monochrom, different/indifferent

12-09
11-09
Du kannst als unbesiegbar dastehen, wenn du dich in keinen Kampf einlässt, in dem der Sieg nicht von dir abhängt.
Wenn du jemanden siehst, der hochgeehrt, sehr mächtig oder sonst irgendwie groß dasteht, so lass dich nicht etwa von dem Schein hinreissen, ihn glücklich zu preisen. Denn wenn das Wesen des Guten in dem beruht, was in unserer Macht liegt, dann ist hier weder Neid noch Eifersucht angebracht; du selbst willst doch weder Feldherr noch Ratsherr oder Konsul sein, sondern frei.
Dazu aber führt nur ein Weg: Verachtung alles dessen, was nicht in unserer Macht steht.

Bedenke, dass dich nicht der verletzt, der dich beschimpft oder schlägt, sondern nur deine Meinung, dass jener dich verletzt. Wenn dich niemand reizt, so wisse, dass es nur deine Auffassung von der Sache ist, die dich gereizt hat. Deshalb strebe vor allem danach, dich nicht von deiner falschen Vorstellung fortreissen zu lassen. Hast du einmal Zeit zur Überlegung gewonnen, dann wirst du leichter deiner Herr werden.

Tod, Verbannung, überhaupt alles, was allgemein für schrecklich gilt, halte dir täglich vor Augen, vor allem aber den Tod! Dann wirst du niemals etwas Niedriges denken oder übermäßig nach etwas begehren.

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