ZDF

aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 2.10.11:
…Was man hier sieht, sind die Einzelteile, aus denen Friedrich seine nationalreligiös überhöhten Phantasielandschaften baute. Was man sieht, ist gleichsam die Empirie, die der Transzendenz vorausgeht, das minutiöse Daseinsinteresse des Zeichners, der dem Maler der Selbstversenkung immer erst einmal zuarbeiten muss. Was man allerdings auch sieht (und beim genauen Hinsehen auf den Gemälden immer schon ahnen konnte), ist die Tatsache, dass Friedrich ausgerechnet mit der menschlichen Figur so seine, na ja, Problemchen hatte. Es tut den Figuren jedenfalls nicht direkt schlecht, wenn man nur die Rücken sieht. Und wenn möglichst viel Landschaft und inneres Erleben und Sehnen um sie herum ist. Großes entsteht halt immer da, wo man Limitationen produktiv macht.
(in einem kleinen Text zu Caspar David Friedrich – Die Zeichnungen, das gesamte Werk, C.H.Beck, 198 EUR)

neues aus dem landtag

So langsam wachsen die Dinge zusammen, die zusammen gehören: eine wunderhübsche Kombination aus Aldi und Unwetter im Bezug zu Akropolis adieu und Gewitterplitz bringt doch alles auf den Punkt, was Frau Merkel auch so beschäftigt und all die andern:f_landtag_25-09-11

Von wem diese freundlichen Besucher stammen, denke ich zu ahnen: ganz ganz lieben Dank!

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und wer stirpt mit p schreibt muss natürlich auch Gewitterplitze aushalten können.

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und auch der Gesundheitsspruch erfährt so langsam erweiterte Bedeutung. (Und mittlerweile habe ich entdeckt, dass die Gebrauchsanleitung zum Händewaschen viele Menschen fasziniert: sie findet sich sogar im Katalog der „Parlamentarischen Beobachter“! Irre!
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Veranstaltungstipp

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Laut Saarbrücker Zeitung präsentiert Mauricio Kagel unter dem Titel „Eine Brise“ am Sonntag um 17 Uhr in der Försterstraße  eine „Flüchtige Aktion für 111 Fahrradfahrer“. Nun ist Mauricio Kagel am 18.9.2008 in Köln leider verstorben, wird also Probleme haben, seine flüchtige Aktion selbst zu präsentieren (auch Mozart und Strawinsky führen ihre Stücke seit kurzem nicht mehr selbst in die Öffentlichkeit), aber das Liquid Penguin Ensemble macht das schon. 1991 konnte ich Mauricio Kagel bei einem Konzert an der Mainzer Uni noch selbst erleben (am 27.11.91). Und aus dem alten Skizzenbuch habe ich die entsprechenden Skizzen ausgegraben.

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VERANSTALTUNGSTIPP

Heute abend, traurig aber wahr: Verabschiedung vom Atelier von Julia Baur und Maria Montnacher-Becker in Rehlingen-Siersburg.
Am Donnerstagabend, den 22. 9. 2011 öffnet das Atelier von 17-22 h nochmals seine Räume.
Stefan Röhm begleitet an diesem Abend die Ausstellung mit Gitarre & Gesang ( Latin-grooves, Chansons & mehr!).
Die Ateliergemeinschaft freut sich auf Ihr Kommen!
Adresse: Atelier dreimal, Dechant-Held Str.3, 66780 Siersburg (neben der Kirche)

ACHTUNG ACHTUNG ihr menschen auf den gassen und in den straßen und auch ihr, ihr menschen auf dem flachen und behügelten land:

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Am Sonntag findet in Saarbrücken der sogenannte „Tag der Bildenden Kunst“ statt. Früher hieß das mal „Offene Ateliers“ und da hab ich bisher ein einziges mal mitgewirkt, im Jahre des Herrn 1998 (oder wie man heutzutage zu sagen beliebt: in 1998).
Jetzt hat mich Christoph Rammacher in sein Atelier eingeladen zum Mitausstellen. Saarbrücker Straße 112 in Dudweiler. Das freut mich ganz besonders.
Und auch der Landtag des Saarlandes wird seine Pforten dem geneigten Besucher öffnen.
Und man sollte, falls man dort weilt, nicht vergessen, die Treppe hinabzuschreiten, denn dort wird die Ausstellung fortgesetzt. Und einige behaupten sogar, das wären die schöneren Räume…
Es bleibt mir an dieser Stelle auch noch Dank auszusprechen an Dirk Gebhardt, der diese unteren Räume nach seinen Vorstellungen mit meinen Bildern bestückt hat, so dass ich nur noch sprechen konnte: Das kann man nicht besser machen.
Dasselbe gilt für die Idee von Corinna Irmer, die die Vogelschildheckensteckidee ins Spiel gebracht hat. Besser geht nicht und dann kann der Bilder-Autor nur noch anerkennend mit dem Köpfchen nicken.
Schön, wenn man solche Helfer hat!

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Ich für meinen Teil muss die Gesetze der Physik beachten und kann also nicht zu jeder Zeit überall sein.
Ich werde hin und her pendeln zwischen beiden Orten und bei Gelegenheit werde ich auch noch andere Kollegen besuchen.