monochrom, plural

31-08
30-08
Wenn auf einer Seefahrt das Fahrzeug vor Anker geht und du aussteigst, um frisches Wasser zu holen, dann magst du wohl unterwegs noch etwas nebenher tun, etwa eine Muschel oder eine Meereszwiebel aufheben, aber deine Aufmerksamkeit muss auf das Fahrzeug gerichtet bleiben, du musst es beständig im Auge behalten, ob nicht etwa der Steuermann ruft. Und wenn er ruft, dann musst du alles andere liegen lassen, damit man dich nicht gebunden aufs Schiff wirft, wie man es mit den Schafen macht.
So ist es auch im Leben: Ist dir Weib und Kind beschert, wie dort eine Muschel oder eine Meereszwiebel, so darf das kein Hindernis bilden. Wenn aber der Steuermann ruft, dann eile zu dem Schiffe, lass alles liegen und sieh dich nicht um. Bist du aber alt geworden, so entferne dich nicht zu weit vom Schiffe, damit du nicht etwa ausbleibst, wenn da gerufen wird.

2 Responses to “monochrom, plural”

  1. Armin sagt:

    Woher kommen die Texte? Wer ist der Urheber?

  2. Klaus sagt:

    Eigentlich will ich das hier nicht verraten, sondern die Texte erst einmal einfach so stehenlassen, wie sie sich unter den jeweiligen Blaufeldern wiederfinden, weil es mir genau auf diese Unklarheit, wie ist das nun gemeint, um was geht es eigentlich, was hat das mit dem Blau zu tun usw. usf. ankommt. Allerdings habe ich es anfangs doch irgendwo verraten, wie ich bemerkt habe, man kann es in einem ersten Eintrag zum Tode Christoph Schlingensiefs nachlesen. Ich hoffe, auch nach diesem Hinweis bleibt die Unschärfe weiterhin erhalten.

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