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im vergleich, so erinnere ich mich an meinen kunst-professor in den früher neunzigern, sei Tapiès im gegensatz zu Arnulf Rainer ja ein richtger intellektueller. Ein interessanter vergleich, weil für mich die beiden so gänzlich was anderes waren in meiner wahrnehmung und empfindung. Aber ich musste daran denken letztens: im vergleich mit Merz war Helmut Kohl tatsächlich ein intellektueller. Zumindest ein kanzler. Obwohl wir Helmut Kohl, angeführt von den poeten der titanic, ja als „Birne“ gesehen haben, als intellektuell minderbemittelten, der in der schule „gut in Hölderlin“ war, wie er das zu formulieren pflegte. Jetzt haben wir hier einen Black-Rock-gebildeten Schnösel ohne jeglichen horizont. Von den franzosen hieß es früher, dort könne niemand staatsmann werden, der nicht ein homme-de-lettre sei. Auch dort hat sich das verändert. Die erste potentielle staatspräsidentin, die jetzt doch erstmal keine werden wird, ist auch alles andere als femme-de-lettre. Aber immerhin scheint sie einen horizont zu haben, wenn auch keinen, der mir sypathisch ist. Können einem horizonte sympathisch oder unsympathisch sein? Here is your princess, and this is the horizon. Merz ist nicht verschrien als minderbemittelt wie es Helmut Kohl damals war. Aber er ist komplett horizontfrei. Und das ist das schreckliche. Er weigert sich rassist zu sein, obwohl er einer ist. Einfach, weil er die definition nicht kennt. Fragen sie ihre töchter. In den ideen des merz. In den iden des merz. Reimt sich vieles auf schmerz. Und auf kommMErz.

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