
Skizzenbuch und permanenter Ausstellungsraum von Klaus Harth

Stuttgart ist so eine Stadt, in der ich selten bin. Woran liegt das? An Stuttgart? An ihrer Platzierung auf dem Kontinent? Je ne sais pas. Wie auch immer: letztens war ich nochmals dort. Staatsgalerie. Nicht wegen dem Banksy, der dort hängt. Muss man sich nicht angucken. Da geht es mehr über die stattgefundene Handlung als um das Objekt, das an sich nicht viel hergibt. ABER: MARIA LASSNIG! Ihr Menschen, die Ihr an Zeichnungen interssiert seid: pilgert da hin!! Es gibt auch ein paar Gemälde zu schauen. Aber die Zeichnungen enthalten den Nucleus! Im graphischen Kabinett, ohne Probleme öffentlich zugänglich und schön aufbereitet und gehängt. Und ansonsten ist die Staatsgalerie durchaus auch eine Reise wert! Einige sehr tolle Raum-Kombinationen! Das beste Nolde-Bild, das ich kenne (und ich mag den ansonsten nicht so besonders). Schöne Picassos und Munchs und ach. Die aktuelle Sonder-Schau der frühen Werke der alten Säcke (Kiefer – Polke – Richter – Baselitz) braucht man nicht unbedingt. Es sein denn, man guckt sich den jungen Kiefer an: der ist wirklich interessant. Früher Polke auch, klar, aber den hat man, ebenso wie den frühen Richter, inzwischen einfach schon zu oft gesehen. Da sollten die Kuratoren und Kuratorinnen einfach mal ein wenig vorsichtiger sein. Von wegen Abnutzung und so. Andere Künstlerinnen und Künstler hätten es auch mal verdient.
Gestern war ich übrigens mal in Mulhouse. Südliches Elsaß. Dort finden sich im Temple St. Etienne (place de la réunion) sehr schöne Tango-Skizzen von Jimmy Kosolosky. Völlig überraschend da hineingeraten. Keine Ahnung vorher gehabt. Aber sehr schön flott gezeichnete kleine Blätter, die sehr viel Vergnügen machen. Wer mal die Tage in Mulhouse sein sollte.
Parken kann man dort im Parkhaus für schlappe 2 Euro mehrere Stunden! In Stuttgart ist sowas undenkable.





ATTENTIONE: Der nächste Termin der von der VHS Neunkirchen angebotenen Veranstaltungsreihe wäre Mitte Juni, genauer am 15.6. Wir treffen uns mit bestem Blick auf die Stadt Neunkirchen und das alte Hüttengelände. Super Parkplätze direkt in der Nähe. Man muss nicht durch die ganze Stadt, also auch für Saarbrücker prima zu erreichen. Und auch vom Bahnhof aus ist es nicht allzu weit entfernt.
An dieser Stelle waren wir auch schon im letzten Jahr. Blick auf die Stadt selbst, Blick auf Details der alten Hüttenanlage, Blick auf Veränderungen, Blicke auf Details im sogenannten Hüttenpark. Eigentlich viel zu viel Material für die knappe Zeit und Appetithäppchen für Weiteres.
Anmeldung unter 06821 – 202552.
2. Termin: Hüttenpark Neunkirchen. Kursnummer 5205. Mögliche Themen: alte Industrieanlage, Blick auf die Stadt. Architekturfragmente. Stadtansicht. Termin: Sa, 15.06.2019, 14 .15 -18 .0 0 U h rOrt: Der genaue Treffpunkt wird Ihnen nach IhrerAnmeldung zeitnah mitgeteilt. Entgelt: 15,00 €.

Vor nicht allzu langer Zeit gab es noch ein schönes Interview in der Samstags-taz. Es sollte in für jeden etwas geben, das größer ist, als man selbst. Für sie sei es das Zeichnen gewesen. So war dort zu lesen.
Am Donnerstag, den 23.5.2018 darf ich im Rahmen des Tages der offenen Tür der saarländischen Justiz im Amtsgericht Saarbrücken, Außenstelle Heidenkopferdell, etwas zu den dort installierten Arbeiten sagen, die 2014 im Rahmen einer Kunst-am-Bau-Aktion entstanden sind. Um 14 Uhr geht es dort los. Ein paar informative Worte, Rundgang und Fragen. Bis dahin!
ZEICHNERISCHE UND MALERISCHE STADTERKUNDUNG:
Im letzten Jahr haben wir damit begonnen: Wir treffen uns immer an einem bestimmten Samstag an einem bestimmten Ort in und um Neunkirchen, um im Freien zu malen und zu skizzieren. An Orten, die einem mehr oder weniger vertraut und bekannt sind. Und die immer unter einem bestimmten Vorzeichen stehen: alte Industrie-anlagen, Stadtlandschaft, Menschen, Landschaft. Lernen Sie Ihre Stadt mit neuen Augen zu sehen! An einem einzigen Bild zu arbeiten ist hier genauso gut möglich wie sich in vielen Skizzen dem Ort zu nähern.
1. Termin: Wiebelskirchen, jetzt am Samstag! Ort: Steinbacher Berg. Kursnummer 5204 bei der VHS Neunkirchen. Von hier aus bietet sich ein sensationeller Blick vom Ostertal über Wiebelskirchen bis nach Neunkirchen. Gegend! Termin: Sa, 18.05.2019, 14 .15 -18 .00 Uhr. Entgelt: 15,00 €. Anmeldung über die VHS Neunkirchen, Telefon: 06821 – 202 552
Bei Interesse bitte umgehend anrufen und anmelden, sonst wird der Kurs voraussichtlich nicht stattfinden.
„Ich habe die Malerei längst aufgegeben und bin zum Schach übergegangen. Ich wurde ein professioneller Maler, und Professionalismus ist immer der Tod der Kunst. Die alten Meister waren Professionelle, was heißt, die waren Ein-Mann-Fabriken. Kunst wird nicht in Fabriken gemacht.“ (1936)
Europäische Identität – Ein kultureller Austausch von Kunstschaffenden
Musik & Performance im Rathausfestssaal Saarbrücken
am Mittwoch, 8. Mai 2019, 20 Uhr
Rathausfestssaal Saarbrücken
Was ist für uns ein demokratisches Europa?
Welche Ideale verbinden wir damit?
Wie definieren wir uns als Europäer*innen?
Welche Werte teilen wir über Landes- und Sprachgrenzen hinweg?
Diesen Fragen stellen sich Musiker*innen, Chöre und Theaterleute.
Sie erzählen, wie sie anderen Künstler*innen ohne Vorurteile begegnen und Eigenschaften wie Respekt, Empathie,
Toleranz und Solidarität nicht zuletzt auch durch ihre Kunst vermitteln.
In diesem Rahmen treten Sängerinnen des Gemischten Saarbrücker Damenchors
gemeinsam mit Sängern des Gemischten Saarbrücker Herrenchors als Kammerensemble auf,
ebenso wie das Liquid Penguin Ensemble
und Schüler*innen der Schauspielschule acting&arts.
Der Konzerttermin fällt nicht zufällig auf das Kriegsende und den Vorabend zum Europatag!
Liquid Penguin ist mit einem Kurzauftritt dabei:
Wir präsentieren einen konzertanten Ausschnitt aus DER FALL SOLA – mit Julien Blondel (Violoncello), Klaus Harth (live Zeichnung),
Katharina Bihler (Stimme) und Stefan Scheib (Kontrabass).
Ein Projekt von Singen Saar e.V. in Kooperation mit dem Zuwanderungs- und Integrationsbüro ZIB.
Künstlerische Leitung: Amei Scheib
Eintritt frei!
Zeichnerische und malerischeStadterkundung (Kurse 5204-5207 bei der VHS Neunkirchen)
Anmeldung unter Tel.: 06821 – 202 552.
Im letzten Jahr haben wir damit begonnen: Wir treffen uns immer an einem bestimmten Samstag an einem be-stimmten Ort in und um Neunkirchen, um im Freien zu malen und zu skizzieren. An Orten, die einem mehr oder weniger vertraut und bekannt sind. Und die immer unter einem bestimmten Vorzeichen stehen: alte Industrie-anlagen, Stadtlandschaft, Menschen, Landschaft. Lernen Sie Ihre Stadt mit neuen Augen zu sehen! An einem einzi-gen Bild zu arbeiten ist hier genauso gut möglich wie sich in vielen Skizzen dem Ort zu nähern. Bitte bringen Sie mit: Je nach Vorliebe Malerei oder Zeichnung: gutes Skizzenpapier, Bleistifte, nicht zu große Leinwände oder sonstige Malgründe nach Belieben. Farben nach jeweiliger Vorliebe. Zeichenbretter und Hocker nach Bedarf.
1. Termin: Wiebelskirchen, Steinbacher Berg. Kursnummer 5204. Anfahrt über Steinbacher Straße. Thema: Landschaft. Von hier aus bietet sich ein sensationeller Blick vom Ostertal über Wiebelskirchen bis Neunkirchen. Termin: Sa, 18.05.2019, 14 .15 -18 .00 Uhr. Entgelt: 15,00 €.
2. Termin: Hüttenpark Neunkirchen. Kursnummer 5205. Mögliche Themen: alte Industrieanlage, Blick auf die Stadt. Architekturfragmente. Stadtansicht. Termin: Sa, 15.06.2019, 14 .15 -18 .0 0 U h rOrt: Der genaue Treffpunkt wird Ihnen nach IhrerAnmeldung zeitnah mitgeteilt. Entgelt: 15,00 €.
3. Termin: Stadtpark, Parkstraße. Kursnummer 5206. Dieser Park ist recht belebt: hier spielen Kinder und treffen sich Familien. Mögliche Themen: Grün inmitten der Stadt. Leben im Park. Menschen. Termin: Sa, 06.07.2019,14 .15 -18 .0 0 U h r. Entgelt: 15,00 €.
4. Termin: Wassergarten Landsweiler-Reden. Kursnummer 5207. Ehemaliges Bergwerkgelände. Themen: Wasser. Industriekultur. Termin : S a , 27. 07. 2019 ,14 .15 -18 .00 Uhr. Entgelt: 15,00 €.
Kurse in der Bosener Mühle:
(Anmeldung unter 06852 – 7474).
Was Sie erwartet:
Immer wieder stellen diese Themen eine große zeichnerische und malerische Herausforderung dar.
Bevor man sich an die Ähnlichkeit eines Portraits wagt, ist es vielleicht gar nicht so schlecht, sich mit den Grundbedingungen von Kopf und Gesicht auseinanderzusetzen. Wir wollen dies zwei Tage lang recht intensiv tun. Wie immer nähern wir uns dem Thema auf unterschiedlichste Art und Weise.
Ziel ist es, ein Gespür dafür zu bekommen, wie ein Kopf von seinem Volumen her und in seinen Einzelteilen und natürlich als Ganzes funktioniert, und wie wir das auf interessante Weise in unseren Zeichnungen oder unserer Malerei umsetzen können. Entgelt: 120,- €
Was Sie erwartet:
Hier kommen sowohl Zeichner als auch Maler zum Zug.
Die Bosener Mühle ist von ausreichendem Baumbestand umgeben, so dass wir uns ausgiebig und auf unterschiedlichste Art mit dieser Naturerscheinung auseinandersetzen können. Von genauem Naturstudium bis zu freieren malerischen Auffassungen ist fast alles möglich.
Ein Thema, mit dem man sich ein Leben lang beschäftigen kann. Und das seine ihm eigenen Schwierigkeiten bereithält, für deren Bewältigung es aber ausreichend Mittel und Wege gibt. Entgelt: 120,- €.
MALEN UND ZEICHNEN IM WILDNISCAMP. Mit zeichnerischen und malerischen Mitteln erkunden wir all das, was der Wald hergibt. Kleine kulinarische Aufmerksamkeiten werden gereicht.
Treffpunkt: Wildniscamp. Kosten: 45,- €/Person incl. Imbiss und Basismaterial. Info und Anmeldung bei Stefanie Mohra (NABU AG Netzwerk Urwald). Tel.: 0681- 399788.
mit der homöopathie ist es wie mit der kunst: jeder denkt, er könne eben mal flott eine meinung dazu haben
Letzte Woche in der Samstags-taz ein schönes Interview mit Judith Kerr, die vor allem mit ihrem Buch „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ bekannt geworden ist. Ihr Vater war der Theaterkritiker Alfred Kerr. Sie selbst hat sich immer als Zeichnerin gesehen. Und tut dies auch noch heute, im zarten Alter von 95 Jahren. Sie berichtet davon, dass ihre Mutter ihrem Zeichnen kritisch gegenüber stand, seit sie versuchte, daraus einen Beruf zu machen. Es seien da immer diese Zeichner gewesen, die kein Geld hatten. Ihr Vater dagegen habe sie immer ermutigt, wenn sie mutlos war.: „…Ich habe ihm einmal gesagt, als es wieder nicht gutging: Warum mache ich das eigentlich, ich könnte doch mit meinen drei Sprachen gutes Geld verdienen. Und er hat mir gesagt: Wenn Du es nicht tätest, dann würdest du immer weniger gut von dir denken.“ Und sie kommt darüber hinaus zu dem Schluss: “ Für mich ist der Unterschied, ob man etwas außerhalb mehr als sich selbst liebt. Ich glaube, wenn ich nicht Zeichnerin geworden wäre, vielleicht hätte ich dann eine Religion gebraucht – God forbid, bloß nicht. Aber man baucht etwas, das größer ist als man selber, und für mich ist es das Zeichnen. Für meinen Vater war es das Schreiben. Dann muss man das auch tun, so weit wie möglich.“
interessant, wer sich für ein vergleichbares Sterbedatum entschieden hat: Bruno Ganz und Karl Lagerfeld nur wenige Tage auseinander – das ist fast interessanter, als wer am selben Tag Geburtstag hat (Gerhard Schröder und Billy Holday z.Bsp.)

In diesem Sinne: allen ein gelungenes, interessantes, anregendes Neues Jahr. Plötzlich war es da, und jetzt müssen wir wieder sehen, was wir sinnvolles damit anstellen können.
Gestern abend was nachgeblättert in Walter Koschatkys „Die Kunst der Fotografie“. Und etwas entdeckt, das ich beim Erstlesen (1988 war das) unterstrichen habe:
…Hier, in diesem Zusammenhang, will das besagen, daß ein Üben, ein Vertiefen, Aufnahmefähig-Machen (vielleicht kann man hier sgar den photografischen Terminus dafür verwenden), das Sensibilisieren des Menschen eben in unserer Zeit der Reizüberflutung wichtiger, da dramatischer, bedeutungsvoller denn je zuvor geworden ist.
…
Beim Kunstwerk jedenfalls handelt es sich um das Mitteilen von einem Stück Wahrheit, das nur so und nicht anders mitgeteilt werden kann: es geht nicht um Brillianz, Effekt, Erfolg und nicht um das Noch-nie-Dagewesene, um Beliebtes, Begehrtes, um die Rarität und um das Staunen machende Können. Es geht nur um das Sich-Mitteilen vom Menschen zum Menschen.


