SCHEINVERHÄLTNISSE

heute ab 12 Uhr (ungefähr) im Rahmen von ZEICHENGEBER in Christoph Rammachers Donnerstagszimmer. Mainzer Straße 31 in Saarbrücken.

1 Krankenschwester = 0,62 Studienrat = 0,48 Kunstprof = 0,39 Landtagsabgeordneter = 0,29 Chef Landesverwaltungsbehörde = 0,24 OB = 0,16 Gre-Wenig = 0,0032 Zetsche = 0,00074 Ronaldo.

Wert = teuer;

5 Nächte als Nachtportier = 5 Stunden an 1 Sonntagnachmittag als Reprofotograf bei einer Lokalzeitung

165.000 Euro = nix; 2 Äpfel = 1 Birne ; 2 + 2 = Donnerstag ; 1=1,95583;

 

Ein teures Bild ist ein teures Bild, weil es ein teures Bild ist. Eine Briefmarke kostet 60 Cent. Ein gutes Bild bekommt man bereits für 142 Mio US-Dollar. Alle wollen nur Geld haben. Dabei heisst es doch immer, man solle mehr loslassen…

SCHEINVERHÄLTNISSE macht folgendes Experiment:

Sie nehmen einen Geldschein Ihrer Wahl, falten ihn zu einer Ihnen interessant erscheinenden Form und tauschen Ihn anschließend bei dem ausführenden Zeichner gegen eine vor Ihren Augen gefertigte Zeichnung desselben um. 1:1. Papier gegen Papier. Maschinell bedruckt gegen liebevoll handgezeichnet. Die Zeichnung eines Zwanzigers für einen Zwanziger, ein Fünfer für die Zeichnung von einem Fünfer. Gestempelt, datiert, nummeriert und signiert. Sie schützen Ihr Geld vor kalter Progression und schaffen sich einen Mehrwert. Dauert nicht lange und tut kaum weh.

2 Antworten auf „SCHEINVERHÄLTNISSE“

  1. und, wie wars? die idee ist wirklich genial und ich hoffe, es gab viele getauschte papiere gestern. und viele zeichen wurden gegeben …

  2. Nee, getauschte Papiere gab es kein einziges, aber noch ist nicht aller Tage Abend…Aber es gab eine lustige Begebenheit, als ich einen Malerskollegen portraitierte. Durch’s Schaufenster beobachteten ziemlich viele Menschen meine zeichnerischen Bemühungen und eine Mutter mit Kind kam dann herein und fragte bei Lisa, die in der anderen Ecke saß, ob sich ihre Tochter auch portraitieren lassen dürfe oder könne. Lisa sagte spontan ja, was ich aber, ins Kritzeln vertieft, nur so am Rande mitbekam. Ich habe dann das Portait der Tochter angefertigt, was auch gar nicht so schlecht gelang. Und die Mutter fragte, wie sie sich nun erkenntlich zeigen könne. Ich sagte noch so aus Spaß, so ein Bild koste 3.580 Euro und 40 Cent oder sowas in der Art, jedenfalls war es eine sympathische Situation, so dass ich der Tochter die Zeichnung natürlich auch geschenkt hätte…jedenfalls kam die Mutter dann auf die Idee, sie habe da etwas zum Tausch anzubieten, zückte ihre Visitenkarte und hat mir eine professionelle Zahnreinigung in ihrer Praxis angeboten. Was ich wahrscheinlich auch machen werde. Das hat mich jetzt auf die Idee gebracht, das Konzept ein wenig zu erweitern und bei den nächsten Zeichenaktionen (oder vielleicht sollte man es auch generell anbieten, fällt mir beim Schreiben dieser Zeilen grade ein) Portraitzeichnungen gegen Sach- und Dienstleistungen zum Tausche feilzubieten. Wir nehmen Akkuschrauber, gedeckte Dächer, verputzte Fassaden usw. usf. Haarschnitte jetzt weniger. …

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