6 skizzen von gestern abend

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Ein Zeichen, dass man alt wird, eingefahren, bürgerlich? Gestern abend bin ich mit dem Rad losgezogen in das kleine Wäldchen um die Ecke, um das zu tun, was ich die ganze Zeit schon tun wollte: Zeichnungen dort machen. Die ganze Woche schon fahre ich mit dem Rad zwischen Wemmetsweiler und Ottweiler hin und her und habe große Lust, mich da hinzusetzen und einfach nur völlig unbedarft zu zeichnen. Und gestern abend dann tue ich es endlich. Und habe ein komisches Gefühl dabei, als würde ich etwas Verbotenes und Sinnloses tun. Hab‘ ich sie noch alle? Bin ich so hirngewaschen in der Mühle drin, dass ich das Selbstverständlichste nicht mehr tue, ohne mich komisch anzugucken?? Völlig plemplemmerlingen??

Eric Rohmer

Gezeichnet nach einem Interview-Mitschnitt. Er macht da einen unglaublich nervösen Eindruck.

aus dem Film-Skizzenbuch

 

von oben nach unten: zu Fassbinders „Mutter Küsters Fahrt zum Himmel“,  zu „Shirley“ und Nina Hoss während eines TV-Interviews.

aus dem Wien-Skizzenbuch

heute vor einer Woche, am 31.12.14 in einem kleinen Café in der Nähe des Schottentors. Spiegel ließen mich erahnen, wie ich wohl wirklich aussehe.

 

am 27.12.14 abends im Café Nil in der Siebensterngasse. Hier habe ich mit Stephan Flommersfeld 2000 viele Abende verbracht während unserer damaligen Wienreise und 2002, als ich alleine zur Ausstellung in der Galerie Hilger dort war, habe ich am ersten Abend dort alleine gegessen und meinen Namen im Standard gelesen (ganz klein, aber immerhin).

 

Die Kleiderständer im Café Nil finden sich auch schon in meinerm Wien-Skizzenbuch von 2000. Manchmal kommt man um bestimmte Formen dann halt doch nicht drumherum.

 

Der Ausblick aus dem Café Westend vom 26.12.14.

 

mein Schnittlauchbrot (2,50 EUR) aus dem Café Westend. Das man so etwas bestellen kann! (Nachher festgestellt: das kann man durchaus auch in anderen Caféhäusern ordern. Die Zeichnung stellt eine rückblickende Erinnerung dar, kein Portrait des Brotes.