
Lack und Öl und Uhu auf Leinwand, 2-teilig, jeweils 30x30cm, 23.9.09
als Beitrag zur Geldausstellung in der Walpodenakademie in Mainz, in Kombination mit Vogel Nr. 996
Skizzenbuch und permanenter Ausstellungsraum von Klaus Harth

Lack und Öl und Uhu auf Leinwand, 2-teilig, jeweils 30x30cm, 23.9.09
als Beitrag zur Geldausstellung in der Walpodenakademie in Mainz, in Kombination mit Vogel Nr. 996


oben: ein r. unten: viele rs. beide: Graphit auf Papier, jeweils 30,5×20,5cm, 23.9.09


überraschender freudiger später Besuch am ersten Tag von 3xklingeln. Dabei entstehen u.a. die beden Stempelblätter oben. Zinzi, Nani, Joshua und Helene N’Goumou.

Das ist Nadine Müller. Seit zwei Tagen wohnt sie bei uns im Briefkasten. Aber eigentlich will sie nach Berlin. In den Bundestag. Nur: Der Weg aus unserem Briefkasten in den Bundestag ist weit. Da muss sie schnell einen Ausweg finden, um das noch zu schaffen. Aber ihr Denken ist frisch, so steht es ihr auf die Stirn geschrieben. Sie knetet gerne an Basilikumpflanzen und stellt uns ihre Kochrezepte vor. Viel Frisch und viel Fleisch. War viel Fleisch nicht schlecht für wenig CO2? Aber in unserem Briefkasten wird sie auch kaum zum Kochen kommen.

Graphit auf Papier, 20,5×30,5cm 19.9.09

Graphit auf Papier, 20,5×30,5
Die unstoffelige Bedienung (Laura) meinte: „Was malstn da? Sieht aus wie ne Palme, oder auch ne Wiese. Mal doch nochn Pferd dazu, hab ich früher auch immer gemacht.“ Hab dann weitergekritzelt und einen Esel dazugezeichnet, was wohl mit den Tapiren zusammenhängt und den schreienden nächtlichen und täglichen Eseln hier in der Nachbarschaft, wo ich immer denken muss: Herz Esulein, wenn ich dran vorbeiradel. Beim Bezahlen dann: „Hast Dus fertig? Darf ich mal sehn? Was hastn da drangeschrieben: Herz Esulein? Mal mir auch eins. Das gefällt mir. Mal mir ein Pferd und schreib dann Herz Pferdelein dran.“ Das Christentum ist halt auch nicht mehr das, was es mal war. …


Graphit und Tusche auf Papier, 20,5×30,5cm, 17.9.09

Tusche auf Papier (Idee für ein Schild), 20,5×30,5cm, 16.9.09

Graphit und Tusche auf Papier, 20,5×30,5cm, 16.9.09

Erklärzeichnung, Photoshop, 400×320 pixel, 16.9.09
Eine Kaninchenschnauze kaut an einem Filmstreifen, auf welchem sie selber abgelichtet ist. Sie widerkäut den immer gleichen Filmloop, der sich, durch die Mechanik des Projektors und die Reibung mit dem Loch in der Projektionsfläche, mehr und mehr abnutzt und zerkratzt. Entsteht ein Filmriss, löscht sich das Kaninchen aus. Somit hat sich das Kaninchen verdaut, das Dinner ist beendet. (Katalogtext 3xklingeln)

Foto: Lisa Borscheid.
Und ein erster Link zu etwas, was mir natürlich gefallen hat -> hier klicken.

Deine Zeichnungen („esst mehr vögel!“ d.Red.) sind doch vogelverachtend, oder? Gibt es da ein lateinisches Wort dafür? Wir habe rumgesucht: Ornitrop klingt gut. Ornitropie auch. Aber wär das auch korrekt? Lateiner und/oder Griechen bitte frisch ans Werk: tierverachtend im allgemeinen, oder vogelverachtend im besonderen. Als Preis gibt es eine kleine vogelverachtende Originalzeichnung!
Einen gesonderten Bericht zur ausgesprochen sehenswerten Aktion 3xklingeln in Mainz kommt die Tage, sobald ich mich wieder ein wenig erholt habe. Ich ernähre mich durch Kraftvergeudung. Gestern abend war ich dann in dieser Hinsicht reichlich überernährt…


Heute morgen muss ich in der Saarbrücker Zeitung lesen, dass einer der renommiertesten Kunstpreise Franzosiens Prix Marcel Duchamp heissen tut. Das ist ein bisschen so, wie wenn man bei öffentlichen Amtseidablegungen „so wahr mir Gott helfe“ sagen soll, obwohl im NT deutlich nachzulesen ist: Du sollst nicht schwören.: Prix Marcel Duchamp. Jawoll!

Graphit auf Papier, 20,5×30,5, 8.9.09

Graphit auf Papier, 30,5×20,5cm, 8.9.09

Graphit auf Papier, 20,5×30,5cm, 8.9.09

Foto: Dirk Gebhardt
Wer das Ganze genauer betrachten will, der komme am 12.9. zwischen 14 und 19 Uhr, am 13.9. zwischen 12 und 19 Uhr, oder am 19., 20., 26. oder 27.9. zwischen 14 und 18 Uhr nach Mainz in die Neubrunnenstraße 8. Zur Walpodenakademie. Der einzige Kunstverein der Welt, der sein Programm „LEHRPLAN“ nennt. (Was mir natürlich gefallen tut.)(sehr)


Graphit auf Papier, 20,5×30,5cm, 3.9.09

Kann ein Gott aber „nur was Unvollkommenes schaffen, so läßt er es gescheuter ganz bleiben“. Nur eine vollkommene Schöpfung wäre eine sinnvolle Schöpfung: nur die Unterlassung der Schöpfung wäre eines „gescheuten“ Gottes würdig, wenn die Welt unvermeidlich unvollkommen ist.