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	<title>der Radiozeichner &#8902; Zeichenblock</title>
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	<description>Skizzenbuch und permanenter Ausstellungsraum von Klaus Harth</description>
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		<title>aus: der Radiozeichner</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 13:01:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[der Radiozeichner]]></category>
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		<category><![CDATA[wörter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>aus gegebenem Anlass finde ich es ganz interessant, die Texte zum Radiozeichner nochmal aus der Versenkung zu holen, ggf. zu überarbeiten, was ich eh schon seit Jahren machen wollte, und nochmal zu veröffentlichen. Vielleicht auch neue Tondateien dazu zu erstellen. Das Thema der Übersetzung von Bilder in Text in Töne ist mir mehr oder weniger &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>aus gegebenem Anlass finde ich es ganz interessant, die Texte zum Radiozeichner nochmal aus der Versenkung zu holen, ggf. zu überarbeiten, was ich eh schon seit Jahren machen wollte, und nochmal zu veröffentlichen. Vielleicht auch neue Tondateien dazu zu erstellen. Das Thema der Übersetzung von Bilder in Text in Töne ist mir mehr oder weniger zufällig nochmal zugelaufen. Also: Ran an den Speck.</p>
<p>Text zu Zeichnung Nr. 3 blieb unverändert.</p>
<p>here it is:</p>
<p>Zeichnung Nr. 3: Klaus Harth, aus: „DER FALL SOLA, abandonné, verlassen, einsam, öd“</p>
<p>Ausnahmsweise wird hier an dieser Stelle auch eine einzige Zeichnung aus eigener Produktion vorgestellt. Wenn man die eigene Arbeit als ein diskontinuierliches Kontinuum versteht, als ein meist tägliches Zeichnen, Aufnehmen, Uminterpretieren und Neuordnen von Welt, dann stellt sich vielleicht die Frage: wo kommt die Sache auf den Punkt? Kommt sie überhaupt irgendwo auf den Punkt? Und: ist ein Punkt denn schon eine Zeichnung, wo er doch per Definition gerade eben noch keine Linie ist? Also etwas, das sich noch nicht bewegt hat? In der Aufführung DER FALL SOLA des Liquid Penguin Ensembles (u.a. am 9.11.2017 während der ARD Hörspieltage), bei der ich als Life-Zeichner mitwirken durfte, und bei der man, grob gesagt, die Entwicklung von Sprachen, deren multimediale Verquickungen und Übersetzungen  von verbalen in musikalische und in bildnerische und von bildnerischen in verbale und musikalische undsoweiter und nochmal anders mitverfolgen konnte, gibt es eine Szene, die ich dann doch herausgreifen möchte. Es kommt, relativ zu Anfang, zu einer kleinen Meditation über das Wort „allein“. In mehreren Sprachen wird das durchgespielt, französisch, englisch, italienisch, japanisch, finnisch, deutsch und die Bedeutungen werden immer dramatischer. Von einem relativ neutralen „allein“ steigert sich das bis zu „wüst“ und „leer“ und „abandonné“, „verlassen“,“einsam“,“öd“. Währenddessen entsteht auf dem Overhead-Projektor, so langsam es geht, eine einfache Linie. Sehr sehr langsam. Extrem langsam. Eine einfache, einzige, einsame schwarze Linie auf hellem Grund, die auf der Bühne an die Rückwand projeziert wird. Von links nach rechts waagerecht gezogen. Die Musiker, eine Pianistin, ein Cellist, eine Bratschistin und ein Bassist, finden sich im Verlauf der Linie allmählich auf einem hohen vibrierenden Ton ein. Und in diesem Moment kann man die Linie hören und den Ton sehen. Da gibt es keinen Unterschied mehr. Diese Linie ist ein bewegter Punkt ist eine Linie und keine Linie. Sie kann allein und alles sein. Öd und bewegt, ein Horizont, auf oder vor dem etwas passieren könnte. Eines der einfachsten Dinge, die man tun kann. Zeichnen <em>ist</em> einfach. (Und man sollte hier auch erwähnen, dass man natürlich auch das Entstehen der Linie beobachten kann; sie entsteht nicht aus dem Nichts, man sieht den Zeichner über den Overhead-Projektor gebeugt stehen und man sieht natürlich auch den Schatten von Hand und Stift auf der Projektion, so wie man ja auch den Musikern beim Bedienen ihrer Instrumente zuschauen kann).  Im weiteren Verlauf des Stückes wird diese Linie dann auch wieder zu etwas anderem, um dann schließlich zu verschwinden und durch andere Linien ersetzt zu werden. Und das war aus zeichnerischer Sicht das Wunderbare an diesem Projekt: Von einem einfachen Punkt (den gab es tatsächlich auch an einer Stelle) über eine einfache Linie bis zu Portraitzeichnungen von zu Stimmen gehörenden Köpfen, die man sonst nur als Einspieler hören konnte und die Teil des Bühnenbildes waren, bis zu einem stilisierten Radio, das immer wieder auftaucht und das man als „Radio“ akzeptiert, nicht nur, weil man es dann tatsächlich auch hören kann, konnte sich das, was Zeichnung ausmachen kann, in einer recht anschaulichen Bandbreite entfalten. Eine Linie ist eine Linie ist keine Linie.</p>
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		<title>aus: der Radiozeichner</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jun 2021 17:18:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[der Radiozeichner]]></category>
		<category><![CDATA[fugenpoet]]></category>
		<category><![CDATA[wörter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Zeichnung Nr.23: Saul Steinberg, aus der Reihe Spiegelungen, 2. Spiegelungen-Blatt aus &#8222;Die Entdeckung Amerikas&#8220;, Diogenes, 1992 Unser Blatt ist sehr puristisch gehalten. Keine Farbstifte, kein Aquarell, all das, was dieser Zeichner sonst immer wieder gerne benutzt hat: genau das fehlt hier. Ein roher, etwas krakeliger Strich, der teilweise an Kinderzeichnungen erinnert. Eine Zeichnung, die &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-18244" src="https://www.zeichenblock.info/wp-content/uploads/2021/06/vorschaubild_spiegelung-e1622828211228.jpg" alt="" width="400" height="225" /></p>
<p>Zeichnung Nr.23: Saul Steinberg, aus der Reihe Spiegelungen, 2. Spiegelungen-Blatt aus &#8222;Die Entdeckung Amerikas&#8220;, Diogenes, 1992</p>
<p>Unser Blatt ist sehr puristisch gehalten. Keine Farbstifte, kein Aquarell, all das, was dieser Zeichner sonst immer wieder gerne benutzt hat: genau das fehlt hier. Ein roher, etwas krakeliger Strich, der teilweise an Kinderzeichnungen erinnert. Eine Zeichnung, die uns ästhetisch nix dahermacht. Eher was zu Denken als zum Genießen.</p>
<p>Wir sehen ein Querformat. Seitenverhältnis grob etwa 2:3. Waagerecht findet sich etwas oberhalb der Mitte: ein Horizont. Eine schnurgerade Linie, nicht krakelig, mit dem Lineal gezogen: Die Spiegelachse, die Leitlinie, an der sich, oberhalb und unterhalb, alles orientiert, ordnet und abspielt. Beziehungsweise abspiegelt.</p>
<p>Das Blatt gehört sinnigerweise zu einer Reihe mit dem Titel „Spiegelungen“.</p>
<p>Am unteren Blattrand, etwas rechts, steht an einem angedeuteten Ufer ein kleiner Mann mit Hut, der das ganze Szenario betrachtet. So wie wir auch.</p>
<p>Was spiegelt sich nun? Wir lesen das am besten von links nach rechts:</p>
<p>Ganz links am Blattrand: der Rest einer Insel, die gerade noch ins Blatt ragt. Ein stilisiertes Bäumchen darauf.</p>
<p>Danach, im Himmel: das Wort OHIO. Vier Buchstaben mit etwas Abstand, die sich exakt genau so unten in der Wasserfläche wiederfinden. O gespiegelt mit O ergibt O. H gespiegelt mit H ergibt H. Und so weiter und so fort eine glasklare geometrische Spiegelsache.</p>
<p>Danach sehen wir im Himmel einen Schwan, Kopf nach links. Aber ach: Er schwimmt und bespiegelt sich an einer kleinen eigenen Spiegelachse entlangschwimmend bereits an sich selbst, und zwar oben im Himmel, als sei hier bereits auch schon See. Doppelschwan im Himmel, der sich als eben diese Doppelfigur, wen wird das wundern, natürlich auch als Doppelschwanselbstbespiegler-Spiegelbild unten im Wasser wiedererkennbar wiederfindet.</p>
<p>Man könnte so drüberweggucken. Wie über so vieles im Leben.</p>
<p>Dann, weiter in Leserichtung nach rechts, wieder eine Sprachspiegelung. Im Himmel das Wort STAR. Stern. So etwas erwartet man da oben. Yesjawoll. Gespiegelt wird aber nicht S als S, T als T usw., sondern von hinten nach vorne: aus dem Stern werden die Ratten, aus dem STAR werden die RATS. Das gehört in die Schublade der Ideen, die ich selbst gerne gehabt hätte. Semantische Fallhöhe hoch 3. Mindestens. Einfach mal so eben weggespiegelt.</p>
<p>Um das verdauen zu können, macht es uns Saul Steinberg am rechten Blattrand etwas einfacher. Da finden wir dann wieder den Anfang (oder das Ende) einer Insel, vielleicht einfach auch nur einen Kai mit einer kleinen Fabrik mit rauchendem Schlot. Der Rauch stiehlt sich sowohl in Himmel und Wasser über den rechten Bildrand aus dem Geschehen heraus.</p>
<p>Unten rechts steht am Ufer der Mann mit Hut. Er allein bleibt ungespiegelt. Guckt aber in dieselbe Richtung wie wir. What you see ist what you get.</p>
<p>Zeichnen sei Denken auf dem Papier hat Saul Steinberg einmal gesagt.</p>
<p>Ja!</p>
<p>Ein ausgeprägter Spieltrieb kann beim Denken aber sehr gut helfen.</p>
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		<title>zu einer Zeichnung von F.K. Waechter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Dec 2018 09:52:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[der Radiozeichner]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.zeichenblock.info/zu-einer-zeichnung-von-f-k-waechter/">zu einer Zeichnung von F.K. Waechter</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.zeichenblock.info">Zeichenblock</a>.</p>
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		<title>zu einer Zeichnung von Galli</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Sep 2018 12:40:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[der Radiozeichner]]></category>
		<category><![CDATA[musikschaffen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.zeichenblock.info/zu-einer-zeichnung-von-galli/">zu einer Zeichnung von Galli</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.zeichenblock.info">Zeichenblock</a>.</p>
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		<title>zu einer zeichnung von ida applebroog</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Aug 2018 07:01:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[der Radiozeichner]]></category>
		<category><![CDATA[Der Radiozeichner - Zeichnungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>die letzte aufnahme mit becken und gitarre war`s nicht. die zeichnung muss ein-töniger klingen, gleichförmigeres material. und die mundharmonika mit ihrem leicht bluesverscnittigem klang scheint mir da angebrachter.</p>
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<p>die letzte aufnahme mit becken und gitarre war`s nicht. die zeichnung muss ein-töniger klingen, gleichförmigeres material. und die mundharmonika mit ihrem leicht bluesverscnittigem klang scheint mir da angebrachter.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.zeichenblock.info/zu-einer-zeichnung-von-ida-applebroog-2/">zu einer zeichnung von ida applebroog</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.zeichenblock.info">Zeichenblock</a>.</p>
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		<title>neu abgemischt: zu Zeichnung 23, Saul Steinberg</title>
		<link>https://www.zeichenblock.info/neu-abgemischt-zu-zeichnung-23-saul-steinberg/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Klaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Aug 2018 07:54:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[der Radiozeichner]]></category>
		<category><![CDATA[Der Radiozeichner - Zeichnungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>mit der Vertonung dieser Zeichnung habe ich mich bisher am schwersten getan. Heute morgen dann nochmal ein tieferer Mundharmonikaton drunter und komplett in einem Set neu eingespielt und gesprochen und das über eine der letzten Versionen gelegt, gekürzt, verknappt: und das isses jetzt sehr viel mehr als vorher: frecher, knapper, mehr auf dem Punkt.</p>
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<p>mit der Vertonung dieser Zeichnung habe ich mich bisher am schwersten getan. Heute morgen dann nochmal ein tieferer Mundharmonikaton drunter und komplett in einem Set neu eingespielt und gesprochen und das über eine der letzten Versionen gelegt, gekürzt, verknappt: und das isses jetzt sehr viel mehr als vorher: frecher, knapper, mehr auf dem Punkt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.zeichenblock.info/neu-abgemischt-zu-zeichnung-23-saul-steinberg/">neu abgemischt: zu Zeichnung 23, Saul Steinberg</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.zeichenblock.info">Zeichenblock</a>.</p>
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		<title>zu einer Zeichnung von Ida Applebroog</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Aug 2018 18:52:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[der Radiozeichner]]></category>
		<category><![CDATA[Der Radiozeichner - Zeichnungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.zeichenblock.info/zu-einer-zeichnung-von-ida-applebroog/">zu einer Zeichnung von Ida Applebroog</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.zeichenblock.info">Zeichenblock</a>.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.zeichenblock.info/zu-einer-zeichnung-von-ida-applebroog/">zu einer Zeichnung von Ida Applebroog</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.zeichenblock.info">Zeichenblock</a>.</p>
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		<title>der radiozeichner: nr 27 : zu einer Zeichnung von Johannes Grützke</title>
		<link>https://www.zeichenblock.info/der-radiozeichner-nr-27-zu-einer-zeichnung-von-johannes-gruetzke/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Klaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Aug 2018 14:24:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[der Radiozeichner]]></category>
		<category><![CDATA[Der Radiozeichner - Zeichnungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diese Zeichnung ist größer, als man sie sich vorstellt, sieht man sie nur als Abbildung in einem Katalog: 130x120cm. Die Aufrißzeichnung zu einem in Öl auf Leinwand ausgeführten Portrait. Es gilt auch die Vermutung: Der Begriff „Aufrißzeichnung“ meint hier, dass es sich quasi um die Anlage der grundlegenden Parameter für dieses Portrait direkt auf der &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Zeichnung ist größer, als man sie sich vorstellt, sieht man sie nur als Abbildung in einem Katalog: 130x120cm. Die Aufrißzeichnung zu einem in Öl auf Leinwand ausgeführten Portrait. Es gilt auch die Vermutung: Der Begriff „Aufrißzeichnung“ meint hier, dass es sich quasi um die Anlage der grundlegenden Parameter für dieses Portrait direkt auf der nachher als Gemälde ausgeführten Leinwand handelt. Die Zeichnung ist also verschwunden, existiert nur noch als Foto und Abbildung im Katalog. Davon übrig geblieben ist einzig das fertige Gemälde. Was heißt Portrait?: Es geht also um die Darstellung und Erfassung einer bestimmten Person, in diesem Falle wohl eher: Persönlichkeit. Muss man wissen, wer Valeska Gert war, um die Zeichnung besser würdigen zu können? Es ist so, wie es oft ist: man sieht mehr, je mehr man weiß. Aber es ist auch so: die Zeichnung funktioniert auch ohne ein vertieftes Wissen über die dargestellte Persönlichkeit. Vor ein oder zwei Jahren bin ich bei youtube auf einen Mitschnitt der Talk-Show „Je später der Abend“ gestoßen, bei der Valeska Gert Anfang der 70er Jahre eingeladen war und erinnerte mich sofort an die Zeichnung in der Johannes-Grützke-Monografie aus dem Zweitausendeins-Verlag, die ich 1985 gekauft habe. Nicht zuerst an das Gemälde, sondern seine Aufriß-Zeichnung war also in erster Linie (sic) in der Erinnerung präsent, ohne dass ich damals wusste, wer da eigentlich dargestellt ist. Mit dunklen Kohlestrichen mittig ins Format gesetzt, 1978, kurz vor ihrem Tod entstanden, finden wir einen, das Format bestimmenden Kopf einer älteren Dame, große Nase, fast schon Karikatur, den Kopf von uns aus gesehen leicht nach links gewendet, den wach-lebendigen Blick aber direkt auf uns fixiert. Der Mund eine scharf geschittene Linie, einige senkrechte Falten nach oben hin abgehend. Auffallend im Verhältnis zu dem dominierenden Kopf: die beiden links und rechts unterhalb der Schultern platzierten Hände – man hat den Eindruck, die Arme fehlten, eine waagerechte Linie unterhalb der Handwurzeln versucht aber die Räumlichkeit zu klären: sitzt die Frau vielleicht zu niedrig an einem Tisch? Links und rechts hinter der Figur finden wir aber im Bogen abgehende, durch die Biegung auch etwas weicher wirkende Linien, die wir vielleicht als die Figur stützende Kissen lesen dürfen? Die Person sitzt aufrecht im Bett? Wie auch immer: die Lebhaftigkeit des Gesichtes steht in Kontrast zu den scheinbar fehlenden Armen, die Hände suchen zwar nicht wirklich Halt, liegen aber etwas ungenutzt auf der Decke. Trotzdem scheint es so, als ob die Person versuche, sich ein wenig zu uns hinzuziehen, um uns ihre Aufmerksamkeit besser widmen zu können. Zeichenkohle ist per se eigentlich ein weiches Material, erzeugt zwar klarschwarze Linien, kann leicht zum Grau hin verwischt werden, hier in diesem Aufrß wird sie aber sehr entschieden, recht hart eingesetzt. Die dunklen Haare etwa sind recht heftig notierte Striche, die sich, von einem Mittelscheitel ausgehend, nach links, bzw. rechts abbiegend wegbewegen. Eine wilde Person, da ist Bewegung drin will uns das wohl sagen. Körperliche Bewegung und Spannung als Ausdruck innerer Bewegung und Spannung. Wir dürfen den Charakter der Aufriß-Zeichnung nicht vergessen: Keine Linie soll hier bleiben. Sie sind dazu gedacht, als Anhaltspunkte für die spätere darüberliegende Malerei zu dienen. Sie sind zupackend, brauchen aber auch andererseits nicht 100% genau zu sein, denn die Feinheiten werden später mit Pinsel und Farbe ausgearbeitet. Das erklärt die nicht geglätteten Härten, die schroffen Striche, die uns eine ganze Menge über den unverstellten Blick des Zeichners auf die zu portraitierende Person verraten. Vergleicht man damit dann das fertige Gemälde, so geht es mit der Person etwas milder um. Gerade noch die Komposition selbst (Größe des Kopfes, Wachheit und leichter Spott im Blick, die merkwürdige Sitzposition innerhalb der Kissen mit den verschwindenden Armen) verweist auf die Quirlig- und Lebendigkeit dieser Person, nicht die Art des Farbauftrags z.B., wie es in der Aufrißzeichnung die Linien auch selbst zu transportiern verstehen. Direktheit und Rauheit in einer Zeichnung sind ganz eigene Qualitäten.</p>
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		<title>zu einer Zeichnung von Veronika Olma</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jul 2018 21:11:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[der Radiozeichner]]></category>
		<category><![CDATA[Der Radiozeichner - Zeichnungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir haben ein Querformat vor uns. Ein samtiges Schwarz als Hintergrund. Schwarz kann warm sein. Aus diesem Schwarz heraus leuchtet uns ein strahlendes Weiß entgegen. Weiß kann kalt sein. Ist es das in diesem Fall? Sofort können wir etwas erkennen: Das weiß leuchtende Denkmal eines Hundes. Eines in Weiß gehaltenen Hundes, mit Acrylfarben malerisch angelegt, &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben ein Querformat vor uns. Ein samtiges Schwarz als Hintergrund. Schwarz kann warm sein. Aus diesem Schwarz heraus leuchtet uns ein strahlendes Weiß entgegen. Weiß kann kalt sein. Ist es das in diesem Fall? Sofort können wir etwas erkennen: Das weiß leuchtende Denkmal eines Hundes. Eines in Weiß gehaltenen Hundes, mit Acrylfarben malerisch angelegt, auf einem sehr flachen Sockel sitzend aufgerichtet, seitlich gesehen, Blick zur Mitte des Bildes. Es könnte ein in Marmor gehauener Hund sein, wenn er nicht gleichzeitig auch so unerhört lebendigt wirkte. Die Vorderpfoten wie seitlich anliegende Ärmchen, den Schwanz zum Betrachter hin als Bogen auf dem flachen Sockel liegend. Die Darstellung dieses Hundes ist ausgesprochen präzise, sehr naturalistisch gehalten. Er ist der Aufmerksamkeitsfänger in diesem Bild. Er macht einen freundlichen Eindruck. Er ist wiedererkennbar. Wir mögen diesen Hund. Dieser Augenfänger befindet sich direkt rechts von der Mitte des Täfelchens. Er nimmt in der Höhe ziemlich genau die Hälfte des Formates ein und lässt oben und unten in etwa den gleichen freien Raum. Quasi mittig platziert. Überhaupt kann man sagen, dass sich das wesentliche Bildgeschehen auf einem proportional verschobenen Rechteck in der Mitte des Formates abspielt. Gemalt und gezeichnet ist das ganze auf eine Holztafel im Format 26 x 35,8cm. Dieses gedachte, proportional verschobene Rechteck, das die eigentliche Bühne für unser Geschehen darstellt, umfasst etwa 15 x 22cm. Nur einige wenige Linien finden den Weg über diesen inneren Bereich hinaus zum Rand des eigentlichen Formats. Rechts in diesem inneren Rechteck also unser Hundedenkmals-Hund. Nach links blickend. Was sieht er da? Ein weißes Liniengewirr. Mit weißer Kreide in großen Bögen aus dem Handgelenk gezirkelt, die Linien moduliert durch mehr und weniger starkes Aufdrücken. Man muss sich das so vorstellen, dass hier eine Linie in der unteren Hälfte des linken Bildrands ansetzt (also eine der wenigen Elemente, die sich außerhalb unseres Bildzentrums befinden) und sich schwungvoll in einer leichten Bewegung nach oben &#8222;verkringelt&#8220;, verdichtet, ein kreisendes Gewirr bildet, und, wiederum als eine Linie endend, sich in einem s-förmigen Schwung zur Schnauze des Hundes hinbewegt. Hinter dem Kopf des Hundes gibt es kleinkringelige Nachspiele, zwei verklingende Schwünge zum oberen Bildrand und eine Schleife vor dem Bauch des Hundes, die unterhalb des Sockels in einem kleinen Kreuz endet, das selbst wiederum ein sich vergrößerndes Echo unterhalb des rechten Ende des Sockels findet (auch dieses Echo ist eines der Elemente, das aus dem inneren Rechteckt zum eigentlichen Bildrand verweist).  Das alles wirkt sehr räumlich, es hat ein Vorne und Hinten, ein näher und weiter weg, formal vielleicht mit einem unwirsch aufgewickeltem weißen Draht vergleichbar; leichte Verwischungen der Kreidespuren vermitteln einem aber auch den Eindruck von Bewegung, in Zusammenhang mit der Farbe Weiß auch den von Lichtspuren. Linien, die sich als nicht ganz so wirr entpuppen, wie sie auf den ersten Eindruck erscheinen mögen, die aber verschiedene, nicht auflösbare Assoziationen in uns auszulösen vermögen: Draht, vielleicht sogar Stacheldraht, Bewegung, kosmische Lichtreflexe etc. etc. etc. Die Zeichnung inszeniert also Gegensätze: gestische Spuren, aus der lockeren Hand geschüttelt  im linken Teil, die zwischen schön und widerborstig changieren, trotzdem aber auch gegenständlich gelesen werden können, vielleicht sogar wollen. Daneben der &#8211; nicht aus dem Handgelenk geschüttelte, sondern penibel gemalte &#8211; Hund, was natürlich auch auf die sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten verweist, die hier aufeinandertreffen. Hell und dunkel. Klarheit und Tiefe. Langsam und schnell. Erkennbar und wirr. Oder doch weniger wirr als man denkt? Klarheit der Zeichnung und Tiefe des Raums. Wärme und Kälte. Wo finden wir jetzt die größere Emotionalität: in der spontan und teilweise unkontrolliert gesetzten Kringelgeste oder in der warmherzigen Ausarbeitung des Hundes, bzw. Hundedenkmals? Die Dinge widersprechen sich und widersprechen sich nicht. Das Kalt kann warm sein aber das Dunkel nicht hell. &#8222;Rotkäppchen lügt.&#8220; &#8211; so heißt diese kleine Tafel.</p>
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		<title>zu einer Zeichnung aus dem Comic PERSEPOLIS von Marjane Satrapi</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Jul 2018 14:51:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[der Radiozeichner]]></category>
		<category><![CDATA[Der Radiozeichner - Zeichnungen]]></category>
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