Prosa. Die Musik ist am ehesten in der Frühphase der Neuen Deutschen Welle zu verorten, aber durch Einflüsse aus Krautrock, Indie oder kruder Elektronik erweitert. Sie selbst bezeichnen sie als Mondo Beat – was soviel heißen soll wie „Unglaublich, aber wahr“.
2014 hat das Quintett ihr aktuelles Album „Musik als Hilfe“ veröffentlicht: 15 Stücke in typisch minimalistischer und sehr experimenteller Manier. Der Band ist ein abwechslungsreiches, frisches und unkonventionelles Album gelungen, das ihre Fans begeistern und den Rest mit ungläubigem Grinsen oder der Stirn in Falten zurücklassen dürfte.
Hardy Zech (Gesang, Orgel), Daniel Albig (Bass, Brass), Oliver Kischel (Gitarre, Synthesizer), Brandstifter (Gitarre, Keyboard), Gerald Wrede (Schlagzeug)
www.stahljustiz.de

Krapfnn Saarbrücken
Seit 2010 realisieren Philipp Hawlitschek und Peter Strickmann im Duo Krapfnn Musikaktionen und Klanghandlungen mit selbst entwickelten mechanischen Instrumenten in Stadt, Land und Haushalt. Anlass und Ausgangspunkt sind stets die spezifischen Atmosphären der Aktionsorte, welche mit ausgewählten und vorgefundenen Klängen und Handlungen durchkämmt werden. In der Aktion Ferne Lüftchen Ferner Knaller wird das Saarbrücker Impro-Duo Krapfnn unter freiem Himmel agieren und gemeinsam mit dem klingenden und tönenden Umfeld des Rinckenhofes die landschaftlichen Strukturen hörbar werden lassen. Krapfnn sind mit den Klängen ihrer selbst entwickelten, tragbaren Instrumente in Bewegung und bespielen eine ganze Landschaft. In ihren Klängen werden Entfernungen erfunden und Lautstärken verweht.
Das Duo war bereits zu Gast beim Kunstverein Bamberg, dem Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, im Casino Luxembourg – Forum d’Art Contemporain, in der ModernenGalerie/Saarlandmuseum, sowie auf dem SHINY TOYS festival for audiovisual experiments Moers, der Beatpantation in Oberhausen oder dem sans titre #3 in Strasbourg.
www.krapfnn.blogspot.de

PAN
Das Duo PAN besteht aus 2 Vierteln der Kraut/Experimentalband ESSIGHAUS und bringt heuer einen bunten Strauß bekannter und weniger bekannter Melodeien zu Gehör, die allesamt im doppelten Sinne (Titel/Interpret) Helden und/oder Legenden sind/sein könnten. Mit dem ihnen eigenen räudigen und spartanischen Charme nehmen sie sich dieser Lieder an und unterziehen sie einer Frischzellenkur, die nicht nur für ein „Aha“, sondern auch mindestens zwei „Oho’s“ gut sind. Lassen sie sich also entgeistert verzaubern, wenn sie die beiden Herren zusammen „alleinunterhalten“!

Das Legendarium
Begleitet wird das 12. KunstZwergFestival von einer Ausstellung in der Galerie des Rinckenhofs, die mit Reliquien und Leihgaben von persönlichen Helden & Legenden der Mitglieder des Mainzer Kunstvereins Walpodenstraße 21 e.V. bestritten wird. Prominenten Personen der Zeitgeschichte beziehungsweise deren Erben werden von den Walpoden angeschrieben und gebeten persönliche Gegenstände zur Verfügung zu stellen, die entweder mit ihrer künstlerischen Arbeit oder ihrer Person auf irgend eine Weise verbunden sind. Die Besuchern haben dann die Möglichkeit zu überprüfen, inwieweit diese Objekte in der Lage sind die Heldenhaftigkeit und Originalität der mit ihnen verbunden Idole angemessen widerzuspiegeln.

www.kunstzwerg.net
Ein Konzept des Mainzer Kunstvereins Walpodenstraße 21 e.V.

diskussionsbeitrag

wenn jemand nach h.c. artman ein dichter sein kann, obwohl er nie ein einziges wort geschrieben hat,
wenn jemand ein künstler sein kann ohne werk,
dann kann ein lehrer durchaus auch ein künstler sein (oder umgekehrt).
oder ein arzt auch lyriker.
es kommt auf die haltung an.

txt

heute gingen die uhren alle anders, egal auf welche ich schaute, und wo, es wurden überall völlig unwahrscheinliche uhrzeiten angezeigt, man machte sich noch nicht mal die mühe, eine wahrscheinlichkeit vorzutäuschen – wobei die minutenangaben immer irgendwie zu stimmen schienen – führte dies zu einer erschütterung des urvertrauens?: nein, ich fand das sogar in einer bestimmten art entlastend, der supermarkt hatte sowieso noch geöffnet und es konnte also morgen frisch gemahlenen kaffee geben!

txt

man muss noch liegen dürfen gehen

man hört, dass die, die man für gut gehalten hat,
plötzlich sachen erzählen, die man dumm findet.

was sagt das über den zustand der welt?

ein flugzeug fliegt vorbei, wolke und kondenstreifen auf 1 wellenlänge

der schlechteste unter den gutartigen

man muss auch gehen liegen dürfen

der gutartigste unter den schlechten

frisuren und haare

frisurenundhaare-film from Klaus Harth on Vimeo.

Gewidmet meinem Freund Peter Weber (1952 – 2009),
der die Unterscheidung von Dingen und Menschen in „-heimer“ und „-berger“ pflegte.
Wann ist jemand bereits ein Dummberger oder geht grade noch so eben als Blödheimer durch? Und ist der Dummberger in diesem Falle überhaupt das Schlimmere von beiden?
Ich dachte darüber nach. Schon von Kindesbeinen an mit dünnem Haupthaar gesegnet, fielen mir alsbald zwei Fotografien von Königin Silvia entgegen und auf: Auf dem früheren Abbild sieht man ihr Antlitz deutlich von Haar umspielt, während die Last des Regierungsamtes, so lässt sich vermuten, in späteren Jahren zur Verwendung einer schützenden Frisur führte.
Fragen keimten auf und sprossen und wollten mit Antworten begossen werden.
Einer der vorzüglicheren Aufgaben des Menschen ist die Ordnung der Welt zum scheinbar besseren Verständnis derselben.
Und das genauere Studium des menschlichen Kopffellrestes in Haare oder Frisur scheint eine sinnvolle Tätigkeit, die zu einem besseren und friedvolleren täglichen Umgang mit den Artgenossen zu führen vermag. Scheint man doch zu ahnen, was sich, je nach Grad des Gestaltungswillens auf dem Kopf an Gestaltungswillen unter der Schädeldecke zu verbergen vermag.

In diesem Sinne gibt dieses Heft eine kleine Anregung zu eigener Beobachtung, denn was man selbst erkannt hat, kann einem auch niemand mehr aus dem Kopf reißen.

N’est-ce pas?

ZEICHENKURS WALD

ACHTUNG: Ortsänderung. Nach einem heutigen Spaziergang möchte ich den Ort der Veranstaltung gerne ändern. Dieser Platz ist insgesamt ruhiger (nicht so viele Wanderer) und vor allem vielfältiger in den graphischen Herausforderungen! Statt Steinbach jetzt STENNWEILER!!!

Für den 23. August (dies ist ein Sonntag) möchte ich zu einem Zeichenkurs in Stennweiler einladen.

Treffpunkt ist der Waldparkplatz hinter dem Sportplatz.

Wir treffen uns am Sonntagmorgen so gegen 10 Uhr.

Der Wald bietet die unterschiedlichsten Eindrücke
und Strukturen, die eine zeichnerische Auseinandersetzung
lohnen: Große Formen. Kleine
Formen. Verfall. Wachstum. Licht. Schatten.
Deshalb wird auch die Herangehensweise je nach
persönlichem Interesse eine sehr unterschiedliche
sein. Wir arbeiten mit Kohle, Graphit, Tuschen,
Farbstift etc.
Je nach Interesse finden sowohl Naturstudien als
auch freie Interpretationen gebührenden Raum.

 

Der Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

Fragen können und sollten wir in einem persönlichen Vorgespräch klären. Ich bin unter der E-mail klaus_harth@web.de zu erreichen und rufe gerne zurück.

Der Kurs wird sich so in etwa bis 17 Uhr erstrecken.

Unkostenbeitrag: 45,- €

iDogma

juergenrinck-karteJürgen Rinck ist unterwegs zum Nordkappp. Und verschickt von unterwegs sogenannte iDogma-Karten, die er auf Bestellung verschickt. Nun hatte ich keine bestellt, weil ich zu dumm und faul war, mich mit dem technischen Procederes von Bestellung und -zahlung auseinanderzusetzen, und bekomme letzte Woche trotzdem eine. Das ist wahre Freundschaft!

schöne künste

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Rachel Mrosek hatte mich eingeladen, bei der diesjährigen Nacht der Schönen Künste in Saarbrücken den Raum von Alyeh Sadat („Bodenschätze“) mit Arbeiten zu bespielen. Und es war eine gute Gelegenheit, Zeichnungen aus der gerade entstehenden Ikarus-Reihe auszuprobieren. Ich mag ja diese Nichtkunsträume, diese Konfrontation mit Alltag und dem was dann als Funken bei der Begegnung überspringt oder auch  nicht. Jedenfalls war dies ein schöner Abend und eine gute und willkommene Gelegenheit, die flatterhafte Inszenierung dieser Blätter auszuprobieren (die mir im Übrigen auch für Kunsträume vorschwebt, Nichtkunsträume zu mögen heißt ja nicht, Nurkunsträume zu verschmähen, also aufgemerkt sowohl Kunstraum- als auch Nichtkunstraumbesitzer.)

(Und, in aller Bescheidenheit, ist es ein gutes Gefühl, wenn der Raum nach dem Abbauen wieder etwas ärmer und uninteressanter wirkt, als während der Präsentation, obwohl das hier nun wirklich ein interessanter Raum ist mit interessanten Gegenständen darin. Mangelnde Bescheidenheit Ende.)

Dank an alle für Organisation und Gastfreundschaft!

und schon geht es weiter:

VORFREUDE! MORGEN IST ES SOWEIT:

für uns im Hinterhof bei Alyeh Sadat (Bodenschätze) in der Mainzer Str. 52:

~ 19 Uhr: Susanne Schorr + Hanna Bettinger: Klangkörper (Performance)
~ 20 Uhr: Clafoutis* (Performance deren Titel noch streng geheim ist)
~ 21.45 Uhr Élodie Brochier: „Arsène Sola oder der Pferdekadaver, ein Luftimpromptu“ (Performance)
~ Tina Paulus: Malerei
~ Klaus Harth: „ich ernähre mich durch unvergessliches“ – eine Kombination neuerer, zeichnerischer Arbeiten aus der Serie „ikarus“ sowie Auszügen aus den „tagessätzen“, dazu Hefte auf Transparentpapier zum Durchblättern, gedruckte Hefte zum Durchblättern und Kaufen, Postkarten und ganz vielleicht auch ein akustisches Intermezzo…
~ zauberhafte Klänge von Peter Piek
~ fabelhafte Getränke von Alyeh Sadat
* Clafoutis sind: Saskia Bommer, Rachel Mrosek, Thomas Roessler, Иван Трофименко, Claudia Gutapfel, Peter Teuchert + zu Gast: Monika Blumenstein-Mazur.

WILLKOMMEN!

PS: Und ich persönlich möchte ich hinzufügen: Willkommen sind auch diejenigen, die sich nicht mühselig und beladen fühlen oder gar sind oder zu seyn vorgeben.

buchalov

portait-netz

mobilganzoben-netz

wegfliegendeteile-netz

ordnung-netz

kalligraph-netz

gummibaer-netz

fehlendeflaeche-netz

brief-netz

War der erste Tag dem freien Spiel der Kräfte gewidmet, einem Ausprobieren dessen, was uns in dieser Form der Zusammenarbeit möglich ist, so tendierte der zweite Tag Richtung Arbeit. Wir wollten das von uns entdeckte Material etwas stringenter und gezielter einsetzen, was dann, zuerst musikalisch, eher zu zurückhaltendem Agieren geführt hat. Aber nach mehreren Ansätzen wurden wir dann doch lockerer. Auch in den Zeichnungen fand das seinen Niederschlag, wer Ordnung will wird Ordnung spüren! Da gab es dann schon das ein oder andere Blatt, das unseren Widerstand forderte. Ich fand das ja eher beruhigend. Bei all der Leichtigkeit der Zusammenarbeit muss man auch ab und an Grenzen spüren.
Wie Jürgen das sieht kann man HIER lesen.

buchalov ist da!

Einen Tag später als geplant kommt Jürgen Küster auf seiner diesjährigen „Freunde-Tour“ zu uns nach Wemmetsweiler. Wir hatten ja sowieso von Anfang an einen Draht zueinander, und dies ist denn auch schon der dritte Besuch. Wir brauchen also kein Warmlaufen (naja, bei dem Wetter sowieso nicht) und ohne große Pläne geht es nach Kaffee und Kuchen ab in den Keller, wo es einerseits kühler ist und zweitens das Schlagzeug augebaut ist. Wir haben den Plan, uns drei Teile aus der Natur in den Weg zu legen, als Inspirationsquelle welcher Art auch immer, uns musikalisch zu begegnen und diese Begegnungen in Zeichnungen weiterklingen zu lassen. Das tun wir denn auch. Wir spielen das erstemal zusammen (zeichnerisch haben wir das schon öfter auf unterschiedlichste Art und Weise erprobt) und es ist von Anfang an ein Draht da. Jeder spielt ein wenig anders als gewohnt, bewegt sich auf etwas ungewohntem Terrain, aber Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser: Es ist für uns beide interessant und neu, was wir da tun.
Und die Zeichnungen, die sich daran anschließen, bzw. als Intermezzo das Spiel unterbrechen, zeigen durchaus etwas von dem Geist unseres musikalischen Tuns. Zumindest scheint uns das heute so. Morgen soll das Material dann etwas sondiert werden, vor allem erst einmal das muskikalische, ich bin sehr gespannt.

PS: Im Vorgespräch erfahre ich, dass er mich als „hemmungslosen“ Künstler tituliert, was mich erst einmal irritiert gucken lässt; aber nach der Erläuterung ist klar, was er meint: Wenn die Richtung steht, das Konzept für eine Idee/Arbeit klar ist, dann kennte ich kein formales Pardon, keine Zurückhaltung, ein formal hemmungsloses Vorgehen bräche sich Bahn. So oder so ähnlich. Das gefällt mir natürlich. In all den Zeiten fremdreflexionsfreier Krisen ist das eine Aussage, mit der ich mal was anfangen kann.

PPS: Im Zeisweiler Hof kann man lecker Salat essen.