
Skizzenbuch und permanenter Ausstellungsraum von Klaus Harth





der weg führt nicht zurück, also werfe ich einen stein vor meine füße und bin mit meinem größten feind unterwegs – wir besuchen geschäfte, in denen ich als kind gerne war, ich zeige ihm alles, alles, alles, in einem geschäft bleibt er unbemerkt zurück, ich gehe barfuß weiter und finde meine schuhe im rinnstein unter einem parkenden auto, fast zufällig

Aus Roger Willemsens Buch „Gute Tage“, das Berichte über Begegnungen mit bekannten Menschen enthält, findet sich in dem Kapitel über Vivian Westwood folgende Sequenz:
„Was die Öffentlichkeit stattdessen erreicht, ist die Unterstellung, bei Vivian Westwood handele es sich per se um Avantgarde. Sie selbst geht mit dem Begriff wesentlich vorsichtiger um. Es habe nur Sinn von Avantgarde zu sprechen, wenn man die Opposition, die akademische, institutionell getragene Kunst dagegenhalte. Da aber augenblicklich alle Kunst akademisch sei, sich an ihrem kommerziellen Nutzen, ihrem Mark messen lassen müsse, gebe es für den sensibel Begabten heute nur noch zwei Möglichkeiten:
„Entweder er scheitert, weil er in dieser Maschinerie untergeht, oder er entdeckt irgendwas Verkäufliches, einen roten Kreis auf schwarzem Grund, dann einen schwarzen Kreis auf gelbem Grund, schließlich vielleicht einen gelben Kreis auf schwarzem Grund. Danach dreht er durch, schmeißt die Farbe gegen die Wand und verkauft das Resultat. Sie sehen: Wie beschränkt sein Blickwinkel auch sein mag, solange man ihn vermarkten kann, ist er ein Künstler. Es ist alles akademisch.“ „

Detail:


Ein Portrait aus dem Jahr 1985. Mehrere Sitzungen, bis ich zufrieden war. Und ich habe sie eigentlich immer noch genau so im Gedächtnis. Für die Portraitierte habe ich dann nachher eine Replik versucht, weil ich dieses Original unbedingt behalten wollte. Eigentlich hätte sie das Original verdient gehabt, die Replik war nicht so stark gelungen. Einerseits bedauere ich natürlich, dass sie nicht die bessere Zeichnung bekommen hat, andererseits bin ich froh, dass ich die bessere Zeichnung behalten habe. Keine Ahnung, was aus ihr geworden ist. Sie wollte damals nach Freiburg. Wenn sie sich heute plötzlich melden würde, dann würde ich ihr dieses Blatt durchaus gerne schenken. Tempus fugit.

was ist bloß los mit dem schlager? keine angst! ich werde nicht singen. atemlos ist keine option. Ohne atem geht man unter. Einatmen, ausatmen … die geschichte begann mit klaus, eigentlich zwei kläusen: klaus harth – einem schwedisch sprechenden saarländer, den ich auf einem wochenendkurs für ehemalige geheimagenten kennenlernte. eigentlich war der kontakt untereinander streng verboten. doch es gab keine regelungen bezüglich des augenzwinkerns. schließlich tauchten wir unter und bildeten für kurze Zeit ein sehr erfolgreiches duo … glauben Sie das ja nicht! aber sie wissen ja: jede geschichte enthält einen wahren kern. Und der andere ist klaus kinski. eine stimme, die ich sprengen wollte, in ihre partikel zerlegen und als schnupftabak für superhelden an den mann bringen wollte. Doch das produzierte lauter schlecht gelaunte grüne männer, die wild waren nach erdbeermündern



total-schoen-werbefilm-2 from Klaus Harth on Vimeo.
10. und 11. Juni. Zeichnen gefährdet geistige Trägheit und Desinteresse im Alltag. total schön wird es nur, wenn man auch hingeht!






