Aufführung: Sechse kommen um die ganze Welt

Einlassbild

im Büro der Bürgermeisterin

Ulla

Sam und die Windmühlen (WIndräder)

Schluss-Szene

Ein Jahr lang war ich damit beschäftigt. Auf Einladung Peter Tiefenbrunners, der für Regie und Dramaturgie des Stücks verantwortlich war und der meine Bühnenbild-Projektionen für Ralf Peters Orpheus, Kafka und Ulmann kannte, habe ich an 13 Freitagen (sic!) zwischen Proberaum und Musikraum gesessen und mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gemalt und gezeichnet. Und auch einige Mütter waren immer wieder dabei und haben Häuser, Bäume und andere Dinge beigesteuert, mit denen ich dann die einzelnen Szenen am Rechner zusammenmontierte. Das ein oder andere stammte natürlich auch von mir: der ein oder andere Stuhl und Bilderrahmen und Kronleuchter im Büro der Bürgermeisterin zum Beispiel. Die Idee, dass die Räumlichkeiten der Bürgermeisterin eigentlich auch etwas königlicher und feudaler daherkommen dürfen, entstand bereits ganz ganz am Anfang im Gespräch beim gemeinsamen Malen. Schließlich basiert das Janze auf einem Märchen der Gebrüder Grimm. Und da war es keine Bürgermeisterin, sondern ein König. Von Anfang an dabei und ganz viele Blätter beigesteuert hat Lena Müller. Und gestern abend nach der Aufführung hat mir Fines Mutter noch kurz mitgeteilt, dass Fine total aus dem Häuschen war (ich denke, ich darf das so formulieren), als sie in fast jeder Szene irgendwo die Katze wiederentdeckt hat, die sie auf einem Blatt gezeichnet hatte.
Eins hätte ich anders gemacht: es gab die Szene, wo im Vordergrund der Grauburger Chor das Loblied auf die Grauheit der Stadt schmettert und meine Häuser schon ziemlich festlich bunt waren.
Da hätte ich ein bisschen genauer nachhaken müssen, wie sich die Szene eigentlich und im Besonderen gestaltet.
Hoffentlich haben das nicht zu viele bemerkt.
Aber ansonsten hat es sehr schön funktioniert. Auch die unterschiedlichen „Wälder“ für die verschiedenen Draußen-Szenen. Das war dann immer etwas anders und hat dem immer einen etwas anderen Anstrich gegeben.
Und natürlich die Windräder, die mir auch beim Zeichnen ziemlich viel Spaß gemacht haben.

Für die Szene mit dem Wettrennen war ein Film geplant. Nicht damit gerechnet habe ich allerdings, dass man dafür eine Zeichnung von mir genommen und per KI „beschleunigt“ hat. Und dahinein dann die beiden Läufer montiert. Ich hab noch nicht rausbekommen, wer das gemacht hat, aber das war ziemlich cool und flott.

Am Anfang war ich dann doch ziemlich skeptisch, ob ich das wirklich machen soll. Hatte man doch immer wieder das Gefühl, dass es aus den verschiedensten Gründen nicht wirklich voran geht.
Aber gegen Ende ist dann wirklich nochmal eine ganze Menge passiert.

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